Heiner Lauterbach: "Jetzt ist meine Frau die Chefin"

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Früher galt er als Macho, heute ist er ganz sanft

Seine blauen Augen blitzen vergnügt. Und sein Lächeln ist immer noch spitzbübisch. Jungenhaft. Doch auch Heiner Lauterbach (58) ist älter geworden. Hier und da findet sich eine Falte. Stumme Zeugen seines turbulenten Lebens. Schließlich war der Schauspieler lange ein harter Kerl. Ein Macho wie aus dem Bilderbuch. Alkohol, wechselnde Freundinnen, nächtelange Kneipentouren – da kommt was zusammen. Doch heute ist alles ganz anders. Denn aus dem Macho ist ein sanfter Ehemann und liebevoller Vater geworden, wie Heiner Lauterbach im Interview gesteht. Seine Frau Viktoria (39) hat ihn gezähmt.

Durch Ihre Ehefrau Viktoria hat sich Ihr ganzes Leben verändert. Was ist so besonders an ihr?Heiner Lauterbach: Viktoria ist eine ehrliche Haut und ein sehr natürlicher Mensch. Mit einem ganz großen Herzen. Sie ist eine tolle Ehefrau, eine super Mutter – und eine prima Köchin! Ich habe großes Glück mit ihr gehabt.Meinen Sie, das war Schicksal?Heiner Lauterbach: Eher Zufall. Die Liebe passiert zufällig. Es gibt vermutlich für jeden Menschen den richtigen Partner, aber der muss erst mal gefunden werden. Ich hatte Glück.Hand aufs Herz: Wer hat bei Ihnen zu Hause das Sagen?Heiner Lauterbach: Hause das Sagen? Meine Frau. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Sie wird zum Beispiel von unseren Handwerkern nur „Chefin“ genannt – weil sie die ganzen Alltagsdinge bewerkstelligt.Lassen Sie sich wirklich gerne von ihr leiten?Heiner Lauterbach: Ja, sehr gerne. Ich genieße es, wenn Viktoria einfach entscheidet.Darf Ihre Frau alles bestimmen?Heiner Lauterbach: Nein. Wenn es um die Sicherheit der Familie geht, dann ist das meine Sache. Oder um einen Bootskauf…

Sie sind jetzt schon über zehn Jahre verheiratet. Vermisst man da nicht das Kribbeln im Bauch?Heiner Lauterbach: Nein. Denn es macht Platz für neue Dinge. Für Vertrauen und Verständnis zum Beispiel.Gibt es noch etwas, was Sie gerne erleben würden?Heiner Lauterbach: Ich möchte gerne den Zustand erhalten, den ich jetzt habe. Also die Harmonie und die Gesundheit der Familie. Das wäre schön. Aber das geht ja leider nicht. Nichts im Leben ist für immer.Haben Sie Angst vor der Zukunft?Heiner Lauterbach: Höchstens, wenn ich an meine Kinder denke. Obwohl ich versuche, das abzuschütteln. Mein Vater (ein Kölner Sanitär-Unternehmer, Anmerk. d. Red.) hat immer gesagt: „Man muss immer positiv denken. Sonst hat man dauernd einen Grund zum Zweifeln.“ Man muss im Leben immer nach vorne schauen. Wer zu viel Angst hat, der wird daran verzweifeln.

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