Helden des Alltags 2015 - Nr. 18: Ein Held im Rollstuhl

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Foto: privat

Die große Aktion von auf einen Blick: Helden des Alltags

Ein Bericht, der Mut macht: Wie Felix tapfer sein schweres Schicksal meistert. Er ist einer unserer Nominierten unserer "Helden des Alltags 2015".

Ein Schritt und sein altes Leben war vorbei: Auf dem Rückweg von einer Klettertour in Tirol stürzte Felix Brunner (25) aus Hopferau im Allgäu vor sechs Jahren in eine 30 Meter tiefe Schlucht.

Ein Hubschrauber der Bergwacht brachte ihn mehr tot als lebendig in die Unfallklinik Murnau (Bayern): schwere Trümmerbrüche, innere Blutungen, die linke Körperhälfte zerschmettert.

Es folgten 13 Monate Intensivstation, 60 Operationen, 800 Bluttransfusionen – eine Leidens-Odyssee, die so manchen in die Knie gezwungen hätte. Erst recht die Aussicht danach: Er würde nicht mehr in seinem Traumberuf als Krankenpfleger arbeiten können. Auch Wandern, Eisklettern, Skifahren, Mountainbiken – vorbei!

Doch Felix dachte nicht so: „Mein Motto ist: Gib niemals auf! Deshalb habe ich nie mit meinem Schicksal gehadert, sondern es akzeptiert und auf das geschaut, was noch geht.“ Er setzte sich noch im Krankenhaus kleine Ziele, die ihn motivierten: ein Treffen mit Freunden, Urlaub mit der Familie.

Aus den Mini-Schritten ins Leben wurden große Träume für die Zukunft: mit dem Handbike die Alpen überqueren, als erster Behinderter – 2013 war es geschafft! Auch Skifahren eroberte er sich zurück:

Er will anderen helfen, Ziele zu verwirklichen

Im Winter fährt er auf dem Monoski, einem breiten Brett mit Sitz, Slalom.

Und was den Traumberuf angeht: Er hat einen neuen gefunden – als Motivationsredner! Sein Lieblingsthema vor Schülern, Auszubildenden und Managern: wie man es schafft, seine Ziele zu verwirklichen.

Felix Brunner: „Ich möchte mit meiner Geschichte jeden dazu bringen, an sich und seine Fähigkeiten zu glauben und sich nicht ausbremsen zu lassen – Behinderte wie Nichtbehinder-te.“

Ein besseres Vorbild als ihn könnte es nicht geben. „Ich habe selbst erlebt, wovon ich spreche: Mentale Kraft überwindet Täler, führt zum Gipfel und leitet über den Horizont hinaus.“

Oder anders: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Text: Jutta Vey

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