Helden des Alltags 2013 - So hilft Fernfahrer Gerd Krebskranken

helden des alltags fernfahrer q
Mit Herzblut Ehrenamtler: Lkw-Fahrer Gerd Holzhauer.
Foto: privat

Die große Aktion von "auf einen Blick" - Teil 5

"Auf einen Blick" sucht die wahren Helden Deutschlands! In unserer großen Aktion wollen wir zeigen, dass es noch echte Vorbilder gibt, Menschen, die unsere Anerkennung verdienen. Jede Woche stellen wir Ihnen einen neuen Helden vor. Und Sie können entscheiden, wer am Ende unsere wahren "Helden des Alltags" sind.

Mit seinem Einsatz hat er schon vielen das Leben gerettet.

Die Zahl ist erschreckend: Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Für viele der Patienten ist eine Stammzelltransplantation die einzige Chance, zu überleben. Doch nur etwa jeder Dritte findet einen geeigneten Spender innerhalb der Familie. Die anderen sind auf die Hilfe von ihnen völlig fremden Menschen angewiesen. Von Menschen wie Gerd Holzhauer (61).

Kaum einer in Deutschland hilft Blutkrebs-Kranken so unermüdlich wie der Berufskraftfahrer aus Ritterhude bei Bremen. Schon 1992 hat er es sich zur Lebensaufgabe gemacht, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, sich als Spender registrieren zu lassen. Hintergrund: Als er in jenem Jahr seine Mutter im Krankenhaus besuchte, bekam er mit, welche schrecklichen Folgen Leukämie hat. „In der Klinik waren auch viele Kinder“, so Holzhauer zu auf einen Blick. „Durch die Chemotherapien waren sie total geschwächt, lagen traurig in ihren Betten, die Haare waren ihnen ausgefallen Das hat mich so mitgenommen, dass ich gesagt habe: Da muss ich helfen!“

6.369 Menschen haben sich seither auf sein Bitten in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufnehmen lassen, darunter auch der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister. Jedes Jahr führt Holzhauer zig Typisierungs-Aktionen durch, etwa auf Sportturnieren oder Straßenfesten. Auch Spendengelder sammelt er fleißig, bislang schon über 150.000 Euro!

2005 bekam er für seine ehrenamtliche Arbeit sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen. „Wir sind Herrn Holzhauer unglaublich dankbar für sein Engagement“, sagt Claudia Rutt, Geschäftsführerin der DKMS.

Doch der schönste Dank für den Helfer ist es, wenn einer „seiner“ Spender tatsächlich durch eine Knochenmarkspende Leben retten kann. 15 Mal hat es laut Holzhauer schon geklappt. „Eine schönere Belohnung für meine Arbeit gibt es nicht.“