GoFundMe: Junge Frau sammelt Geld für Abtreibung

crowdfunding fuer abtreibung
Darf man wirklich Geld sammeln, um ein ungebohrenes Leben vorzeitig zu beenden?
Foto: iStock / Symbolbild

Crowdfunding für Abtreibung

Bailey ist ungewollt schwanger und möchte abtreiben. Weil sie kein Geld dafür hat, startet ihr Freund eine Crowdfunding-Kampagne.

Crowdfunding ist ein weltweiter Trend. Viele Jungunternehmer ohne Eigenkapital nutzen dieses Mittel, um ihre Projekte voranzutreiben und zu finanzieren. Aber auch Menschen, die beispielsweise dringend Geld für eine OP brauchen, nutzen diese Methode. Das Prinzip ist einfach: Auf einer Internet-Plattform, wie beispielsweise „GoFundMe“, kann man sein Anliegen schildern. Andere Nutzer, die einen dabei unterstützen möchten, können über die Plattform Geld dafür spenden. Eigentlich eine tolle Sache! Doch eine junge Frau aus Illinois nutzte GoFundMe für eine sehr bedenkliche Aktion.

Die junge Frau heißt Bailey. Sie ist im vierten Monat schwanger. Die 23-Jährige möchte das Baby nicht bekommen, hat aber kein Geld, um eine Abtreibung zu bezahlen. Diese kostet in ihrem Schwangerschaftstadium 2.500 Dollar in Amerika. Ihr Freund, der allerdings nicht der Kindesvater ist, will ihr helfen und startet die Crowdfunding Kampagne Bailey’s Abortion Fund“. Richtig gehört, eine Abtreibungs-Finanzierung! Auf der Seite GoFundMe schreibt er:

„Bailey ist derzeit arbeitslos, völlig pleite, verschuldet [...] und nicht fähig einen Job zu behalten. Abgesehen davon, dass sie kein Kind großziehen möchte, ist sie wirtschaftlich instabil und kaum in der Lage sich selbst zu finanzieren[...]“

Ursprünglich sollten nur Bekannte und Freunde des Paares dem Crowdfunding-Aufruf folgen. Doch dann wurde die ganze Aktion viel größer als gedacht und immer mehr Leute darauf aufmerksam. Innerhalb von zwei Tagen wurden bereits 1.654 Dollar für die Abtreibung gespendet. Doch es gab auch extrem viele negative Reaktionen. Dem Magazin VICE erzählt Bailey ausführlich, wie es dazu kam. Kurz nach Veröffentlichung des Interviews, stoppt GoFundMe ihre Finanzierungs-Aktion. Sie bekommt eine E-Mail, in der ihr mitgeteilt wird, dass ihre Kampagne aufgrund eingegangener Beschwerden beendet wird. Das Unternehmen möchte nicht mit dem Anliegen ihrer Kampagne in Verbindung gebracht werden. Die bisher eingegangen Spenden werden ihr jedoch trotzdem ausgezahlt. Bailey hat allerdings bereits genug Geld zusammen, um die Abtreibung zu bezahlen. Aber ist es wirklich legitim für so etwas Spenden zu sammeln? Wir finden das sehr fragwürdig!

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