Herzzerbrechendes Foto rettet Vater und Tochter

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Dieses Foto eines verzweifelten Vaters löste eine große Welle der Hilfsbereitschaft aus.
Foto: twitter.com/GissiSim

Das Bild dieses Vaters hat mich tief berührt. Seine Verzweiflung ist so deutlich zu sehen, wie er da versucht, ein paar billige Stifte zu verkaufen, während seine Tochter an seiner Schulter schläft.

Das einzig Gute ist, dass die Geschichte dieses Bildes ein gutes Ende hat, denn es löste eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft aus ...

Abdul Halim Attar ist der Vater von zwei kleinen Kindern, einem Mädchen und einem Jungen. Vor drei Jahren lebte er mit seiner Familie noch in Syrien. Dort arbeitete er in einer Schokoladenfabrik. Doch dann kam der Bürgerkrieg. Abdul, seine Kinder und seine Ehefrau mussten das Land verlassen.

In Ägypten entschied sich seine Frau für die Umkehr, sie verließ die Familie und ging zurück nach Syrien. Abdul blieb allein mit seinen Kindern zurück und kämpfte sich durch, bis nach Beirut.

Viele Momente der Verzweiflung

Dort, in den Straßen von Beirut, versuchte er einige Zeit lang seine Stifte und andere Kleinigkeiten zu verkaufen, um sich und seinen Sohn und seine Tochter durchzubringen.

Es muss viele Momente gegeben haben, in denen Abdul keine Hoffnung mehr hatte. In einem dieser Momente entstanden diese Bilder von ihm – sie sollten seine Rettung sein.

Denn der Isländer Gissur Simonarson postete diese Bilder auf seinem Twitter-Account. Wenig später ging das Bild um die Welt und viele Menschen wollten wissen, wie sie dem Mann helfen könnten. GissurSimonarson startete daraufhin eine Spendenkampagne . Sein Ziel: 5000 Dollar für Abdul und seine Kinder sammeln. Dieses Ziel war schon nach 30 Minuten (!) erreicht – nach vier Tagen waren mehr als 150.000 Dollar zusammen.

In ersten Interviews nach der Kampagne zeigte sich Abdul völlig überwältigt von der Anteilnahme und der Herzenswärme all der Menschen, die ihm geholfen haben. Das Geld möchte er nutzen, um seine Kinder wieder zur Schule zu schicken – und um auch anderen syrischen Flüchtlingen zu helfen. „Ich will nicht der einzige sein, dem geholfen wird, es sind tausende Kinder auf den Straßen. Es gibt viele Menschen, denen es noch schlechter geht als mir. Ich hoffe sehr, dass auch anderen Menschen, die Hilfe benötigen, durch solche Kampagnen geholfen wird“.

Abdul ist einer von unfassbar vielen Flüchtlingen, die dieser Tage unsere Hilfe brauchen. Doch seine Geschichte zeigt, dass viele mit nur ein wenig Hilfe Großes erreichen können. Nehmen wir uns ein Beispiel an der Hilfsbereitschaft der Menschen, die für Abdul gespendet haben.

Wer wissen, will, wie es mit Abdul und seinen Kindern weitergeht, findet auf diesem Blog aktuelle Neuigkeiten.

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