„Hab keine Angst“ - Eine Botschaft an alle Schwangeren

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"Hab keine Angst" - sagt auch dieses Mädchen, eine der 15 Protagonisten im Spot
Foto: Screenshot Youtube

Keine Angst vor Down Syndrom

Schwangere, die erfahren, dass ihr Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit das Down-Syndrom haben wird, sind verunsichert und verstört. Was tun nach dieser Diagnose? Hier kommt eine Botschaft an diese Schwangeren

Dieses Video haben schon mehr als sechs Millionen gesehen: Menschen mit Down Syndrom machen Schwangeren Mut, die diese Diagnose für ihr Baby bekommen haben. "Es wird reisen können", sagt ein Mädchen. "Er wird seinem Vater helfen können, ein Fahrrad zu reparieren", ein Junge. Wie viel Kraft und Lebensfreude die 15 Protagonisten des Videos ausstrahlen, ist wirklich sehenswert.

Das Risiko für ein Kind mit Down Syndrom wird meistens in der 13. Schwangerschaftswoche mithilfe einer "Nackentransparenzmessung" ermittelt. In Deutschland machen Frauenärzte diese Untersuchung nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Schwangeren. Mithilfe der Nackenfalten lässt sich das Risiko erschließen, dass Kinder veränderte Chromosomen haben, die Herzfehler oder eben auch das Down Syndrom wahrscheinlicher machen. Eine endgültige Diagnose ist dieser Test nicht. Natürlich macht es die allermeisten Schwangeren ängstlich und ratlos, wenn der Befund für Trisomie 21 und damit ein Kind mit Down Syndrom spricht. Gewissheit geben dann weitere Untersuchungen, über die sich die werdende Mama unbedingt beim Arzt beraten lassen sollte.

Nach deutschem Recht wäre es erlaubt, ein Kind mit Down Syndrom bis zur 22. Woche abzutreiben, wenn die Ärzte feststellen, dass die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter jetzt oder künftig gefährdet ist. Diese Entscheidung muss aber natürlich jede Mutter selbst treffen. Sie ist und bleibt wahnsinnig belastend. Die Antwort kann natürlich selbst ein so rührendes Video nicht geben. Es hilft sicher in solchen Situationen am besten, sich von Ärzten und Experten beraten zu lassen. Kontaktadressen bekommen betroffene Schwangere zum Beispiel bei Pro Familia oder der Caritas.

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