Hör mal, Schatz!

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Männer können zuhören

Damit Männer wirklich zuhören, müssen Sie nur die richtige Sprache wählen. Erfahren Sie mehr über die magischen Regeln, denen sich kein Mann entziehen kann.

Männer können schon seltsame Wesen sein: Einmal machen wir Frauen tausend Worte, die zum einen Ohr hinein- und - huuuui - zum anderen wieder hinausgehen, ohne irgendwo auf Widerhall zu stoßen. Ein andermal scheint er wie ausgetauscht, denn er hört tatsächlich zu und versteht auf Anhieb, was wir ihm sagen wollen.

Liegt das nur daran, dass wir im zweiten Fall zu kurzen Sätzen mit klarer Botschaft gegriffen haben, statt uns in blumigen Umschreibungen und Umwegen zu verlieren? Oder haben wir vielleicht nur genau den richtigen Sinneskanal bei ihm erwischt?

Alle Männer sind gleich? Von wegen!

Genau genommen gibt es drei verschiedene Typen von Männern , wenn man es aus Sicht des Neurolinguistischen Programmierens (NLP) betrachtet. Da ist zuerst einmal derjenige, der die Welt mit den Augen wahrnimmt. Bei ihm sollten Sie tunlichst auf Gefühlsduseleien verzichten.

Denn dieser Mann wird vor allem von Bildern gefesselt. Sie werden nicht so schnell zu ihm vordringen, wenn Sie seine Hand halten. Das wiederum ist genau das Richtige für den Gefühlsmenschen. Er mag Körperkontakt , denn Fühlen ist sein Metier. Berühren Sie ihn lieber mit Händen als mit Worten.

Schöne Worte hingegen liebt der Ohrenmensch mehr als alles andere. Zunächst ist es also wichtig zu wissen, mit welchem Exemplar Sie es zu tun haben. Sehen, hören oder lieber fühlen?

Woran Sie den visuell orientierten Mann erkennen!

Dieser Mann achtet in erster Linie auf das Äußere einer Frau, denn als Augenmensch schätzt er ein attraktives Gegenüber sehr. Weil ihm auch sein Aussehen extrem wichtig ist, zieht er sich gut an, gerne auch ein wenig auffällig. Er fährt ein schickes Auto und neigt zu Extrovertiertheit.

Wenn er einen Raum betritt, verschafft er sich zuerst einen Überblick, aber er nimmt auch kleine Details wahr. Er wird Blickkontakt mit Ihnen suchen und beobachtet genau Ihre Mimik und Körpersprache.

Er spricht häufig schnell, weil er vor seinem inneren Auge Bilder sieht, die er gar nicht flink genug in Worte übersetzen kann. Seine Emotionen sieht man ihm im Gesicht an und seine Worte unterstreicht er mit lebhafter Gestik. Achten Sie auf seine Augen : Sieht es aus, als würde Ihr Gegenüber die Antwort auf eine Frage, die Sie ihm stellen, an der Decke suchen?

Dann können Sie sicher sein, einen Augenmenschen vor sich zu haben, denn seine Augen wandern beim Denken und Sprechen meist nach links oben, so ruft er im Gehirn Bilder ab. Der visuelle Mann ist übrigens der am häufigsten vorkommende Typ.

Wie Sie ihn bekommen

Sorgen Sie dafür, dass er Sie mit den Augen verschlingt. Geben Sie ihm viel zu schauen , aber behalten Sie Ihre Gefühle erst einmal für sich, die sind ihm viel zu wenig greifbar. Unter einem Bild kann er sich hingegen etwas vorstellen, das ist für ihn etwas Konkretes.

Lassen Sie also Bilder in seinem Kopf entstehen, damit er sehen kann, was Sie meinen, von ihm wollen oder für ihn empfinden. Wenn Sie Worte benutzen, die im weitesten Sinne mit Sehen zu tun haben, begeben Sie sich auf die von ihm bevorzugte Sinnesebene.

Diese Sätze kommen direkt bei ihm an: „Ich möchte mir ein Bild von dir machen.“ „Jetzt wird mir alles klar, ich kann genau sehen, was du meinst.“ „Wenn ich dich betrachte, läuft ein heißer Film in meinem Kopf ab.“

„In meinen Augen sieht das genauso aus.“ „Lass mich dir das mal zeigen.“ Mit diesen oder ähnlichen Worten fühlt sich der visuelle Typ von Ihnen sofort verstanden und reagiert offen auf Ihre Botschaft.

Und beim Sex?

Da will er natürlich ebenfalls etwas zu sehen haben. Ziehen Sie etwas Reizvolles an, lassen Sie ihn aber nicht gleich alles sehen, spannen Sie ihn auf die Folter. Legen Sie ruhig einen Striptease hin, solche Shows heizen seine Fantasie an.

Berühren darf er Sie erst, wenn Sie es ihm erlauben. Sie sind ihm ganz nah, aber er bekommt Sie erst, wenn Sie das wollen. Er wird sofort sein Kopfkino anschalten und sich vorstellen, was gleich passieren wird. Und dann? Dann können Sie sich genüsslich über ihn hermachen.

So gibt sich der kinästhetische (gefühlsbetonte) Typ:

Der kinästhetische Typ will sich gut fühlen. Deshalb trägt er am liebsten bequeme Kleidung. Modischer Schnickschnack ist nicht sein Ding. Er ist eher der hemdsärmelige Typ: locker, ungezwungen und manchmal in der Rolle des harten Kerls mit dem weichen Kern.

Wenn er Sie begrüßt, wird es mit einer herzlichen Umarmung oder einem kräftigen Händedruck sein. Von der Statur her ist er eher muskulös , weil er sich viel bewegt, oder aber kräftig, weil er gerne genießt.

Er nimmt seine Umwelt vor allem durch seinen Körper wahr, deshalb muss er alles anfassen, um es zu erfassen. Er ist derjenige, der der weiblichen Natur am nächsten steht, weil er Gefühle und Verletzungen zeigen kann.

Er spricht langsam, bedächtig und mit tiefer Stimme. Doch bevor er sich äußert, hört er erst einmal in sich hinein und klopft seine Gefühle ab. Statt viel zu reden, packt er lieber an.

Schauen Sie auf seine Augen: Er wird sie meist nach links oder rechts unten richten. Will er sich an etwas erinnern, sucht er den Zugang durch das Gefühl , das er damals empfunden hat. Der Gefühlsmensch kommt am zweithäufigsten vor.

Wie Sie ihn bekommen

Mit schönen Worten kommen Sie diesem Mann nicht wirklich nahe. Eine sanfte Berührung am Arm , über die Wange streicheln - das ist die Sprache, die er versteht. Bilder und Klänge haben keine Priorität, aber wenn Sie Gefühle bei ihm wecken, haben Sie schon gewonnen.

Fangen Sie bereits bei der Kleidung an. Tragen Sie glatte Seide, zarten Samt, weiche Pullover. Empfangen Sie ihn mit leckerem Essen, das Sie gemütlich auf dem Bett verspeisen, und danach lassen Sie sich ausgiebig von ihm massieren.

Das ist die Sprache, die bei ihm ankommt: „Ich möchte dich ständig anfassen und streicheln.“ „Du bist so einfühlsam, so zärtlich.“ „Wenn du mich berührst, laufen mir heiße Schauer über den Rücken.“ „Wenn ich deinen knackigen Po fühle, möchte ich ihn kneten.“

„Das fühlt sich wie eine gute Idee an.“ „Nimm mich fest in deine starken Arme.“ „Jetzt kann ich mich in dich hineinversetzen, denn ich kann genau spüren, was du meinst.“ „Ich kann mich für deine spannende Idee erwärmen.“ „Fühl mal, wie mein Herz klopft.“

Und beim Sex?

Da gibt es nur eines: fühlen, fühlen, fühlen. Sich in den Armen liegen, streicheln, küssen, sich einfach spüren - das ist es, was ihn sofort zum Dahinschmelzen bringen wird.

So erkennen Sie, ob er vor allem auditiv geprägt ist:

Der Ohrenmensch kleidet sich zweckmäßig, aber nicht ausgefallen. Das Aussehen interessiert ihn nicht sonderlich. Viel wichtiger ist ihm, wie sich etwas anhört. Am liebsten hat er eine Geräuschkulisse im Hintergrund: Stimmen, Musik, das Brummen eines Motors oder Grillengezirpe.

Hauptsache, er hört etwas. Kaum sitzt er im Auto, schaltet er das Radio an, und ein Telefonat zieht er oft einem Treffen vor. Seine Stimme ist melodisch, ausdrucksstark und rhythmisch. Er spricht und diskutiert gerne, liebt brillante Formulierungen und legt viel Wert auf den richtigen Gebrauch der Sprache.

Wenn er Sie auf den Unterschied von „dasselbe“ und „das Gleiche“ aufmerksam macht, können Sie sich recht sicher sein, wen Sie vor sich haben. Doch er lauscht auch gerne den Worten anderer Menschen und kann schnell Stimmungen heraushören.

Schauen Sie auf seine Augen: Der auditive Typ richtet seinen Blick meist nach links oder rechts - in Richtung Ohren. Wundern Sie sich also nicht, wenn er längere Zeit keinen Blickkontakt zu Ihnen aufnimmt. Das ist keine Unhöflichkeit. Er will Sie nur gut verstehen. Der auditive Typ kommt bei Männern am seltensten vor.

Wie Sie ihn bekommen

Er lauscht gerne, also flüstern Sie ihm etwas ins Ohr. Bezaubern Sie ihn mit einer sanften Stimme und geschliffenen Sätzen, aber auch mit leiser Musik und allen Geräuschen, für die er ein offenes Ohr hat, und schon haben Sie sein Herz gewonnen, denn damit wecken Sie Gefühle in ihm. Weil er der Einzige ist, der Gefühle „hört“, können Sie ihm Ihre Empfindungen in wohlklingender Sprache schildern.

Doch Vorsicht: Misstöne hört er schnell heraus. Mit diesen Worten treffen Sie den richtigen Ton: „Du machst mich sprachlos.“ „Das klingt harmonisch.“ „Ich könnte stundenlang mit dir telefonieren.“ „Wenn ich deine Stimme höre, bekomme ich Gänsehaut.“

„Der Ton macht die Musik.“ „Wir sind auf einer Wellenlänge.“ „Hör mal bitte genau hin, was ich dir sage.“ „Leih mir doch mal bitte dein Ohr.“ „Ich mag die leisen Töne lieber als lautes Geschrei.“

Und beim Sex?

Verbinden Sie ihm die Augen, denn so kann er sich ganz auf den von ihm bevorzugten Sinneskanal konzentrieren. Lassen Sie sanfte Musik laufen, die Seide Ihres Negligés rascheln, flüstern Sie ihm erregende Worte ins Ohr, auch leises Stöhnen macht ihn an. Sprechen Sie leise und verführerisch mit ihm, machen Sie bewusste Pausen, in denen er noch intensiver nach Ihnen lauschen wird …

Jeden Geprächspartner um den Finger wickeln!

Jetzt haben Sie also die drei Typen von Männern kennengelernt. Ein „reinrassiger“ Augen-, Ohren- oder Gefühlsmensch wird Ihnen zwar selten begegnen, denn jeder (gesunde) Mensch benutzt alle Sinneskanäle.

Doch trotz dieser Vermischung wird immer eine Form der Wahrnehmung dominieren. Haben Sie erst einmal Blick, Gefühl und Ohr für die jeweiligen Besonderheiten geschärft, wird es Ihnen leicht gelingen, bei Ihrem Gegenüber den jeweils richtigen Sinneskanal zu erkennen.

Steigen Sie in sein Sprachmuster ein, dann werden Sie Ihren Gesprächspartner ganz locker um den Finger wickeln, denn in seinem tiefsten Innern wird er sich von Ihnen verstanden fühlen. Und das ist doch genau das, was Sie wollen.

Buch-Tipp

„Neurolinguistisches Programmieren: Gelungene Kommunikation und persönliche Entfaltung“ von Joseph O’Connor und John Seymour (Vak-Verlag, um 22 Euro).

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Neurolinguistisches Programmieren - NLP

Der amerikanische Linguistik-Professor John Grinder machte sich Anfang der 70er-Jahre gemeinsam mit dem Psychologen Richard Bandler auf, die verbale und nonverbale Kommunikation in der Psychotherapie zu erforschen.

Es sollten die Muster identifiziert werden, mit deren Hilfe herausragende Therapeuten wie Virginia Satir (Familientherapeutin), Milton Erickson (Hypnotherapeut) oder Fritz Perls (Gestalttherapeut) umso vieles erfolgreicher waren als andere. Aus den gewonnenen Erkenntnissen entwickelten sie das Modell Neurolinguistisches Programmieren.

> Neuro Denken und Handeln leiten sich aus den neurologischen Prozessen des Sehens, Hörens, Berührens, Empfindens, Riechens und Schmeckens ab.

> Linguistisch Innere Prozesse werden in Form von Sprache und Körpersprache ausgedrückt.

> Programmieren Gewohnte (aber hinderliche) Denk-, Kommunikations- und Verhaltensmuster können verändert werden.

Mit den Jahren ist NLP immer mehr zu einer Schule für erfolgreiche Kommunikation und Selbstmanagement herangewachsen. Eines der Ziele ist, zu seinem Gegenüber eine gute Verbindung herzustellen, um eine Atmosphäre des Verstehens und sich Wohlfühlens aufzubauen.

Wenn man Menschen beobachtet, die sich prima unterhalten, stellt man fest, dass diese sich in Körperhaltung, Gestik, Mimik, Augenkontakt und Lautstärke angleichen. Diese Verbindung kann man bewusst herstellen, indem man Gestik, Mimik etc. seines Gegenübers spiegelt.

Das bezieht sich auch auf die Sprache. Kennt man den bevorzugten Sinneskanal seines Gesprächspartners, kann man sich in seine Welt begeben, um ihn sprachlich besser zu erreichen. Denn das wirklich Bedeutungsvolle an der Kommunikation ist nicht die Absicht, sondern die Reaktion, die sie beim anderen hervorruft.

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