Hape Kerkeling: Das Urlaubs-Drama in der Türkei

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Diesen Albtraum wird er nie vergessen

Ich bin dann mal weg! Eine Woche Türkei, Ferien im Urlaubsparadies Antalya bei Sonne und angenehmen Temperaturen – TV-Star Hape Kerkeling (45) freute sich riesig auf diese Reise. Doch was er dann erlebte, klingt einfach unfassbar: Deutschlands beliebtester Komiker wird von türkischen Polizisten überwältigt, mit Waffen bedroht und verhaftet. Ein Urlaubs-Drama, das Hape Kerkeling sein Leben lang nicht vergessen wird.

Sein liebster Freund Angelo Colagrossi (49) hat diesen unglaublichen Albtraum jetzt in seinem neuen Buch „Herr Blunagalli hat kein Humor“ beschrieben. Und es liest sich wie das Drehbuch zu einem Spielfilm. Begonnen hat alles mit einem harmlosen Auftrag. Hape Kerkeling soll im türkischen Urlaubsort Antalya in einem 5-Sterne-Hotel eine Veranstaltung moderieren. Zwei Tage arbeiten, anschließend fünf Tage Urlaub – so der Plan. Hape Kerkeling sagt zu, fliegt mit seinem Freund, dem Buch-Autor Angelo Colagrossi, und einem Bekannten in die Türkei.

Bereits kurz nach der Landung passiert das Unglaubliche: Fünf bewaffnete Polizisten stürmen auf die drei zu, umstellen sie, bedrohen sie mit Maschinenpistolen. Wilde Gesten, lautes Geschrei in einer fremden Sprache. Ein Schock! Die Polizisten drängen Hape und seine Begleiter dicht zusammen. Angelo Colagrossi schreibt in seinem Buch: „Wir hatten keine Ahnung, was mit uns geschah; unsere Pässe wurden konfisziert, und innerhalb von Sekunden landeten wir auf der Flughafenwache …“ Dort der nächste Schreck: Der Polizeichef behauptet, gegen die drei sei ein Haftbefehl erlassen worden, wegen Heroinschmuggels! Was Hape Kerkeling in diesem Moment durch den Kopf geht – man kann nur spekulieren. Auch er weiß, dass in fernen Ländern andere Gesetze herrschen. Selbst kleine Vergehen werden oft hart geahndet. Bei Drogenbesitz droht in manchem Land Haft, ja sogar die Todesstrafe. „Wir waren völlig geschockt und verängstigt … Unsere vorsichtigen Versuche, uns zu rechtfertigen und das Missverständnis aufzuklären, waren erfolglos“, beschreibt Hapes Freund Angelo Colagrossi die Situation.

Ratlosigkeit mischt sich mit Wut und Panik. Nach Stunden der Ungewissheit – endlich! – taucht ein Angestellter des deutschen Konsulats auf. Die gute Nachricht: Die drei müssen nicht ins Gefängnis. Dafür stehen sie in ihrem Hotel unter Arrest. Trotzdem, Hape Kerkeling und seine Begleiter können erst mal durchatmen. Sie werden ins Hotel gefahren. Vor dem Eingang stehen deutsche Techniker, die vorausgereist waren, um Hapes Auftritt im Hotel vorzubereiten.

Und nun geschieht etwas, das dem sonst so schlagfertigen TV-Komiker die Sprache verschlägt. Die Techniker grinsen und erzählen Hape Kerkeling, dass die Verhaftung ein Jux gewesen sei, den sie eingefädelt hatten. Ein Scherz, als kleine „Überraschung“. Er kenne sich mit so etwas doch aus …

Der TV-Star ist fassungslos. Nein, so etwas ist kein Scherz. Als er auch noch erfährt, dass der Polizeichef eingeweiht war, nicht aber die Polizisten mit den Maschinenpistolen, ist er stinksauer. Man mag gar nicht daran denken, was hätte passieren können, wenn sich die drei „Verdächtigen“ nicht so ruhig verhalten hätten. Hape Kerkeling ist bestimmt jemand, der Spaß versteht. Natürlich legt er in seinen Shows auch Menschen rein, aber er würde nie jemanden in Panik versetzen oder in Lebensgefahr bringen, nie! Witzigkeit hat eben doch ihre Grenzen. Und über diesen Türkei-Albtraum wird Hape Kerkeling sicher niemals lachen können.

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