Gute Fette, schlechte Fette: Wo ist der Unterschied?

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Sahnetorte schlemmen - das sollte eine Ausnahme sein
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Fett: Gesund oder ungesund?

Nicht jedes Fett ist ungesund! Es gibt gute und es gibt schlechte Fette. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Fette in Ihrem Essen unterscheiden können...

Bisher galt immer: Fett ist ungesund. Das stimmt nur noch teilweise. Denn jetzt haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass Fette sogar vor Krankheiten wie Herzinfarkt oder Arteriosklerose schützen können. Wir sagen, wie Sie Fette unterscheiden und weiter genießen können.

Welches Fett ist schlecht für mich?

Zu den ungesunden Fetten gehören die gesättigten Fettsäuren. Sie erfüllen im Grunde nur eine Funktion: Sie schenken dem Körper Energie. Nehmen wir mehr von diesem Fett auf, als wir brauchen, lagert der Körper die überschüssige Energie ein. Die Folge: Wir werden dick.

Worin steckt das ungesunde Fett?

Die gesättigten Fettsäuren finden wir in Wurst, Fleisch, Butter, fetthaltigen Milchprodukten und Käse sowie gehärteten pflanzlichen Ölen (Margarine, Kokosfett). Die gesättigten Fettsäuren treiben den Cholesterinspiegel in die Höhe. Deshalb werden sie für die Entstehung von Gefäßkrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall mitverantwortlich gemacht.

Was sind Trans-Fettsäuren?

Pommes frites, Kekse oder Kartoffelchips isst jeder gerne. Doch leider werden bei der Erhitzung von pflanzlichen Ölen Fettsäuren in sogenannte Trans-Fettsäuren umgewandelt. Und die sind ungesund.

Warum sind Transfette schädlich?

Studien beweisen: Transfette sind noch schlechter für die Gesundheit als die gesättigten Fettsäuren. Denn sie pushen den Cholesterin-Spiegel auf Höchstwerte. Zudem führen sie zur Ausschüttung von Entzündungsstoffen, die Arteriosklerose begünstigen. Fatal: Die gefährlichen Fettsäuren werden vom Körper nicht als Schadstoff erkannt und wie normale Fettsäuren in die Zellen eingebaut. Damit steigt auch noch das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte an. Der Einsatz von Transfetten ist umstritten. Tatsächlich wird derzeit in der EU über ein Verbot diskutiert. In Dänemark und Kalifornien (USA) sind Trans-Fettsäuren bereits verboten.

Welche Fette sind gut für die Gesundheit?

Zu den gesunden Fetten zählen die ungesättigten Fettsäuren. Einfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper selbst bilden. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können vom Körper nicht hergestellt werden und müssen deshalb über Lebensmittel aufgenommen werden. Sie werden deshalb auch als essentielle Fettsäuren bezeichnet. Ungesättigte Fettsäuren können durch Verdauungsenzyme besser aufgespaltet werden als gesättigte und sind somit viel leichter verdaulich.

Worin steckt das gute Fett?

Die ungesättigten Fettsäuren lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: Zum einen gibt es die Omega-6-Fettsäuren. Sie stecken in Mais-, Oliven,- oder Sonnenblumenöl. Zum anderen sind da die wertvolleren Omega-3-Fettsäuren, die man in Leinsamen-, Soja-, Walnuss- und Rapsöl, oder auch im Fett von Makrele, Lachs, Hering, Forelle und Thunfisch zu findet.

Warum sind die Omega-Fette so gesund?

Zahlreiche Studien belegen, dass Omega-3-Fettsäuren sich auf zahlreiche Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen günstig auswirken. Derzeit wird auch noch daran geforscht, ob sich der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren positiv auf entzündliche Erkrankungen wie Rheuma und Morbus Crohn, aber auch auf Krebs, Hauterkrankungen und die geistige Entwicklung positiv auswirkt.

Omega-6-Fettsäuren helfen, Vitamine aus Obst und Gemüse besser aufzunehmen. Wichtig ist das Mischverhältnis der beiden Fettsäuren: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt ein Verhältnis von Omega- 6- zu Omega-3-Fettsäuren von 5:1. Das lässt sich leicht erreichen, wenn man beim Kochen statt Olivenöl auch mal zu Raps- oder Walnussöl greift und zwei- bis dreimal die Woche Fisch auf dem Speiseplan hat.

Wie viel Fett braucht unser Körper?

Die täglich aufgenommene Energie durch Fett liegt pro Person in Deutschland bei durchschnittlich 38 Prozent. Ideal für die Gesundheit wären aber 30 Prozent, das sind etwa 65-80 Gramm Fett pro Tag.

Höchstens die Hälfte der Fettmenge sollte dabei aus tierischen Fetten bestehen. Oft nehmen wir aber größere Mengen davon auf. Wer tierische Fette einsparen möchte, greift zu fettreduzierten Milchprodukten oder magerem Geflügelaufschnitt. Und statt Kuchen mit Sahne lieber mal frische Früchte mit Quark oder Joghurt naschen.

Gute Fette

  • Leinöl
  • Nüsse
  • Mandeln
  • Olivenöl
  • Walnussöl
  • Rapsöl
  • Fisch

Schlechte Fette

  • Kekse
  • Pommes
  • Croissants
  • Schmand
  • Kokosfett
  • Butter
  • Chips

Echt jetzt? Welche Fette wirklich gesund sind:

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