7-Tage-Kur für zu HauseHeilfasten - die 12 wichtigsten Fragen

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Prost Wasser: Beim Fasten trinkt man mindestens 2,5 l Flüssigkeit pro Tag. Sehr gut ist Mineralwasser mit über 100 mg Magnesium pro Liter
Foto: Per Winbladh/Corbis

Den Körper von Giften befreien, ein paar Pfund abnehmen - Heilfasten macht gesund und glücklich.

Ach ja, der Winter ... Man bewegt sich weniger und isst gehaltvoller. Vor allem das mit dem Essen steckt in unseren Genen: Unsere Urahnen haben mit vielen Kalorien den Winter überlebt. Instinktiv essen wir in der kalten Jahreszeit auch heute noch schwerer als sonst.

Was unser Organismus aber nicht verarbeiten kann, lagert sich im Körperfett, Adern, Muskeln und Organen ab. Heilfasten reinigt und gibt Körper, Seele und Geist neue Energie. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Überlegen Sie sich in Ruhe: Wäre das nicht auch mal etwas für Sie?

 

Hier die wichtigsten Infos für eine befreiende Sieben-Tage-Heilfasten-Kur:

Was ist Heilfasten?

Man verzichtet für einige Tage auf feste Nahrung. Statt zu essen nimmt man viel Flüssigkeit auf. Wenn man das nach medizinischen Regeln macht, bleibt idealerweise der Hunger aus. In dieser Zeit kann sich der Körper reinigen und erholen.

Was zeigt mir, dass ich fasten sollte?

Oft funktioniert im oder auch nach dem Winter die Verdauung nicht mehr so richtig. Anzeichen sind vor allem Völlegefühl im Oberbauch und/oder Blähungen. Auch ein fahler Teint oder Hautunreinheit, Nervosität oder Schlafstörungen zeigen an: Der Körper sollte gründlich entschlackt werden.

Wie wirkt das Heilfasten?

Für die Verdauung verbraucht der Körper enorm viel Energie. Beim Heilfasten kann er sie in die Entgiftung investieren. Und weil man viel trinkt, werden extra viele Abfallstoffe gelöst und ausgeschwemmt. Toll: In der Regel bilden die Nebennieren schon nach zwei Tagen weniger von demStresshormon Cortisol. Dafür entsteht im Gehirn mehr vom Glückshormon Serotonin.

Was passiert beim Fasten im Körper?

Er verliert Fett, Kohlenhydrate und Eiweiße. Weil er keine Energie mehr aus fester Nahrung bekommt, holt er sie aus den eigenen Depots. Zuerst die Kohlenhydrate: Sie sind schon nach 24 Stunden aufgebraucht. Dann holt sich der Körper 80 Prozent der benötigten Energie aus den Fettdepots. Und Eiweiße werden wiederum in Kohlenhydrate, vor allem Zucker, umgewandelt. Sie ernähren das Gehirn, die Muskeln und alle Organe. Super: Heilfasten vitalisiert außerdem das Immunsystem.

Wer darf fasten, wer sollte es besser nicht tun?

Jeder gesunde Mensch kann ohne Bedenken sieben Tage fasten. Vorsicht allerdings bei Krankheiten: Menschen mit einem Infekt (z. B. Erkältung, Bronchitis), einer Entzündung (z. B. Ohren-Entzündung), Gicht, Nierenschwäche, Herz-Kreislauf-Problemen (z. B. zu niedriger Blutdruck), mit einer Depression oder unter schwerem Stress müssen vorher ihren Arzt fragen. Außerdem wird mehrtägiges Fasten nicht empfohlen für Ältere ab 70, Operierte, Schwangere und Stillende.

Brauche ich extra Vitalstoffe?

Ausreichend Vitamine und Mineralien bekommt der Körper aus frischen, ungesalzenen Gemüsesäften und -brühe, ungesüßten Tees, Fruchtsaftschorlen und Mineralwasser. Das entsäuert den Körper auch. Man nimmt keine Nahrungsergänzungsmittel (z. B. Vitaminkapseln). Gut ist aber jeden Tag der Saft einer unbehandelten Zitrone.

Kann der Kreislauf schwächeln?

Das ist möglich, vor allem in den ersten zwei bis drei Tagen. Deshalb sollte man wirklich viel trinken, am besten mindestens 2,5 l täglich. Auch viel leichte Bewegung wie Spazierengehen hält den Blutdruck normal.

Was tue ich gegen Hunger?

In den ersten drei Tagen kann das passieren, ist aber eher selten. Dann sollte man durchhalten. Meist halten mögliche Hungergefühle nicht lange an. SOS-Trick: Bei Appetit ein großes Glas lauwarmes Wasser zügig trinken.

Muss ich abbrechen, wenn ich doch gegessen habe?

Leider ja. Experten sagen: Wenn man etwas Festes gegessen hat, sind die restlichen Fastentage sinnlos. Aber am Ende der Kur sollte man einen Fasten-brech-Tag einlegen (siehe Kasten rechts), das schont Magen und Darm.

Darf ich Sport machen?

Ja, aber vorsichtig. Leichter Sport an der frischen Luft baut Stress ab und unterstützt die Entgiftung über Nieren, Leber, Darm und über die Atemluft. Gut sind Spaziergänge oder Radfahren. Das fördert die Fettverbrennung. Mit etwas Glück nimmt man dann pro Fastentag rund 300 Gramm ab

Was muss ich vermeiden?

Anregende und giftige Stoffe wie Zigaretten, Alkohol, Kaffee, Schwarztee. Beim Bewegen sollte man nicht aus der Puste kommen.

Wie geht es danach weiter?

Heilfasten ist der ideale Start in eine dauerhaft gesündere Ernährung. Es fällt leichter, aufschwemmendes Salz, Zucker, Süßstoffe und möglichst viel tierisches Fett zu vermeiden. Am besten kocht man schonend: wenig braten und frittieren, dafür mehr Gemüse dämpfen oder dünsten - so lagern sich wenig neue Schlacken im Körper ab.

 

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