Hilfe bei der Steuererklärung

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Viele Senioren müssen jährlich eine Steuererklärung abgeben. Auch dieses Jahr hat sich dabei wieder einiges geändert, auf das man bei seinen Angaben achten sollte

Steuer-Experte Steffen Grützmacher erklärt die wichtigsten Punkte und verrät außerdem, wie Rentner mit der richtigen Erklärung Geld sparen können.

Wer muss zahlen? "Steuerzahlungen werden für Ruheständler dann fällig, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen mehr als der Grundfreibetrag beträgt. Dieser liegt bei Ledigen für 2013 bei 8 130 Euro, für 2014 bei 8 354 Euro", erklärt der Experte. Für Verheiratete gilt jeweils der doppelte Betrag. Wer darüber liegt, muss eine Steuererklärung einreichen. Ob dann hinterher aber auch wirklich gezahlt werden muss, ist eben eine Frage des Einkommens.

Wie viel wird gezahlt? Steffen Grützmacher: "Wer am 1.1.2005 bereits Rentner war oder im Laufe des Jahres 2005 in Rente gegangen ist, hat einen Besteuerungsanteil von 50 Prozent seiner Rente. Für die folgenden Rentnerjahrgänge steigt der Besteuerungsanteil dann jährlich um zwei Prozent."

Wer 2013 in Rente gegangen ist, muss also 66 Prozent seiner Renteneinkünfte besteuern. So geraten immer mehr Menschen mit höheren Renten, Rentenanpassungen oder Zusatzeinkünften in die Steuerpflicht. Der Mindeststeuersatz beträgt 14 Prozent. Mit zunehmendem Einkommen steigt auch der Steuersatz an. Was bringt die Erklärung? Eine sorgfältige Steuererklärung kann deutlich Geld sparen. Der Experte empfiehlt speziell für Rentner, diese finanziellen Belastungen geltend zu machen: Werbungskosten die mit den Renteneinkünften zusammenhängen. Dazu gehören u. a. Fachliteratur zum Thema oder Kosten für Rentenberatung. Wer unter der Werbekostenpauschale von 102 Euro bleibt, muss die Posten nicht einmal einzeln aufführen. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen (wie Pflegedienste, Haushaltshilfen, Handwerker) können die Steuerlast senken. Dabei sollten Sie den Lohn stets überweisen, damit Sie die Ausgaben mit den Auszügen später stets nachweisen können. Außergewöhnliche Belastungen (Medikamentenzuzahlungen, Sehhilfen usw. ) sollten mit Rezept und Quittung belegt werden. Personen, die vor dem 1.1.2013 ihr 64. Lebensjahr vollendet haben, können den sogenannten Altersentlastungsbetrag für Nebeneinkünfte (z.B. 450-Euro-Job oder Mieteinnahmen) geltend machen.

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