Helden des Alltags 2015 Nr. 1: Er rettete den kleinen Lucas vorm Ertrinken

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Lucas (l.) mit Adrian bei der Überreichung der Lebensrettermedaille
Foto: Toni Söll

Die große Aktion von auf einen Blick: Helden des Alltags

So jung und schon ein Held: Adrian (14) schaute nicht weg, sondern stürzte sich mutig in den See im Stadtpark Chemnitz - und rettete damit Lucas vor dem Ertrinken! Er ist einer der Nominierten unserer "Helden des Alltags 2015".

Wenn jede Sekunde zählt...

Nur weil Adrian Güttner (14) so schnell und mutig handelte, ist Lucas Kund (7) noch am Leben. Der Achtklässler rettete den Jungen aus dem See des Stadtparks Chemnitz.

Am 11. August 2014 machte Adrian mit seinem Vater (der seit sechs Jahren von seiner Frau ge-trennt lebt) und zwei seiner fünf Geschwister eine Fahrradtour. "Wir haben Rast am Teich im Stadtpark gemacht. Da waren drei kleine Kinder, die allein am Wasser spielten", erzählt Adrian Güttner auf einen Blick. "Plötzlich ist einer von ihnen reingerutscht und abgetrieben."

Ohne zu zögern, rannte Adrian los und sprang hinterher. Der kleine Junge strampelte voller Panik, denn das Wasser ist tief. Selbst Adrian konnte nach zwei Schritten schon nicht mehr stehen.

Er schwamm zu Lucas und machte instinktiv alles richtig, obwohl er noch kein Schwimmabzeichen hat. Adrian: "Ich habe ihn unter den Armen gepackt und bin auf dem Rücken mit ihm ans Ufer geschwommen."

Lucas stand unter Schock, deshalb begleitete Adrian ihn noch nach Hause, von dort war er nämlich ausgebüxt. Seine Mutter war schon in Sorge. Sie brachte ihr Kind sofort ins nahe Krankenhaus, doch zum Glück fehlte ihm nichts.

Dank Adrian! Weil er geholfen hat, nicht weggeschaut hat. Angst hatte er nicht, wie er erzählt, auch würde er immer wieder so handeln.

Für seinen mutigen Einsatz bekam er sogar die Lebensrettermedaille Sachsens verliehen.

Bei der Übergabe im Rathaus treffen sich die beiden Jungs erstmals wieder. "Lucas hat mir ein Bild gemalt", erzählt Adrian, "von seiner Mutti habe ich zwei Gutscheine für Elektronikmärkte als Dankeschön bekommen."

Adrians Mutter Mandy (36) ist gerührt: "Ich bin sehr stolz! Da weiß man, dass man alles richtig gemacht hat."

Und weil helfen Adrian so sehr Spaß gemacht hat, wird er das kommende Schülerpraktikum bei der Polizei absolvieren.

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