Heute schon Tomaten gegessen?

fotolia38246 vg studio frau lachend tomaten froehlich
100 Gramm Tomaten haben nur 17 Kalorien
Foto: vg_studio, fotolia

Wohlfühl-Welt

Nein? Dann greifen Sie schnell zu: Schon zwei Stück am Tag machen rundum fit. Denn die Powerfrüchte enthalten 50 verschiedene Vitalstoffe.

Sie haben nur 17 Kalorien pro 100 Gramm, denn Tomaten bestehen zu 93 Prozent aus Wasser. Aber Ernährungsforscher sind trotzdem begeistert von den roten Früchten.

Denn die restlichen sieben Prozent Fruchtfleisch, Haut und Kerne liefern 50 verschiedene Vitalstoffe - und besonders viel von den sechs wichtigsten Stoffen, die wir jeden Tag für unsere Gesundheit brauchen. Und um den Bedarf daran zu decken, reichen schon zwei große Tomaten.

Lycopin für den Rundumschutz

Tomaten sind der beste Lieferant für Lycopin. Dieser Stoff macht sie leuchtend rot - und ist im Körper das effektivste Antioxidans, das die Natur zu bieten hat. Antioxidantien fangen freie Radikale ab, die Zellen schädigen, Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten fördern können.

Lycopin senkt das Risiko für einen Herzinfarkt, wie eine europaweite Studie zeigt. Denn der wird oft von Arterienverkalkung verursacht. Und Lycopin hemmt die Ablagerung von schädlichen Stoffen in den Adern. Untersuchungen zeigen auch, dass es das Risiko für Brust-, Lungen-, Bauchspeicheldrüsen-, Darm- und Prostata-Krebs mindert. Es schützt die Zellen nicht nur vor Veränderungen durch Radikalen-Angriffe. Es kann auch die unkontrollierte Zellvermehrung regulieren.

Da Lycopin freie Radikale neutralisiert, die besonders durch die aggressive UV-Strahlung der Sonne entstehen, schützt es außerdem die Haut und hält sie jung. Frische Tomaten liefern reichlich Lycopin. Aber in gekochten Tomatenprodukten steckt noch viel mehr, denn es ist hitzefest, und beim Kochen entsteht ein Konzentrat. In Dosentomaten, Saft und Suppe steckt doppelt so viel, in Bio-Ketchup dreimal so viel, in Tomatenmark sogar zehnmal so viel.

Extra-Tipp: Der Körper nimmt mit gutem Oliven- oder Rapskernöl besonders viel Lycopin auf.

B-Vitamine für die Konzentration

Tomaten helfen beim Lernen und stärken das Gedächtnis. Grund: Sie liefern viele B-Vitamine, und die fördern die Konzentration. Vor allem die Vitamine B1, B6 und B12 aus Tomaten sorgen nämlich dafür, dass die Nervenzellen einwandfrei funktionieren, gut ernährt werden und vor Entzündungen geschützt sind, vor allem im Gehirn.

Folsäure für ein gesundes Herz

Die Vitamine B6 und B12 schützen auch das Herz. Aber das können sie nur zusammen mit der Folsäure. Auch die steckt reichlich in Tomaten. Das Trio baut einen schädlichen Stoff im Körper ab, das Homocystein. Es fördert Arterienverkalkung, und die wiederum gefährdet das Herz.

Eisen für mehr Energie

Tomaten liefern Eisen. Dieses Mineral braucht der Körper, um neues Blut zu bilden.

Und Eisen steckt auch in den roten Blutkörperchen: Es transportiert den Sauerstoff aus der Lunge zu den Zellen. Je mehr Sauerstoff zirkuliert, desto mehr Energie steht jeder Zelle zur Verfügung.

Das bedeutet: mehr Power für den gesamten Stoffwechsel, für das Immunsystem, zur Entschlackung.

Vitamin C für schöne Haut

Dieser Vitalstoff steckt reichlich in den roten Früchten, und er ergänzt den Radikalen-Fänger Lycopin.

Weil auch Vitamin C ein Antioxidans ist und die Haut jung hält, indem es die Folgen der UV-Strahlung mildert. Gleichzeitig hilft das Anti-Aging-Vitamin, Kollagen aufzubauen. Das stützt die Haut und hält sie glatt.

TIEFROT IST GUT

Die besten Tomaten kommen jetzt aus deutschen Landen. Und je dunkler sie sind, desto mehr Vitalstoffe stecken drin.

Gut einkaufen

In Supermärkten gibt es immer noch Tomaten, die grün geerntet wurden und auf langen Transportwegen nachgereift sind. Die taugen nichts. Beste Qualität stammt aus Bio-Anbau, möglichst aus der Region. Und sie sollten reif geerntet werden. Fragen Sie im Zweifel nach.

Gute Ware bekommen Sie auf dem Wochenmarkt, dort dürfen Sie auch probieren. Oder kaufen Sie im Bio-Laden. Auch reife Tomaten sollten nicht zu weich sein: Sie geben auf Fingerdruck nur leicht nach, ihre Haut bleibt glatt.

Perfekt lagern

Man kann sie drei bis fünf Tage lagern, aber nicht im Kühlschrank. Bei Kälte verlieren sie schnell ihr Aroma. Beste Temperatur: 12 bis 16 Grad. Reife Früchte lagern Sie an einem dunklen Ort. Wenn sie noch nicht ganz reif sind, legen Sie sie auf die Fensterbank ins Licht.

Tomaten sollte man nicht mit anderem Gemüse aufbewahren. Sie sondern einen Stoff ab, der etwa Möhren schnell bitter macht, Gurken vergilben oder Kohlrabi welken lässt. Äpfel wiederum lassen Tomaten weich werden.

Richtig verarbeiten

Tomaten sind Nachtschattengewächse, in ihren grünen Pflanzenteilen steckt ein ungesunder Stoff. Schneiden Sie deshalb das Fruchtfleisch um den Stielansatz großzügig weg. Und verarbeiten Sie nur Tomaten, die wirklich schon reif sind.

Möchten Sie gute Tipps bekommen, was Sie mit Tomaten hervorragend zubereiten können?

Hier geht's zur Bildergalerie "Multitalente: Frische Tomaten aus deutschen Landen"

Kategorien: