InfektionGrippewelle 2016 / 2017: Robert-Koch-Institut warnt vor Todesopfern

Die Grippe hat in dieser Saison schon neun Tod gefordert
Die Grippe hat in dieser Saison schon 126 Todesopfer gefordert.
Foto: Istock

126 Menschen sind während der Grippewelle 2017 schon gestorben. Experten rechnen mit weitaus mehr Todesopfern in der Grippesaison 2016/2017.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) beginnt die Fälle der Grippesaison in der 40. Kalenderwoche des Jahres zu zählen. In diesem Jahr sind vor allem der Süden und der Osten Deutschlands von den Influenza-Viren geplagt. Besonders stark ist die Verbreitung in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Bayern ist besonders die Zahl der Kleinkinder, die mit Grippeverdacht zum Arzt gehen, sehr hoch. Doch auch der Norden bleibt nicht verschont. Die Grippewelle ist auch hier angekommen. Laut RKI stieg die Zahl der Fälle von 4000 Fällen pro 100.000 Einwohner in KW 40 auf rund 8000 Fälle in KW 52. Seit Oktober 2016 wurden insgesamt 43.288 Fälle der Grippe bestätigt. Dabei ist es bei 22 Prozent der Grippepatienten notwendig gewesen, sie im Krankenhaus zu behandeln.

Erfasste Atemwegserfrankungen 30.01. bis 05.02.2017:

Grippewelle 2016/2017: Grafik des Robert-Koch-Instituts

Foto: Robert-Koch-Institut

Unter den inzwischen 126 Todesopfern der bisherigen Grippesaison sind vor allem ältere Menschen. Der Großteil der Todesopfer war mindestens 60 Jahre alt. Die Grippe trifft immer wieder ältere Menschen. Auch Personen mit geschwächtem Immunsystem sind anfälliger für Grippeviren.

Jährlich sterben rund 5000 bis 10.000 Menschen an der Grippe. Experten rechnen in der Grippesaison 16/17 mit einer deutlich höheren Zahl an Todesopfern. Bereits in der Saison 14/15 starben 20.000 Menschen.

 

Grippeschutz: Was kannst du selbst tun?

Risikogruppen wie ältere Menschen und immungeschwächte Personen sollten geimpft sein. Denn eine Impfung ist immer noch der beste Schutz sich nicht mit Grippeviren anzustecken. Auch Schwangere sollten sich ab dem 4. Monat impfen lassen, damit Mutter und Kind geschützt sind.

Gerade ältere Menschen lassen sich selten impfen. Das führt zu einer schnelleren Verbreitung der Viren. Wetter und andere Faktoren sind für die Verbreitung eher unwichtig, so Experten des Robert-Koch-Instituts. Jedes Jahr im Herbst ruft das RKI erneut dazu auf sich gegen Influenza impfen zu lassen. Eine Impfung schützt nicht zu 100 Prozent, hilft aber Komplikationen auszuschließen.

Ein gesundes Immunsystem hilft zusätzlich Grippeviren abzuwehren. Dazu solltest du auf folgende Punkte achten: 

Außerdem helfen Hygienemaßnahmen sich vor einer Infektion zu schützen:

  • Häufiges Händewaschen
  • Umarmungen vermeiden
  • Händedruck vermeiden
  • Keinen Speichelkontakt zu eventuell infizierten Personen
 

Woran erkenne ich, ob ich wirklich eine Grippe habe?

Eine einfach Erkältung und eine Grippe lassen sich manchmal nicht ganz leicht unterscheiden.

Grippe: Eine Grippe beginnt meist plötzlich. Innerhalb weniger Stunden fühlt sich der Betroffene sehr krank. Kopf-und Gliederschmerzen und hohes Fieber sind die Hauptsymptome einer Grippe.

Erkältung: Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt beginnt meist schleichend mit verstopfter Nase oder Halsschmerzen. Dazu können Gliederschmerzen, Husten oder Fieber kommen. Dieses steigt allerdings nicht so hoch wie bei der Grippe.

Auch die Magen-Darm-Grippe greift weiter um sich:

 

Kategorien: