Hasst dieser Mann die Mutter seines Kindes?

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Wieso Hass und Liebe gar nicht so weit auseinander liegen...
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Eine Liebeserklärung

Ein Kind verändert jede Beziehung – ob zum positiven oder negativen. Doch dieser Mann spricht öffentlich davon, die Mutter seines Babys sogar zu hassen…

Der Wunsch eines Paars, ein Kind zu bekommen, beruht in den meisten Fällen auf Liebe. Zwei Menschen beschließen ein gemeinsames Leben zu beginnen und eine Familie zu gründen. Gibt es ein schöneres Ergebnis der Liebe, als ein gemeinsames Baby? Doch es kann auch anders laufen: Nicht immer ist die Beziehung so rosarot, wie man sie sich vorstellt.

Schneller als gedacht verwandelt sich Liebe sogar in Hass. Hass ist ein starkes Wort. Trotzdem nutzt es dieser Mann, als er im Internet über die Beziehung zu der Mutter seines neugeborenen Babys schreibt. Auf Facebook sorgte sein ehrlicher Post nun für Aufruhr.

Owen Benjamin ist der Name des Mannes, der öffentlich darüber spricht, seine Frau zu hassen – während er ihr gemeinsames Baby auf der Brust liegen hat. Das Geständnis des Comedians klingt zunächst unglaublich. Doch wirft man einen genaueren Blick auf die harte Aussage des frisch gebackenen Vaters, er kennt man eine beeindruckende Liebeserklärung dahinter. Denn soweit scheinen Liebe und Hass tatsächlich nicht auseinander zu liegen:

„Ich denke über jeden Streit, jeden Zweifel, jeden Moment in dem Amy und ich uns in den letzten vier Jahren fast verloren hätten nach und danke Gott, dass wir durchgehalten haben. Es gab Zeiten, in denen wir uns gehasst haben, Zeiten in denen unsere Daumen in Hochgeschwindigkeit böse Dinge zueinander schrieben, Zeiten in denen wir fühlten, dass wir falsch füreinander wären und uns mit Socken beworfen haben. Ich danke Gott, dass wir durchgehalten haben.

Ich habe nie jemandem so geliebt, wie ich Amy liebe. Doch dieses Wort entwickelt sich zum Spielplatz für sofortige Bestätigung. Ein Hand voll Freunde sind heute ein Meer von Bekannten. Dating ist eine Jagd nach Perfektion geworden, bei der Leute sich durch Gesichter wischen. Je höher wir fliegen, desto mehr schmilzt der Kleber unserer Flügel. In dieser algorithmischen Welt vergessen wir, dass kein Mensch perfekt zusammen passt. Dass wir kein Snap sind, der in 10 Sekunden verschwindet. Wir sind Blut und Wasser und Lust und wir sind fehlerhaft.

Lieben heißt kämpfen. Kämpfen heißt wachsen. Und wenn wir etwas gefunden haben, für das wir leben wollen, sollten wir niemals gehen. Bleib. Denn in dem Moment, in dem meine und Amys Liebe, Freundschaft und Geduld eine lebende, atmende, uns brauchende Person geworden ist, wird alles andere egal. In diesem Moment danke ich Gott, wer immer Gott sein mag, dass ich nicht in die kalte Nacht der Liebe gerannt, sondern bei dem Menschen geblieben bin, den ich liebe. Fehlerhaft wie ich. Nichts auf der Welt kann das Gefühl ersetzen, in die Augen eines Kindes zu schauen, dass durch die Liebe zweier Menschen entstanden ist. Ich würde alles für ihn tun. Ich würde in den Krieg ziehen, um ihn zu beschützen. Ich würde für ihn sterben. Und ich habe nie so gut geschlafen.“

Die weisen Worte des Vaters erzeugen Gänsehaut, während man sie liest. Kein Mensch ist perfekt. Die Kunst der Liebe ist es, auch die Fehler eines Menschen zu lieben und zu akzeptieren, dass eine Beziehung auch mal schwierig wird. Nur wer die schlechten Zeiten durchsteht – sich manchmal vielleicht sogar hasst - kann erleben, was wahre Liebe bedeutet.

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(ww4)

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