Häusliche Gewalt gegen Frauen: Genau hinschauen!

haeusliche gewalt h
Nichts ist so, wie es scheint
Foto: http://www.ryot.org

Ein glückliches Paar? Dieses Bild täuscht! Wer genau hinschaut, wird ein schreckliches Geheimnis entdecken.

Auf den ersten Blick ist es ein schönes Hochzeitsbild mit einem glücklichen Paar. Niemand würde etwas anderes vermuten.

Doch die Kehrseite des Bildes aus einer norwegischen Kampagne gegen häusliche Gewalt hat es in sich.Denn hinter dem Rücken der Frau hält der Mann ihren Arm fest umklammert, auf ihrer Haut sind deutlich dunkle Blutergüsse zu sehen. Es ist ein furchtbarer Anblick.Ziel der Aktion ist es, die Aufmerksamkeit für das Thema häusliche Gewalt gegen Frauen zu stärken. Jeder ist dazu aufgerufen, in seinem Umfeld genau hinzusehen und bei Anzeichen von Gewalt die Auffälligkeiten zu melden.

Rund 25 Prozent der Frauen im Alter von 16 bis 85 Jahren haben körperliche oder sexuelle Gewalt - oder auch beides - durch Beziehungspartnerinnen und Beziehungspartner mindestens ein- oder auch mehrmals in ihrem Leben erlebt.

Dies zeigt die 2004 veröffentlichte repräsentative Studie "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland", informiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Frauen sind demnach von häuslicher Gewalt mehr bedroht als durch andere Gewaltdelikte wie Körperverletzung mit Waffen, Wohnungseinbruch oder RaubIn Deutschland besteht seit 2013 zum Beispiel die Möglichkeit, das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" anzurufen.

Unter der kostenlosen Telefonnumer 08000 - 116 016 gibt es Unterstützung und Rat für alle von Gewalt betroffenen Frauen. Qualifizierte Beraterinnen beraten anonym und barrierefrei, geben Informationen und vermitteln bei Bedarf an Anlaufstellen vor Ort.

Dort anrufen könne natürlich auch Nachbarn, Freunde oder Lehrer, die den Verdacht hegen, dass eine weibliche Person in ihrem Umfeld ein Opfer häuslicher Gewalt geworden ist.

Kategorien: