Gracie X: "Polyamory kann wunderbar sein!"

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Die amerikanische Bloggerin Gracie X lebt mir ihrem Mann in einer Polyamory-Beziehung.
Foto: graciex.com

Eine Frau berichtet: Wie Polyamory unserer Beziehung helfen kann

Die amerikanische Bloggerin Gracie X lässt ihren Mann mit anderen Frauen schlafen. Sie findet, dass die Polyamory ihre Beziehung besser macht.

Die meisten Menschen wünschen sich eine exklusive Liebe. Ein Mann, eine Frau. oder auch Mann und Mann oder Frau und Frau. Nur wenige können sich vorstellen, ihren Partner mit anderen Menschen zu teilen. Doch es gibt da ein paar Menschen, die halten genau diese Variante für die beste Lösung für eine lange Liebe . Sie erlauben ihrem Beziehungspartner Sex und Zärtlichkeiten mit anderen Menschen. Der Fachbegriff dazu: Polyamory.

Was kann die Polyamory unserer Beziehung bringen?

Kinder, Haushalt, Freunde, Job – wir alle haben tagtäglich mit so vielen Verpflichtungen zu kämpfen, dass die Liebe schnell zu kurz kommt. Was nicht heißt, dass sie uns dann weniger wichtig wäre. Die meisten Menschen sehnen sich gerade in stressigen Phasen nach liebevollen Berührungen und Entspannung durch Sex.

Doch was tun, wenn unser Partner Sex will, wir aber nicht mal mehr ein Fünkchen Energie für sowas übrig haben?

Die amerikanische Regisseurin Gracie X hat sich dafür entschieden, ihren Mann ziehen zu lassen – in die Betten von anderen Frauen. „Es macht mir Freude, wenn mein Mann durch eine andere Frau wieder Freude empfängt“, erklärt sie in einem ihrer Videos. Hier erzählt sie ihre Geschichte:

„Resonanzfreude ist eine wichtige Komponente der Polyamory. Ganz einfach gesagt, bedeutet Resonanzfreude, dass es dir Freude bereitet, wenn dein Partner mit jemand anders Spaß hat. Für manche Leute geht es dabei strikt nur um sexuelle Freuden. Ich denke, dass auch eine emotionale Komponente eine Rolle spielen kann. Jedenfalls macht es dir Spaß, wenn du siehst, dass dein Partner Spaß hat.

"Plötzlich erzählte mein Mann vom Sex mit einer anderen Frau ..."

Ich kann mich lebhaft an den Moment erinnern, als ich dieses Gefühl zum ersten Mal hatte. Ich saß mit meinem Ehemann in unserem Garten, wir hatten ein paar Drinks. Bis dahin hatten wir uns nicht als polamouröse Menschen definiert. Doch dann begann er davon zu erzählen, wie er mit einer anderen Frau herumgemacht hatte. Ich musste ihm die Details ein bisschen aus der Nase ziehen, aber dann erzählte er mehr und mehr. Wir kicherten und ich ermutigte ihn, mir seine Gefühle dabei zu schildern. Er konnte sehen, dass ich nicht verärgert war und fragte mich, ob ich irgendwas genommen hätte. Aber tatsächlich freute ich mich einfach nur für ihn. Genau das ist Resonanzfreude!

Mein Ehemann ist so ein wundervoller Mensch und an diesem Punkt unserer Beziehung hatten wir zwei kleine Kinder, eine Menge offene Rechnungen, seine Mutter lag im Sterben und wir waren total gestresst.. als er Freude durch den Sex mit dieser anderen Frau bekam, war ich einfach nur glücklich, dass es ihm endlich mal wieder gut ging.

"Ich wunderte mich über meine positiven Gefühle"

Im Moment darauf wunderte ich mich wahnsinnig über mich selbst. 'Ich finde es gut, dass mein Mann Sex mit einer anderen Frau hatte?? Woah, das werde ich niemals einer Freundin erzählen können, sie würde denken, dass irgendwas mit unserer Ehe nicht in Ordnung ist…'

Doch inzwischen denke ich, dass von dieser offene Beziehungsform so viele da draußen profitieren könnten. Denn der große Knackpunkt ist doch, ich kann für diese eine Person, die ich liebe, nicht immer der Mensch sein, der alle seine Bedürfnisse befriedigt. Wir sind unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen und es ist ok, wenn da etwas Abstand zwischen uns ist. Es ist nicht so als wäre das eine Gewinner-Verlierer-Situation, man selbst hat davon auch etwas Gutes, nämlich einen glücklichen Ehemann!“

Mehr von Graci X gibt es auf ihrem Blog .

Hier erzählt Gracie ihre Geschichte im Video:

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