Gründe für das weltweite Eisen-Defizit

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Foto: © Yupik PR

Es lebe das Eisen!

Eisenmangel gehört zu den häufigsten Mangelerscheinungen weltweit. Dabei ist die Quote der von Eisenmangel betroffenen Menschen in unterentwickelten Ländern deutlich höher als in wirtschaftlich starken Ländern. Dr. Dr. Peter Nielsen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: „Schon im WHO-Jahresbericht aus dem Jahre 2002 wurde Eisenmangel als einer der zehn Hauptrisikofaktoren für Krankheiten, Behinderung und Tod weltweit beschrieben. Dies liegt im Wesentlichen an der in den Entwicklungsländern vorherrschenden einseitigen, zumeist pflanzlichen Ernährung.

Dagegen ernähren sich die Menschen in den gut entwickelten Ländern hauptsächlich von Mischkost, was in den meisten Fällen einen schweren Eisenmangel verhindert. Trotzdem ist Eisenmangel tagtäglich auch in Deutschland ein Thema in den Arztpraxen.

„Aufgrund der heutigen Essgewohnheiten, z.B. auch bei vegetarischer oder veganer Ernährung , versorgen sich die Menschen nicht genug mit Eisen“, warnt der Experte. „Bei einem Eisenmangel fehlen dem Körper durchschnittlich 1-3 g Eisen. Da reicht dann auch eine Ernährungsumstellung nicht mehr aus. Dieses Defizit kann nur durch eine adäquat dosierte Eisenmedikation behandelt werden.“

Es lebe das Eisen

Ein gesunder Körper enthält ca. 3-5 g Eisen. Davon sind 70 Prozent im Blut an das Hämoglobin gebunden. Hämoglobin gibt den roten Blutkörperchen ihre Farbe und transportiert den eingeatmeten Sauerstoff zu den Zellen.

Der Rest des Eisens verteilt sich im Körper und im Knochenmark. Bei einem schweren Eisenmangel kann nicht genügend Hämoglobin gebildet werden und es fehlt den Zellen an Sauerstoff: Der Körper ist nicht mehr leistungsfähig.

Die Symptome sind eindeutig: Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Blässe oder auch Haarausfall gehören zu den häufigsten Anzeichen eines Eisenmangels. Der Arzt kann einen Eisenmangel leicht feststellen und geeignete Maßnahmen einleiten. Denn: Genügend Eisen im Blut ist lebenswichtig.

Einen Mangel rechtzeitig ausgleichen

Um einen Eisenmangel schnell und wirksam in den Griff zu bekommen, sollte das fehlende Eisen über ein gut verträgliches und hoch bioverfügbares Eisenpräparat zugeführt werden, z.B. mit ferro sanol duodenal (Apotheke). Das zweiwertige Eisen ist hier in vielen kleinen Kügelchen mit einem magensaftresistenten Überzug verpackt und ist so besonders schonend zum Magen. Erst im Zwölffingerdarm, dem Ort der Eisenaufnahme, wird das Eisen schnell und vollständig freigesetzt.

Warum zuerst orale Eisengabe?

Nachgewiesener Eisenmangel sollte zuerst mit einem wirksamen oralen Eisenpräparat mit zweiwertigem Eisen behandelt werden. Die allermeisten Patienten kommen mit einer oralen Eisentherapie gut zurecht. Die intravenöse Verabreichung ist ebenfalls wirksam, kann aber in der Anwendung problematisch werden (z.B. Gefahr von allergischen Reaktionen) und ist vergleichsweise teuer. Deshalb darf intravenöses Eisen nur dann eingesetzt werden, wenn eine orale Therapie unwirksam ist oder nicht angewendet werden kann.

Weitere Informationen unter: www.eisenmangel.de

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