Helden des Alltags 2015 Nr. 6: Der mutige Retter der Flüchtlinge

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Harald Höppner (41) an Bord seines Fischkutters
Foto: dpa Picture-Alliance

Die große Aktion von auf einen Blick: Helden des Alltags

Wie Harald Höppner (41) erste Hilfe im Mittelmeer leisten will. Er ist einer der Nominierten unserer "Helden des Alltags 2015".

Es war ein Auftritt, wie man ihn nur selten im TV erlebt! Nach seinem Aufruf zu einer Schweigeminute in der Talkshow von Günther Jauch, um den Opfern der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer zu gedenken, ist Harald Höppner (41) für viele ein Held.

Zuschauer gratulierten ihm zu seinem Mut. Viele sagen: Mit seiner Aktion hat der Brandenburger Geschäftsmann den Flüchtlingen mehr Würde erwiesen und Zivilcourage gezeigt als die meisten Politiker bisher.

Er fordert ein Seenotrettungsprogramm

Seither steht Harald Höppners Handy nicht mehr still. TV-Sender, Zeitungen, Radiostationen wollen über ihn berichten. Und jetzt bekommt er auch viel Unterstützung für sein Hilfsprojekt „Sea-Watch“, bisher sind mehr als 100 000 Euro an Spenden zusammengekommen.

Mit einem alten Fischkutter, den er mit seinen Helfern hochseetauglich machte, will er Flüchtlinge aus Seenot retten. „Wir wollen nicht länger tatenlos zusehen, wie Menschen im Mittelmeer sterben, weil es für sie keinen legalen Weg nach Europa gibt“, sagt der dreifache Familienvater (drei Söhne).

Jetzt ist die „Sea-Watch“ (Baujahr 1917, 21 Meter lang) unterwegs nach Malta. Ab Mitte Mai wollen Höppner und 30 Helfer vor der Küste von Libyen kreuzen. Mindestens drei Monate soll das Projekt laufen, solange das Geld reicht – die Kostenbetragen rund 20 000 Euro im Monat.

„Die ‚Sea-Watch‘ wird mit Rettungsinseln und Schwimmwesten ausgestattet sein, um erste Hilfe für 300 bis 400 Flüchtlinge leisten zu können“, sagt Harald Höppner. Auch Wasser und Lebensmittel hat er an Bord, um im Notfall den dehydrierten Menschen zu helfen. Harald Höppners Forderung an die Politiker: „Ein Seenotrettungsprogramm für das Mittelmeer.“ Bis das steht, will er alles tun, damit nicht weitere Flüchtlinge im Mittelmeer sterben.

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