Hilfe, meine Haare fallen aus!

haarausfall bei frauen
Was für eine Pracht! Dafür, dass das so bleibt und die Haare nicht immer dünner werden, kann man einiges tun.
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Inhalt
  1. Wenn die Haare "Hilfe" schreien ... Haarausfall: Was tun?
  2. Wann muss ich mir Sorgen machen? Was sind er(n)ste Anzeichen für Haarausfall?
  3. Mögliche Ursachen für Haarausfall bei Frauen
  4. Therapie bei Haarausfall
  5. Vorbeugung: So können Sie Haarausfall vermeiden

Wenn die Haare "Hilfe" schreien ... Haarausfall: Was tun?

Zwei, drei im Waschbecken, ein paar mehr auf dem Kopfkissen und in der Bürste ein richtiges Büschel? Keine Panik! Wir sagen, wie viel Haarverlust bei Frauen normal ist, wann Haarausfall bedenklich wird - und was schnell und langfristig hilft.

Glänzend, dicht und füllig - so eine Traummähne wünschen sich die meisten Frauen. Denn schöne, gesunde Haare stehen nun mal für Weiblichkeit und Jugend. Gehen sie aus, sitzt der Schock tief, und das Problem wird erst mal verschwiegen, kaschiert, ignoriert: Denn Haarausfall ist immer noch ein Tabuthema. Dabei leiden viel mehr Frauen darunter, als man denkt. 75 Prozent (!), so Studien, sind von den verschiedenen Arten des Haarausfalls, inklusive solcher Probleme wie die Haare brechen ab, werden dünner etc., betroffen. Wann also muss man sich wirklich ernsthaft Sorgen machen? Wir alle verlieren Haare - zwischen 40 und 100 pro Tag, das ist normal. Erst wenn es über einen längeren Zeitraum (sechs bis acht Wochen) deutlich mehr sind und sich der Haarverlust auf einzelne Bereiche oder nur auf den Oberkopf konzentriert, kann man überhaupt von krankhaftem Haarausfall sprechen. Und auch dann muss man unterscheiden: zwischen dem kreisrunden, dem erblich bedingten und dem diffusen Haarausfall. Bei kreisrundem Haarausfall handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung, bei der die betroffenen kahlen Stellen lokal begrenzt sind. Bei erblich bedingtem Haarausfall haben die Haarfollikel eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit gegen das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT). Bei diffusem Haarausfall gehen die Haare am gesamten Kopf aus. Dabei können z. B. Stress, Hormonschwankungen, Infektionen, Schilddrüsenerkrankungen "schuld" an einem zeitlich begrenzten Haarausfall sein. Aber egal, um welche Art von Haarverlust es sich handelt, für eine wirkungsvolle Behandlung muss man zuerst den Ursachen auf den Grund gehen. Wie, erklären wir hier.

Wann muss ich mir Sorgen machen? Was sind er(n)ste Anzeichen für Haarausfall?

Haarausfall ist meist genetisch bedingt. Aber: Ernährungsfehler, Stress, hormonelle Ursachen oder eine Schwangerschaft können ebenfalls mögliche Gründe dafür sein (siehe weiter unten). Folgende Tests können Anhaltspunkte geben - aber keine medizinische Diagnose ersetzen. Wenn sie den Verdacht haben, an Haarausfall zu leiden, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen!

  • Sieht die Frisur immer etwas ungekämmt aus, weil viele Haare mit unterschiedlicher Länge da sind - sie aber keinen Stufen-Schnitt tragen?
  • Waren Sie in letzter Zeit krank und mussten Medikamente einnehmen?
  • Verlieren Sie täglich deutlich mehr als 100 Haare?
  • Sitzt eine ganz alte Haarspange noch genau so fest wie in den vergangenen Jahren?
  • Färben Sie Ihr Haar regelmäßig, oder haben Sie eine Dauerwelle?

Funktioniert nur mit frisch gewaschenem, trockenem Haar: Ziehen sie mit dem Stielkamm einen extremen Seitenscheitel. Fahren sie nun mit dem Kammrücken entgegen der Wuchsrichtung über diesen Scheitelbereich. Achtung, wenn viele kleine Härchen hochstehen oder beim Kammschieben sichtbar werden.

Mögliche Ursachen für Haarausfall bei Frauen

Unsere Kopfhaare durchlaufen einen Lebenszyklus aus Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase. Der ganze Vorgang dauert ca. zwei bis acht Jahre, je nach Alter und Geschlecht. Durch mechanische Einflüsse wie Waschen, Kämmen oder durch nachwachsende Haare fallen sie aus. Doch auch die folgenden Punkte können Ursachen für Haarausfall sein.

Stress

... kennen und haben wir alle - Job, Familie, Freunde, Freizeitprogramm, da kann's auch im Körper schon mal drunter und drüber gehen. Und leider lassen Hektik und Anspannung auch unsere Haare langsamer wachsen.

Jahreszeitenwechsel

Im Sommer wachsen unsere Haare am stärksten, im Herbst fallen sie am meisten aus. Zu Haarausfall kann es also (auch) durch jahreszeitlich bedingte Hormonumstellung kommen.

Sonne

Ja, wir alle lieben die Sonne und den Sommer! Aber wir wissen aus der Haut kosmetik auch von den Schäden, die UV-Strahlen verursachen können - unter anderem an Kopfhaut und Haaren. Darum am besten immer eine Kopfbedeckung tragen.

Ernährung

Hier eine Diät, dort den ganzen Tag nur Kaffee und abends ein halbes Käse brötchen. Stop! Wenn wir so leben, kommt es zu Mineralienmangel durch Fehlernährung. Und Übersäuerung reduziert die Haarqualität.

Medikamente

Manchmal sind Tabletten oder Pillen wirklich notwendig. Aber bei einer zeitlich begrenzten oder dauerhaften Arzneimittel therapie können Wirkstoffe über die Blutbahn bis in die Haarwurzeln gelangen, wo sie das Wachstum bremsen.

Toxine

Auf Grund ihrer Vitalität speichern unsere Haarzellen viele Umweltgifte (z. B. in belasteten Lebensmitteln) besonders gut. Auch Zahnersatzmaterialien wie Nickel, Chrom, Kobalt oder Quecksilber gelangen über die Blutbahn bis in die Haarwurzeln. Die Kopfhaut versucht sie loszuwerden - es kommt zu Haarausfall.

Schlafmangel

Feiern ist ja schön und gut, aber allzu oft und regelmäßig sollten wir die Nacht nicht zum Tag machen. Schlafen wir wenig oder gar nicht (besonders über einen längeren Zeitraum), können sich unsere Haarwurzeln nämlich nachts nicht regenerieren. Das gilt auch bei anhaltenden Schlafstörungen.

Therapie bei Haarausfall

Arzt oder Apotheke: Wer weiß Rat bei Haarausfall? Und welche Behandlung hilft weiter?

Für die meisten ist ihr Hausarzt die erste Anlaufstelle. Bei Anzeichen von Haarausfall macht er - nach einem ausführlichen Gespräch - ein großes Blutbild, um eine Diagnose stellen zu können. Andere gehen zum Hautarzt, der mittels Trichogramm (Haarwurzeluntersuchung) und TrichoScan (Bestimmung von Haardichte und -ausfallrate) der Ursache auf den Grund gehen wird. Sind beispielsweise Vitamin- oder Mineralstoffmangel (kann nach übertriebenen Diäten der Fall sein) der Grund für Haarausfall auf dem ganzen Kopf, kann der Arzt relativ schnell helfen: Der Mediziner verschreibt den "fehlenden" Stoff, um die Mineraliendepots wieder aufzufüllen.

Apotheker oder PTA (pharmazeutischtechnische Assistentin) versuchen, mögliche Ursachen zu erfragen und eine geeignete Behandlung zu finden. Am häufigsten empfohlen: Nahrungsergänzungsmittel. "Priorin" oder "Pantovigar" etwa versorgen die Haarwurzeln mit wichtigen Mikro-Nährstoffen, kräftigen sie und fördern das Wachstum. Auch Tinkturen wie "Regaine" verbessern die Haarstruktur, regen neues Wachstum an.

Vorbeugung: So können Sie Haarausfall vermeiden

Kann ich Haarausfall entgegenwirken? Und wie fördere ich das Nachwachsen der Haare? Hier: der richtige Schutz und die passende Pflege

Wenn die Haare dünn, brüchig und besonders empfindlich sind und zudem zum Ausfallen neigen, freuen sie sich über Pflegeprodukte mit L-Arginin. Der haaridentische, natürliche Protein-Baustein regt als körpereigener Energielieferant den Wachstums- und Regenerationsprozess der Haare an. Dichte, Stärke und Volumen werden verbessert! Auch die richtige Ernährung kann Gutes tun: Zink (z. B. in Käse), Selen (z. B. in Hefe), Eisen (z. B. in rotem Fleisch) und Biotin (z. B. in Eiern) sagt man nach, dass sie die Haare schneller sprießen lassen. Tipps: Um die Haare nicht noch mehr zu strapazieren, am besten an der Luft trocknen lassen oder nur lauwarm trocken föhnen. Styling-Geräte wie Glätteisen, Lockenstab haben erst mal Pause. Auch das Toupieren schadet den Haaren. Zum (schonenden) Stylen Bürsten mit Naturborsten oder einen Holzkamm benutzen. Auf Haarspangen aus Kunststoff und Zopfgummis mit Metallschließe verzichten.

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