Holz oder Kunststoff: Welche Schneidebretter sind besser?

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Holz oder Kunststoff: Welches Schneidebrett ist die bessere Wahl?
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Holz oder Kunststoff: Welches Schneidebrett macht das Rennen?

Kunst oder Holz? Es ist wie ein kleiner Küchenkrieg: Auf der einen Seite gibt es die Holz-Liebhaber, auf der anderen steht die Kunststoff-Fraktion. Doch welche Schneidebretter sind wirklich besser? Die Ergebnisse sind verblüffend!

Der WDR hat einen Labortest veranstaltet, um die Frage nach dem besseren Schneidebrett eindeutig zu klären. Insgesamt wurden je drei Bretter aus Kunststoff und Holz auf Verfärbung, Geruchsbindung und Keimbelastung geprüft.

 

Test 1: Verfärbung

 

Die Schneidebretter wurden auf eine harte Probe gestellt: Rote Beete. Die knallige Knolle wurde auf Holz- und Kunststoffbrettern sorgfältig zerkleinert. Bei der anschließenden Reinigung ist der Sieger eindeutig. Auf den Schneidebrettern aus Holz waren eindeutig rötliche Verfärbungen zu erkennen. Die Kunststoffbretter hingegen sahen aus wie neu.

 

Test 2: Geruch

 

Doch wie sieht es beim Geruchstest aus? Auch hier wurden beide Bretter, aus Holz und Kunststoff, benutzt, um Knoblauch, Zwiebeln und Fisch auf ihnen zu schneiden. Nach der Reinigung wurde ganz genau geschnuppert: Auch hier schneidet das Kunststoffbrett besser ab. Grund dafür ist allerdings die Reinigungsart. Denn die Spülmaschine entfernt Gerüche deutlich effektiver als eine Handwäsche. Letztere wird allerdings vom Hersteller für Holzbretter empfohlen.

 

Test 3: Reinigung

 

Schneidebretter aus Kunststoff können einfach in der Spülmaschine gereinigt werden. Anders sieht es bei Holzbrettern aus: Die meisten sind nicht spülmaschinenfest. Sie sollten per Hand mit heißem Wasser, Spülmittel und einem Topfschwamm gereinigt werden. Zudem ist feuchtes Holz der ideale Nährboden für Keime. Um dem entgegen zu wirken, können Holzbretter mit Öl eingerieben und damit imprägniert werden. Daraufhin zieht weniger Feuchtigkeit ein und das Holz trocknet schneller.

 

Test 4: Preis

 

Schneidebretter aus Kunststoff sind etwas günstiger. Sie kosten zwischen drei und zehn Euro, während man für ein Holzbrett bis zu 15 Euro zahlt.

 

Test 5: Keimbelastung

 

Zu guter Letzt wurde die Keimbelastung der Schneidebretter getestet, was für viele Kunden der wichtigste Faktor beim Kauf ist. Hier kamen die Tester zu erfreulichen Ergebnissen: Beide Schneidebretter, egal ob aus Holz oder Kunststoff, waren nach angemessener Säuberung hygienisch rein und wiesen eine minimale Keimbelastung auf.

 

Das Ergebnis: Schneidebretter aus Holz oder Kunststoff?

 

Insgesamt hat das Kunststoffbrett in allen Punkten überzeugt und kann somit als Sieger angesehen werden. Welche Schneidebretter gänzlich wegfallen, sind solche aus Glas oder Stein. Experten zufolge lassen diese aufgrund ihrer harten Oberfläche Messer schneller stumpf werden.

Generell gilt: Nicht nur das Material, sondern auch der Verwendungszweck ist entscheidend. Für Fleisch und Gemüse sollten somit im Idealfall unterschiedliche Schneidebretter genutzt werden, die beispielsweise farblich erkennbar gemacht werden können. So wird verhindert, dass Bakterien von rohem Fleisch, beispielsweise Salmonellen, über dasselbe Brett auf andere Zutaten übertragen werden. Besonders achtsam sollte man zudem bei Messerspuren sein. Diese Vorsicht gilt sowohl für Kunststoff, als auch Holz: In den kleinen Rillen setzen sich Keime leichter fest. Beschädigte Schneidebretter sollten somit schnellstmöglich ausgetauscht werden.

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(ww4)

 

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