Hayden Christensen

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Foto: GettyImages

Gesichter des Monats

Seit "Star Wars" ein gefragter Schauspieler, Mädchenschwarm. Neuerdings auch: Fashion-Hero. Und so läuft es, wenn man mal eben mit einem Hollywood-Star telefonieren will...

Wählen einer sehr langen Telefonnummer. Eingeben eines achtstelligen Codes. Aufsprechen des Namens auf ein Band.

Computerstimme: „Bitte warten Sie, bis Ihr Gesprächspartner sich einwählt . Bitte warten …“ Minutenlang die gleiche Ansage.

Männliche Stimme mit französischem Akzent: „Elenor, bist du dran?”

Computerstimme: „Weitere Person betritt Konferenz.”

Weibliche Stimme mit US-Akzent: „Hi.”

Männliche Stimme: „Hallo, Shane.”

Shane: „Kann es losgehen?”

Männliche Stimme: „Ja, Meike ist dran.”

Shane: „Okay, halt dich bereit!”

Minutenlang Stille.

Hayden: Hallo.

Hallo Hayden. Hier ist Meike von Maxi. Wie geht’s? Hey, gut , danke.

Trotz der vielen Interviews heute? Mmh?

Na ja, Sie geben doch nicht gerne Interviews. Andere Aspekte meines Jobs mag ich deutlich lieber, stimmt . Gäbe es einen Job „Schauspieler ohne PR-Verpflichtungen”, Mann, ich wäre der Erste, der sich dafür bewerben würde.

Was ist denn so schlimm daran? Über mich zu reden finde ich so schwer. Selbstanalytisch sein, mich jemand anderem erklären. Ich begebe mich damit in die Hände eines Journalisten, der mich interpretiert. Das behagt mir nicht .

Sie halten Ihr Privatleben auch sehr privat. Stimmt . Das ist mir heilig.

Also werden Sie jetzt nicht verraten, dass Sie bald Ihre Freundin Rachel Bilson heiraten? (lacht) Sorry, da kann ich leider keine Ausnahme machen. Ist aber nett , dass Sie fragen.

Gern. Und warum mögen Sie Ihr Image als Sexsymbol nicht? Ich rede nur nicht gern darüber, wie ich aussehe. Und ob andere mich schön finden. Das ist mir peinlich.

Aber ohne Ihr gutes Aussehen hätten Sie nicht den Job als Gesicht des neuen Lacoste-Duftes „Challenge“ bekommen. Wahrscheinlich haben Sie Recht . Ich hoffe aber, dass die von Lacoste mehr in mir sehen als nur meinen Körper. Dass ich aktiv bin und Herausforderungen liebe.

Was war denn bisher die größte Herausforderung für Sie? Im Auge der Öffentlichkeit ein Gefühl dafür zu behalten, wer ich bin. Menschen schreiben über mich und erklären mir, wie ich so ticke. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich das eigentlich selbst besser weiß.

Und PR-Fotos zeigen ja auch nicht gerade die ungeschminkte Realität. So ist es. Das ist sowieso so eine merkwürdige Erfahrung, sich selbst in Zeitungen, auf Postern zu sehen. Aber „Star Wars“ hat mich da vorbereitet. Sie haben mein Gesicht überall draufgemacht. Auf Chips-Tüten, Cornflakes-Packungen. Zahnpasta. Eine Zeit lang habe ich mich nicht mehr getraut, einkaufen zu gehen.

Da kann man schon mal abheben, oder? Das haut einen um, ehrlich. Auch die vielen Komplimente, die man täglich bekommt . Ich muss mich immer wieder auf den Boden zurückholen, indem ich ganz normale Dinge tue. Bei meinen Eltern auf der Farm helfen zum Beispiel und …

Frauenstimme: Sorry, Meike, letzte Frage.

Oh, okay. Sagen Sie mal, Hayden, was machen Sie an Ihrem Geburtstag am Sonntag? Ich fliege auf die Bahamas mit Rachel, meiner Mutter, Schwester, Nichte und Oma. Wir werden einfach ein bisschen in der Sonne rumhängen.

Klingt gut. Viel Spaß dabei. Und danke! Kein Problem. Bye!

Tuuuuuuuuut .

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