Helden des Alltags 2015 Nr. 4: Ein Haus für Stella vom „König der Herzen“

helde des alltags5 behindertengerechtes zuhause
Die Familie im neuen Zuhause: endlich Platz für den Therapiestuhl von Stella
Foto: Karsten Kehr

Die große Aktion von auf einen Blick: Helden des Alltags

Die kleine Stella (4) ist ein Pflegefall – jetzt bekamen ihre Eltern ein behindertengerechtes Zuhause geschenkt. Sie ist eine der Nominierten unserer "Helden des Alltags 2015".

Manchmal muss man Glück haben und einem „König der Herzen“ begegnen. So nennen Coralie Linke (29) und Dominik Adler (32) den Mann, Unternehmer Gerd Micheel (58), der ihnen ein Haus für 250 000 Euro bauen ließ.

Da Stella behindert ist, braucht sie viel Hilfe

Anderthalb Jahre suchten die Eltern von Stella (4) und Erik (1) in Merseburg nach einer großen behindertengerechten Wohnung – ohne Erfolg. Dabei brauchten sie diese dringend: Ihre Tochter Stella leidet an dem seltenen Angelman-Syndrom.

„Sie braucht Pflege rund um die Uhr, leidet an epileptischen Anfällen, kann nicht stehen, nicht sprechen“, erzählt Mutter Coralie auf einen Blick. „Die alte Wohnung war viel zu eng. In der Küche konnten wir nicht einmal ihren Therapiestuhl stellen.“ Außerdem musste Stella über eine Außentreppe in den ersten Stock getragen werden.

Gerd Micheel, Besitzer eines Küchenstudios in Halle und Sponsor des Halleschen FC, erfährt von den Sorgen der Familie. „Nach dem ersten Treffen ging mir nicht mehr aus dem Kopf, wie liebevoll die beiden mit ihrer schwerbehinderten Tochter umgehen“, sagt Gerd Micheel. Spontan hat er die Idee: Warum bauen wir nicht ein behindertengerechtes Haus, wenn sie keine Wohnung finden?

Gesagt, getan. Bei 70 Firmen klopfte er an die Tür und erzählte die Geschichte von Stella und ihrer Familie. Unvorstellbar, alle machen mit und unterstützen das Projekt. Nie wird Coralie Linke den Tag vergessen, als Gerd Micheel ihnen sagt, dass sie ein Haus geschenkt bekommen. Sie erinnert sich unter Tränen: „Was sollten wir sagen? Mit Danke allein war es nicht getan. Wir konnten es gar nicht fassen – bis heute nicht!“

Ein Extrazimmer für die Krankenschwester

Am 12. Juni letzten Jahres war Spatenstich, jetzt im März konnte die Familie einziehen, auf geräumige ebenerdige 124 Quadratmeter. Coralie Linke: „Wir fühlen uns sehr wohl. Stella besitzt jetzt ein wunderschönes eigenes Zimmer, bunt bemalt. Und wir haben sogar ein Gästezimmer für eine Krankenschwester, wenn sie nötig wird.“

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