Herzinfarkt vorbeugen: Rote Beeren senken das Risiko

herzinfarkt vorbeugen b
Wusste Sie schon, das rote Beeren vor Herzinfarkt schützen?
Foto: Fotolia

Lecker und gesund

Zwar gilt Herzinfarkt immer noch als klassisches Männerproblem, doch auch Frauen sind davon betroffen. Grund hierfür: Die Wechseljahre, weil dann der natürliche Schutz der weiblichen Hormone nachlässt. Doch Sie können dem Risiko eines Herzinfarkts vorbeugen: Verspeisen Sie einfach mehr rote Beeren. Diese gelten laut einer neuen Studie als Booster für das weibliche Herz.

Studienergebnis belegt positiven Effekt

Wie eine Studie aus Amerika ergeben hat, können Frauen, die pro Woche mindestens drei Portionen Erdbeeren oder Heidelbeeren essen, erfolgreich einem Herzinfarkt vorbeugen. Mit dieser Ernährung könnten der Untersuchung zufolge gerade jüngere Frauen ihr Risiko für einen Herzinfarkt um 32 Prozent senken. Ob bei Männern eine Ernährung mit Beeren den gleichen Effekt hat, wurde bei dieser Studie nicht untersucht.

Anthocyane schützen vor Herzinfarkt

Der schützende Effekt wird auf die in roten Beeren enthaltenen Anthocyane zurückgeführt. Bei ihnen handelt es sich um pflanzliche Wirkstoffe aus der Gruppe der Flavonoide, die antioxidativ wirken. Sie sollen aber auch gefäßschützende und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Die in roten Beeren enthaltenden Anthocyane sollen so die menschlichen Gefäße erweitern und damit der Bildung von Gerinseln vorbeugen

Rote Beeren können leicht in die Ernährung integriert werden

Die gesunden roten Beeren können Sie im Rahmen Ihrer Ernährung problemlos in den wöchentlichen Speiseplan einpflegen. Anthocyane sind nicht nur in Erdbeeren oder Heidelbeeren enthalten, diese Pflanzenfarbstoffe finden sich unter anderem auch in Brombeeren, Himbeeren, Schwarzen Johannisbeeren, Blutorangen, roten Zwiebeln oder Rotkohl. Allerdings ist bei diesen Obst- und Gemüsesorten ein vorbeugender Effekt bislang nicht belegt.

Kritik an der Studie

Einige Kritiker bemängeln jedoch das Studienergebnis. Sie weisen darauf hin, dass nicht ausreichend nachgewiesen wurde, dass die Teilnehmerinnen wirklich nur aufgrund des Beerenkonsums keinen Herzinfarkt erlitten. Gesunde Flavonoide, die das Risiko senken können, gäbe es auch in anderen Lebensmitteln. Dazu gehören unter anderem Vollkornprodukte, Tee, Wein oder auch sonstige Obst- und Gemüsesorten, deren Verzehr bei der Untersuchung nicht berücksichtigt wurde.

Experten weisen außerdem ausdrücklich darauf hin, dass eine an roten Beeren reiche Ernährung keinen ungesunden Lebensstil ausgleichen kann. Um einem Herzinfarkt erfolgreich vorbeugen zu können, sei generell eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie Bewegung notwendig.

Kategorien: