Hochzeit: Ein Junggesellinnenabschied muss nicht schmutzig sein

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Die Frau trug Hasenohren, daran ein schmutziger Schleier ...

Wie sieht ein schöner Junggesellinnenabschied aus? Muss es eine Party mit viel Alkohol und lächerlichem Kostüm sein? Wir finden: Nein! Hier ein paar andere Ideen für einen feinen Abschied vom Single-Leben.

Neulich auf der Reeperbahn in Hamburg, der sündigen Feiermeile mit Rotlichtbezirk, traf ich eine junge Frau. Ihre Wimperntusche war verschmiert, sie sah sehr traurig aus und versuchte, ihr verschmutztes, rotes Kleid mit dem Händeföhn in der Damentoilette zu trocknen. Der Reißverschluss am Rücken stand weit offen, das Kleid passte absolut nicht. Noch elender war nur der Anblick ihres Kopfschmucks: hängende Hasenohren, ebenfalls in rot, daran ein weißer Schleier.

Sie muss meinen erschrockenen Blick gespürt haben, denn plötzlich drehte sie sich um, schaute mich leidend an und erklärte: „Ich dachte, wir würden einfach nur schön feiern. Und wo bin ich gelandet? Auf dem Kiez, in einem zu engen Kostüm, ich muss fremde Männer küssen und alle lachen mich aus….“

Das arme Mädel war für ihren Junggesellinnenabschied auf den Kiez verschleppt worden.

Auf dem Hamburger Kiez ist es dreckig, laut, wild … ja, man kann hier feiern, aber das Flair hat nichts mit Romantik oder Liebe zu tun. Hier gibt es Party, Alkohol, Stripclubs, leichte Mädchen auf den Straßen und Penner an den Ecken. Wahrscheinlich wird sie für den Rest ihres Lebens ein Trauma haben.

Warum bloß tut man sich zur Hochzeit so ein Elend an?

Klar, der Junggesellinnenabschied soll etwas Besonderes sein, ein bunter, fröhlicher, ausgelassener Abend mit vielen Überraschungen, eben ein richtig glanzvoller Schlusspunkte für die Single-Zeit. Aber muss man die Braut dazu in ein lächerliches Kostüm stecken? Muss sie unbedingt einem aufdringlichen Stripper begegnen, der ihr sein Hinterteil ins Gesicht hält? Und muss unbedingt so viel Alkohol fließen, dass nachher keine mehr grade stehen kann?

Es gibt so viele schönere Möglichkeiten, um gemeinsam zu feiern und dabei absolut keine Langeweile zu haben. Zum Beispiel einen kreativen Videodreh mit all seinen Freunden, eine Shopping-Tour, bei der die künftige Braut nach Herzenslust zu einem bestimmten Motto shoppen darf, oder auch ein entspannter Abend in einer Wellness-Oase, in der die angehende Ehefrau mit Massage und Schampus verwöhnt wird.

Haben Sie noch andere Ideen? Dann gerne kommentieren!

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