Haarentfernung -Tools im Test

haarentfernung tools im test
Tools zur Haarentfernung im Test
Foto: Thinkstock

Test: Haarentfernung F/S 2013

Tools zur Haarentfernung gibt es genug, doch welche taugen wirklich was? Wir haben vier Methoden, vom Rasierer über den Epilierer bis zum High-End-IPL-Produkt für dauerhafte Haarentfernung, ausprobiert. Hier gibt es die Testergebnisse.

Im JOY-Test zur Haarentfernung sagen wir lästigen Haaren an den Beinen , unter den Armen oder im Bikinibereich den Kampf an. Denn wenn der Sommer vor der Türe steht, wird es spätestens Zeit, den nervigen Kumpanen an den Leib zu rücken. Manche von uns erledigen das Rasieren lieber schnell morgens unter der Dusche, andere möchten sich gerne längerfristig oder gar dauerhaft von ihrer Körperbehaarung trennen.

Test: Dauerhafte Haarentfernung oder Nassrasur

Die Redaktion von JOY Online hat sich vier aktuelle Produkte zur Haarentfernung vorgenommen. Auf den folgenden Seiten verraten wir, welcher Epilierer so schmerzfrei epiliert, dass er sogar unseren Angsthasen Frauke überzeugen konnte. Außerdem lesen Sie, ob bei Martha die dauerhafte Enthaarung mit dem IPL-Gerät funktionierte und warum sich Dörthe gar nicht mehr von ihrem Nassrasierer trennen mag.

Haarentfernungs-Test: IPL-Gerät

Darf ich mal jammern? Ich habe sehr helle Haut und dunkle Haare – nicht gerade eine Traumkombi. Selbst kleinere Stoppeln fallen immer sofort auf. Mein bisheriges Rezept: Epilation. Allerdings bin ich nicht so schmerzfrei, dass ich mich mit dem Epilierer an die Bikinizone oder die Achseln trauen würde. Die Folge: unschöne Pickelchen aufgrund täglicher Nassrasur – ganz zu schweigen von den nachwachsenden Haaren, die unangenehm pieksen.

Doch jetzt ist Schluss mit dem Gejammer! Ich teste eine wahre Wunderwaffe und sage lästiger Körperbehaarung mit dem IPL-Gerät „Lumea Precision Plus“ von Philips den Kampf an.

Kurz zur Technik: Das Gerät nutzt die „Intense Pulsed Light“-Technologie (IPL). Es sendet Lichtimpulse aus, die vom Melanin im Haar und in der Haarwurzel aufgenommen und in Wärme umgewandelt werden. So wird das Haar in der Wurzel erhitzt und fällt aus, das Haarwachstum wird in Schlaf versetzt. Bei regelmäßiger Anwendung sollen keine Härchen mehr nachwachsen. Also, lästige Haare ade? Und zwar für immer? Ich bin wirklich gespannt!

Test: IPL Haarentfernung zu Hause

Solange die Haare noch nachwachsen, muss ich vor jeder Anwendung nass rasieren. Denn nur so kann das Gerät seine Lichtimpulse optimal aussenden. Der „Lumea Precision Plus“ wird ähnlich wie ein Epilierer über die Haut geführt. Auf die Haut aufsetzen, Blitztaste drücken, fertig. Ich nutze das Gerät für Achseln, Bikinizone , Arme und Beine. An Achseln und im Intimbereich geht das vergleichsweise schnell. Ich benötige jeweils etwa fünf Minuten, bis ich mit beiden Achselhöhlen beziehungsweise der Bikinizone durch bin.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie lange es dauerte, bis keine Härchen mehr nachwuchsen.

IPL: Dauerhafte Haarentfernung Erfahrungsbericht

An den Armen und Beinen dauert das schon etwas länger. Und ob ich wirklich alle Haarwurzeln erwische, ist eher Glückssache. Denn ich kann mir nicht genau merken, an welchen Stellen ich schon war. Und den Tipp, mit einem weißen Kajalstift Linien auf die Beine zu zeichnen, finde ich nicht wirklich praktikabel. So kommt es, dass die Haare nach der ersten bis dritten Anwendung (im Abstand von zwei Wochen) noch deutlich sprießen. Nach der vierten und fünften Prozedur hatte ich aber anscheinend doch mal alle Haarwurzeln geblitzt. Inzwischen wachsen nur noch ganz wenige Härchen nach.

Am tollsten ist das Ergebnis im Intimbereich und an den Achseln – also genau dort, wo ich die Haare am dringendsten loswerden wollte. Die Haarwurzeln sind allerdings noch da, sodass man bei genauem Hinsehen noch kleine schwarze Stippen stehen kann. Aber von piekenden Stoppeln werde ich nicht mehr geplagt.

