Guillaume & Stéphanie von Luxemburg: Das große Hochzeitsinterview

„Für uns wird ein Märchen wahr“

Ganz Europa spricht von ihrer Hochzeit am 20. Oktober. Nun gaben die belgische Gräfin Stéphanie de Lannoy (28) und Erbgroßherzog Guillaume von Luxemburg (30) im Großherzoglichen Palais erstmals ein Interview. In das Liebesglück mischt sich jedoch auch Trauer: Vor Kurzem verlor Stéphanie ihre Mutter, Gräfin Alix de Lannoy. Doch im Herzen wird ihre Mutter bei ihr sein.

Gräfin, erzählen Sie uns, wie Sie den Erbgroßherzog kennengelernt haben?

Stéphanie: Wir haben uns vor acht Jahren zum ersten Mal bei Freunden in Deutschland gesehen. Dort haben wir eine Woche Ferien gemacht. Danach verloren wir uns aus den Augen. Aber ich kannte einige Cousins von Guillaume. Und vor drei Jahren haben wir uns dann ganz zufällig wieder in Deutschland getroffen. Dort haben wir uns dann verliebt.

Glauben Sie an das Märchen vom Traumprinzen?

Stéphanie: Ja, ich habe meinen Traumprinzen gefunden. Dass Guillaume tatsächlich ein Prinz ist, war für mich nicht ausschlaggebend. Nachdem ich ihn kennengelernt hatte, sagte ich einer Freundin, die übrigens meine Trauzeugin ist, dass ich einen außergewöhnlichen Menschen getroffen habe, mit dem ich viele Sachen teilen könnte. Ich habe nie geglaubt, dass zwei Menschen so perfekt zusammenpassen könnten. Jetzt wird für uns ein Märchen wahr.

Adelshochzeiten sind in den Medien sehr präsent. Wie wird es bei Ihnen?

Guillaume: Unser Wunsch ist es, dass die Bevölkerung an der Hochzeit teilhaben kann, in und außerhalb der Kathedrale.

Möchten Sie etwas über das Brautkleid verraten?

Stéphanie: Eines kann ich sagen: Ich werde den Schleier meiner Mutter tragen.

Gräfin, Sie tragen jetzt schon zwei Ringe. Warum?

Stéphanie: Einer ist mein Verlobungsring, der andere ein Ring meiner Mutter. Den werde ich auch bei meiner Hochzeit tragen. Meine Mama wird bei der Trauung mehrfach präsent sein: Neben meinem Schleier und dem Ring wird ein Schal meiner Mutter die Muttergottes-Statue schmücken. Und wir werden die Hochzeitsfeier mit einer Gedenkminute für sie beginnen.

Welche Pläne schmieden Sie für die Hochzeitsreise?

Stéphanie: Es gibt eine Tradition, wonach der Bräutigam das organisiert. Ich freue mich schon auf die Überraschung.

Guillaume: Ich kann natürlich nicht so viel verraten. Aber die Flitterwochen beginnen sofort nach der Hochzeitsfeier.

Wie sehen Sie Ihre Rolle als Ehefrau?

Stéphanie: Ich habe vor, ein normales Familienleben zu führen. Ich will selbst einkaufen gehen, auch selber kochen. Übrigens: Guillaume kocht auch gerne. Ansonsten will ich mich ganz auf das Repräsentieren konzentrieren.

Was wird Ihr erster Auftritt nach dem Ja-Wort sein?

Guillaume: Ende November findet ein wirtschaftlicher Termin in China statt. Stéphanie wird mich dahin begleiten.

Sie kommen beide aus kinderreichen Familien. Wie sieht Ihr Kinderwunsch aus?

Stéphanie: Wir waren acht Kinder. Das war der Wunsch meiner Eltern, ich bin das jüngste Kind. Aber ehrlich: Acht ist etwas viel. Trotzdem möchte ich viele Kinder haben.

Guillaume: Ja, es ist schön, wenn man mit vielen Geschwistern aufwächst.

Steht schon fest, wo Sie wohnen werden?

Guillaume: Es ist klar, dass wir unsere Unabhängigkeit wollen. Es wird nicht in der Familien- Hauptresidenz Schloss Berg sein. Dort wohne ich übrigens schon seit einiger Zeit nicht mehr. Es wird aber natürlich in Luxemburg sein. Alles Weitere werden wir nach der Hochzeit bekannt machen.

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