Glutenfrei leben: 6 Tipps von Sabine Lisicki

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Glutenfrei leben: 6 Tipps von Sabine Lisicki
Foto: Dr. Schär
Inhalt
  1. Glutenfrei Kochen und Backen
  2. Glutenfrei im Alltag
  3. Glutenfrei im Restaurant
  4. Glutenfrei im Urlaub
  5. Glutenfrei im Freundeskreis
  6. Glutenfrei als Sportler

Tennis-Profi gibt Tipps für ein Leben ohne Gluten

Was tun bei Glutenunverträglichkeit? Der deutsche Tennis-Profi Sabine Lisicki ist selbst betroffen und gibt 6 wichtige Tipps für das Essen im Restaurant, die eigene Küche und den Urlaub.

Als Tennis-Profi Sabine Lisicki die Diagnose „Gluten-Sensitivität“ bekam, war sie erst mal geschockt. Kein Gluten mehr essen? Das bedeutet: Auf Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel, Gerste und Grünkern verzichten. Allerdings heißt das nicht unbedingt, dass Betroffene auch auf die daraus hergestellten Lebensmittel wie Brot , Kuchen oder Pizza verzichten müssen. Zumindest nicht auf entsprechende Ersatzprodukte, die ebenso gut schmecken können!

Tennis-Star Sabine Lisicki arbeitet seit 2014 mit Dr. Schär zusammen. Das Unternehmen aus Tirol vertreibt seit mehr als 30 Jahren Lebensmittel ohne Gluten. Als Botschafterin will Lisicki Menschen mit Glutenunverträglichkeit vor allem eines vermitteln: Nicht in Panik geraten!

Im Interview mit SHAPE Online hat Sabine Lisicki verraten, wie Sie glutenfrei den Alltag, den Urlaub, den Restaurant-Besuch und das gemeinsame Essen mit Freunden meistern:

Glutenfrei Kochen und Backen

Sabine Lisicki: Vor allem Backen ist erst mal schwer, weil man viele Zutaten anders ersetzen muss durch Eier oder andere Produkte, die binden. Wenn man Gluten im Kuchen ersetzen muss, kommen immer etwas mehr Eier rein, damit alles zusammenhält. Wenn man zu wenige Eier rein tut, dann bröckelt es auseinander. Man muss definitiv ein bisschen ausprobieren und darf auch nicht gleich beim ersten Mal aufgeben. Es gibt ja wahnsinnig viele Produkte, die ohnehin glutenfrei sind: Kartoffeln, Reis, Fisch, Fleisch. Freunde und Familie merken es gar nicht, wenn sie kommen und ich für sie koche.

Glutenfrei im Alltag

Sabine Lisicki: Wenn man die Diagnose bekommt, gerät man wirklich schnell in Panik, wenn man nichts darüber weiß. Für mich war es damals schwer. Ich hatte das Gefühl, dass mir alles weggenommen wird von heute auf morgen. Ich bin Vollkornbrot-Liebhaber und es ist echt schwer, ein glutenfreies Vollkornbrot zu finden, das schmeckt. Mittlerweile ist es für mich eine Selbstverständlichkeit geworden, sodass ich beim Bäcker einfach vorbei gehe, weil ich weiß, das ist nichts für mich. Es gibt so viel Ersatz. Selbst zum Geburtstag bekomme ich ein Mal im Jahr einen glutenfreien Kuchen.

Glutenfrei im Restaurant

Sabine Lisicki: Man ist am besten dran, wenn man die Bedienung sofort fragt: „Können Sie mir sagen, was glutenfrei ist?“ Wenn sie das nicht weiß, dann fragt sie in der Küche nach. Eventuell muss man kurz mit dem Koch absprechen, worum es geht. Oft sieht man der Bedienung oder dem Koch an, ob sie Bescheid wissen. Wenn nicht, bestellt man einfach auf Nummer sicher: Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Reis, die Soße extra – also gar nicht. Wo man darf, nehme ich glutenfreie Produkte mit.

Glutenfrei im Urlaub

Sabine Lisicki: In Deutschland wird die Glutenunverträglichkeit immer bekannter. In England, den USA und Italien ist das Wissen auch relativ verbreitet. Aber in Asien ist es schwer, da wissen sie nicht wirklich, worum es geht. Da wird dann am besten komplett auf Nummer sicher Reis gegessen. In Frankreich ist es auch ein bisschen problematisch. Da wird zum Beispiel in Soßen oft Mehl zur Verdickung benutzt.

Glutenfrei im Freundeskreis

Sabine Lisicki: Die Reaktion ist natürlich manchmal so: „Ach, wieder eine Allergie.“ Das können manche, die so was nicht kennen, nicht ganz nachvollziehen. Ich bin das mittlerweile gewohnt, da muss man sich wirklich keinen Kopf machen. Man weiß für sich, dass es einem wirklich hilft, [auf Gluten zu verzichten,] und es einem schlecht geht, wenn man es nicht macht.

Glutenfrei als Sportler

Sabine Lisicki: Nudelgerichte sind für uns [Sportler] unglaublich wichtige Energieträger. Es gibt verschiedene Arten von glutenfreien Nudeln . Da muss man sich einfach herantasten: Welche schmeckt mir, welche eher nicht? Von welcher werde ich satt?

Jetzt, da ich auf meine Glutenunverträglichkeit achte, regeneriere ich viel besser und schneller, denn ich brauche allein eine Stunde weniger Schlaf. Das ist wirklich sehr, sehr viel und unglaublich wichtig, wenn man jeden Tag spielt.

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