Extra-Aufsatz für empfindliche Körperstellen

Ach ja: In der Anleitung heißt es, es könnten Hautirritationen auftreten. Allerdings spüre ich davon nichts. Meine Haut ist nach der Behandlung aber etwas trocken, und während der Anwendung spüre ich an ganz empfindlichen Körperstellen einen leichten Schmerz. Genau dafür gibt es einen Spezialaufsatz mit zusätzlichem UV-Filter. Damit schmerzt es nicht, ich habe das Gefühl, dass es dann aber auch länger dauert, bis die Haare nicht mehr nachwachsen.

Mein Fazit: Der „Lumea Precision Plus“ von Philips hat mich voll überzeugt. Es dauert zwar bei mir inklusive vorheriger Nassrasur schon eine Stunde, bis ich den ganzen Körper (Achseln, Arme, Bikinizone, Beine) „enthaart“ habe, das Ergebnis kann sich aber wirklich sehen lassen. Und die Anwendungsdauer wird auch kürzer, denn sobald keine Härchen mehr sprießen, kann ich das Gerät auch ohne vorherige Nassrasur verwenden. Außerdem reicht nach etwa vier bis fünf Anwendungen ein Abstand von vier bis sechs Wochen, um den Körper haarfrei zu halten.

Einziges kleines Manko: Die Akku-Laufzeit könnte etwas länger sein. Und das Ganze hat seinen Preis: Mit um 500 Euro ist das Gerät kein Schnäppchen. Wenn man vergleicht, was eine IPL-Behandlung im Schönheitssalon kostet, rechtfertig sich der Preis des „Lumea Precision Plus“ aus meiner Sicht aber schon. Urlaub ohne Rasierklingen – ich komme!

Text: Martha Singbartl

Haarentfernungs-Test: Epilierer für Angsthasen

Ich habe beim JOY-Enthaarungstest den Epilierer abbekommen – gerade ich! Denn eigentlich bin ich ein ziemlicher Pinzetten-Angsthase. In meiner bisherigen Enthaarungskarriere habe ich erst zwei Epilier-Versuche unternommen und beide wegen akuter Ziep-Schmerzen abgebrochen.

Meine überzeugten Kolleginnen können meine Epilier-Jungfräulichkeit nicht fassen und legen mir den „Silk-épil 7 SkinSpa“ von Braun besonders intensiv ans Herz – denn dank der neuen Aufbereitung des Gerätes soll das Epilieren gar nicht mehr wehtun. Kurz wehre ich mich, dann mache ich mich aber doch recht skeptisch ans Werk.

Die Handhabung – das muss ich zugeben – ist ziemlich einfach. Der Epilierer hat für Beine , Gesicht, Bikini- und Achselzonen eigene Aufsätze, die sich problemlos durch einen Klick ab- und aufsetzen lassen. Ich steige für meinen ersten Test in die Badewanne – denn auch im Wasser soll das Gerät voll funktionstüchtig sein und die Wärme soll außerdem schmerzstillend wirken.

Schnell den Aufsatz mit neuartig gerippter Oberfläche und 40 Pinzetten draufsetzen … und schon wundere mich: Das ist ja gar nicht schlimm! Natürlich ziept es bei der ersten Anwendung ziemlich, doch der Schmerz lässt sich recht gut aushalten. Wahrscheinlich habe ich das auch den Hochfrequenz-Massagerollen zu verdanken, die meine Haut entspannen.

Epilierer im Intimbereich: Traue ich mich das?

Rund 40 Minuten und in zwei Intensitätsstufen kann ich mit einer Akkuladung meine Beine bearbeiten – und die brauche ich auch, denn beim ersten Mal gehe ich ziemlich vorsichtig zur Sache. Mit jeder Anwendung werde ich jedoch mutiger – und viel schneller. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Meine Beine sind zu 90 Prozent von ihren Härchen befreit, die Rötungen nach dem Epilieren sind wirklich kaum zu erkennen. Ich gebe es aber zu: An die Bikinizone traue ich mich noch nicht!

Dem „Silk-épil 7 SkinSpa“ liegt eine Peeling-Bürste bei, die aus 10.000 Borsten besteht. Damit kann ich meine Haut vor dem Epilieren nicht nur von Hautschüppchen befreien, sondern gönne mir auch noch eine Massageeinheit. Hach, geht es mir gut!

Mein Fazit: Ich habe es geschafft und beide Beine epiliert, ohne zu weinen! Zugegeben, die erste Enthaarungssitzung war etwas schmerzhaft, aber mit jedem weiteren Kontakt hat meine Haut weniger zickig reagiert. Das traumhaft glatte Ergebnis bis zu drei Wochen ist mir das wert – auch wenn der Preis von um 190 Euro ziemlich happig ist.

