Grace Kelly: 30. Todestag - Die Monegassen feiern eine Legende

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Ihre Schönheit, ihre Ausstrahlung, ihr Wirken und ihr plötzlicher Tod machten Grace Kelly zu einer Legende.
Foto: Underwood&Underwood/Corbis

Auf ewig unvergessen

Heute vor 30 Jahren starb Fürstin Gracia Patricia von Monaco acht Wochen vor ihrem 53. Geburtstag an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Ihre Schönheit, ihre Ausstrahlung, ihr Wirken und ihr plötzlicher Tod machten sie zur Legende. Eine Filmlegende war sie schon zu Lebzeiten. Daher darf sie heute, an ihrem 30. Todestag, noch einmal in Monte Carlo unter ihrem Mädchennamen Grace Kelly auf der Kinoleinwand „auferstehen“.

Eine schöne Geste: In Gegenwart von Fürst Albert (54) wird heute in dem nach seiner verstorbenen Mutter benannten „Theatre Princesse Grace“ der 1954 gedrehte Film „Über den Dächern von Nizza" gezeigt. Ohne ihre Traumrolle in diesem (späteren) Hitchcock-Klassiker hätte die US-Diva Grace Kelly wohl kaum das Flair der Cote d'Azur so ausgiebig kennen und schätzen gelernt, dass sie sich als Amerikanerin vorstellen konnte, dort für immer zu leben.

Ohne diese Erkenntnis wiederum hätte sie sich ein Jahr später vermutlich kaum verleiten lassen, Fürst Rainier, den sie am Rande der Filmfestspiele von Cannes bei einem Fotoshooting kennen gelernt hatte, so intensiv in ihre Gedankenwelt einzuschließen, dass sein Werben um sie schnurstracks zum Erfolg führte. Denn: Schon im Mai 1956, gerade mal elf Monate nach dieser ersten Begegnung, bestieg Grace Kelly in New York einen Passagierdampfer, der sie geradewegs nach Monaco in den Hafen der Ehe schipperte.

Die Monegassen werden heute möglicherweise in der Großen Kathedrale Blumen an der Grabplatte der vor 30 Jahren verstorbenen Fürstin ablegen. Sie können dies auch am sogenannten Princesse-Grace-Parcours, einem Rundweg, den Monacos Fremdenverkehrsverband initiiert hat, und der, bestückt mit vielen Fotos der unvergessenen Landesmutter, an vielen Stätten vorbeiführt, die in engem Bezug zu der tödlich Verunglückten stehen.

Das Trauern dort ist kostenlos, ebenso wie an den Gracia-Statuen im Rosarium oder am Krankenhaus. Kostenlos – das ist für Monaco nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Wer nämlich an der dreitägigen Veranstaltungsreihe „Grace – A Symbol of Chance“ (14. bis 16. September) mit Hutausstellung, Oldtimerpräsentation, Filmvorführungen und Modenschau teilnehmen will, muss tief in die Tasche greifen.

Rund 2.000 Euro kostet dieser exklusive Gedenk-Event, dessen Erlös wohltätigen Zwecken zugute kommt, und der deshalb auch unter Fürst Alberts Schirmherrschaft steht.

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