Hautkrankheit Hautmaulwurf: Diese Hautkrankheit kannst du dir im Urlaub holen

Der Hautmaulwurf ist eine Hautkrankheit, bei der sich Larven unter die Haut setzen
Der Hautmaulwurf ist eine Hautkrankheit, bei der sich Larven unter die Haut setzen
Foto: Istock
Inhalt
  1. Was ist der Hautmaulwurf?
  2. Wie bekommt man einen Hautmaulwurf?
  3. Wie bemerkt man eine Infektion mit Hakenwürmern?
  4. Was kann ich tun, wenn ich eine Infektion mit Hakenwürmern habe?
  5. Wie kann man im Urlaub vorbeugen gegen eine Infektion mit Hakenwürmern?

Manchmal hört man ja diese Geschichten, dass jemand aus dem Urlaub kommt und sich ein Parasit im Ohr eingenistet hat oder eine Larve unter der Haut lebt. Wer sich dabei regelmäßig denkt: "Was für ein Quatsch ... Parasiten unter der Haut ... Das gibt's doch gar nicht", der sollte den Hautmaulwurf kennenlernen. Viele Menschen bringen sich diesen Parasit aus dem Urlaub mit. In Deutschland ist er zum Glück nicht verbreitet.

Was ist der Hautmaulwurf?

Es sieht auch wie kleine Maulwurfsgänge unter der Haut. Daher auch der Name Hautmaulwurf. Hakenwürmer fressen sich direkt unter der Haut durch das Gewebe. Dadurch entstehen rote Gänge, die deutlich sichtbar sind. Übertragen werden die Hakenwürmer meist im Urlaub. In warmen Klimazonen wie Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und der Karibik sind Hakenwürmer nicht selten. Auch im Mittelmeerraum kommt der Hautmaulwurf vor. Übertragen werden sie durch Barfußlaufen auf kontaminiertem Hunde oder Katzenkot. Das kann am Strand passieren, ohne, dass der Betroffene es merkt. Besonders hohes Risiko besteht auf Plantagen, wo mit Kot gedüngt wird.

 

So sieht es aus, wenn sich ein Hautmaulwurf unter die Haut gefressen hat
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Foto: frei/Wikipedia

Wie bekommt man einen Hautmaulwurf?

Hakenwürmer reagieren auf Körperwärme. Sie finden ihren Wirt, weil sie nach dessen Körperwärme suchen. Wer auf verseuchten Böden geht oder sitzt, läuft Gefahr, dass die Hakenwürmer über die Haut eindringen. Hakenwürmer lassen sich auch durch Grashalme auf ihrem Wirt nieder. Jeglicher Kontakt mit larvenhaltigem Kot ist sehr gefährlich. Sobald die Larven in den Körper eingedrungen sind, durchwandern sie verschiedene Organe, um dann in den Dünndarm zu gelangen. Leider merkt man das Eindringen der Hakenwürmern nicht.

Wie bemerkt man eine Infektion mit Hakenwürmern?

An der Stelle, wo sich die Würmer durch die Haut gefressen haben, entsteht eine Rötung. Diese muss nicht unmittelbar auftreten. Sie können nach Stunden aber auch erst nach Wochen auftreten. An der Eintrittstelle entstehen rote Wanderungsgänge. Diese jucken und entzünden sich. Meist dringt der Wurm über den Fuß ein. Er kann - zum Beispiel im Liegen - auch den Rücken als Eintrittstelle nutzen. Nach ein paar Tagen können Fieber, Atemnot und Husten dazukommen. In dieser Zeit ziehen die Würmer durch den Körper, um zum Dünndarm zu gelangen. Nach zwei bis drei Wochen haben sie ihn erreicht. Durchfall und Übelkeit sind die Folge. Blutiger Stuhl kann hinzukommen.

Was kann ich tun, wenn ich eine Infektion mit Hakenwürmern habe?

Gewöhnlich heilt die Infektion auch unbehandelt nach circa 8 Wochen aus. Der Mensch ist ein Fehlwirt. Das heißt die Larve kann sich im Mensch nicht weiterentwickeln und stirbt ab. Sobald alle Larven tot sind, endet die Infektion. Es kann allerdings auch Komplikationen geben, sodass die Krankheit bis zu zwei Jahre bis zur vollständigen Heilung braucht. Nachdem ein Arzt die Infektion festgestellt hat - meist wird der Befall schon optisch sichtbar - können verschiedene Tabletten udn Salben eingesetzt werden. Wenn der Juckreiz sehr stark ist, können Cremes helfen.

Wie kann man im Urlaub vorbeugen gegen eine Infektion mit Hakenwürmern?

Das beste Mittel nicht mit Hakenwürmern in Kontakt zu kommen, ist nicht barfuß auf verseuchtem Gebiet zu laufen. Bei Plantagenbesuchen solltest du immer feste Schuhe anziehen. Und auch am Strand solltest du darauf achten, ob sich besonders viele Hunde und Katzen im Sand und in der Umgebung aufhalten. Auch hier solltest du eher vorsichtig sein. Was ebenfalls hiflt, ist sich nicht auf den Sand, sondern auf eine Liege zu legen.

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