Text: Frauke Hansen

Haarentfernungs-Test: Warmwachs-System

Ganz ehrlich, für die Mission superglatte Sommerhaut gebe ich alles. Dunkle Härchen wie bei mir, finde ich nämlich gar nicht schön. Also wird regelmäßig mit dem Epilierer gerupft. Für den JOY-Online-Test steige ich jetzt mal probeweise auf das Warmwachs-System „EasyWax für sensitive Haut“ von Veet um.

Wie gesagt, bei der Ausreißmethode bin ich eh schon dabei. Nur war mir Wachs bisher eine zu klebrige Angelegenheit für zu Hause. Der Roll-on-Applikator von Veet verspricht ein einfaches Handling. Zuerst muss das Gerät zum Erhitzen des Wachses aber an die Steckdose. Und zwar für 30 lange Minuten. Man sollte sich für die Beauty-Behandlung also Zeit nehmen.

Roll-on-Waxing für Zuhause

Danach geht’s aber umso schneller. Ich rolle das nun flüssige Wachs (sehr gute Konsistenz!) auf die Hautpartie in Richtung des Haarwuchses, drücke dann einen der mitgelieferten Vliesstreifen auf und reiße ihn möglichst schnell entgegen der Wuchsrichtung runter. Sehr schön, es wurden tatsächlich so gut wie alle Haare erfasst und entfernt – so mag ich das! Beine und Arme bearbeite ich auf diese Weise, bis alles schön glatt ist.

Auf das Wachs reagiert meine sensible Haut übrigens kein bisschen. Die Mischung mit natürlichem Bienenwachs und feuchtigkeitsspendendem Mandelöl ist eben sehr schonend, das Hautgefühl anschließend – auch dank der Pflegetücher – sehr gepflegt. Und der Lotusblumen-Duft angenehm dezent.

Mein Fazit: Diese Warmwachsmethode ist dank Roll-on wirklich superleicht anzuwenden und viel überzeugender, weil gründlicher als Kaltwachsstreifen. Keine Spur von Schmierereien. Die versprochenen vier Wochen Enthaarungspause bleiben aber auch hiermit ein Traum, da meiner Erfahrung nach nie alle Härchen an der Wurzel ausgerissen werden und dann zeitlich versetzt nachwachsen.

Man kann das Wachs aber bereits ab einer Haarlänge von zwei Millimetern anwenden und auch angefangene Katuschen wiederverwerten. Das überzeugt! Das Roll-On-Gerät mit einer Kartusche, 12 Vlies-Streifen und Pflegetüchern kostet um 20 Euro, Nachfüllpatronen mit 50 ml um 8 Euro. Für mich eine echte und geräuschärmere Alternative zum Epilieren!

Text: Melanie Gutbier

Haarentfernungs-Test: Stylischer Rasierer

Ich rasiere meine Beine am liebsten nass. Das geht schnell und man kann es bei der morgendlichen Dusche gleich mit einem Aufwasch erledigen. Zudem braucht der Rasierer nicht viel Platz – ein optimaler Reisebegleiter. Für JOY Online teste ich seit einigen Wochen das Modell „Aon“ von Shave-Lab.

Zugegebenermaßen fand ich die Rasierer dieses Labels schon immer ziemlich stylisch. Entsprechend freue ich mich, das puristische dunkelviolette Exemplar aus handpoliertem Edel-Harz mit Chromfassung in meinem Bad zu beherbergen. Aber nicht nur als elegantes Accessoire macht sich der Rasierer gut. Dank seiner schnörkellosen Form liegt er gut in der Hand. Der schwingende Klingenkopf sorgt dafür, dass ich mich beim Rasieren nicht verletze. Und das ist mir besonders wichtig, denn gerade morgens unter der Dusche bin ich alles andere als wach und geschickt.

Natürliche Öle pflegen die Haut schon beim Rasieren

Der im Klingenkopf integrierte Feuchtigkeits - und Gleitstreifen mit natürlichen Ölen und Essenzen aus Lavendel und Aloe vera soll laut Hersteller mögliche Irritationen direkt beruhigen. Tatsächlich fühlen sich meine Beine nach der Rasur schön glatt und weich an.

Mein Fazit: Der Rasierer „Aon“ von Shave-Lab hat mich wirklich überzeugt. Er macht sich nicht nur extrem gut in meinem Bad, er verhilft mir auch schnell und ohne Verletzungen zu glatten Beinen. Was mir besonders gut gefällt: Unter Shave-lab.com kann man sich mit wenigen Klicks die Klingen nachbestellen, oder gleich ein Klingen-Abo abschließen. Preislich ist für jeden Geldbeutel was dabei. Die Einstiegsmodelle mit vier Klingen gibt es ab um 15 Euro. So viel gibt man auch locker im Supermarkt für weniger stylische Modelle aus.

Text: Dörthe Seubert

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