Holzboden oder Fertigparkett?

aufbau massivholzdiele

Foto: Parador

Massivholzboden und Mehrschichtparkett im Vergleich

Vorteil von Massivholzböden

  • natürlicher, nachwachender Rohstoff
  • langlebig und wertbeständig
  • viele male abschleif und reparierbar
  • meist fest verklebt, dadurch gute Trittschalldämmung

Nachteil von Massivholzböden

  • hoher Holzverbrauch
  • anfällig bei trockener Luft, neigt zu stärkerer Fugenbildung
  • hohe Materialspannung, daher besonders gute Verklebung notwendig

Preis: Gute Qualität gibt es ab ca. 44 Euro/m² (Nadelholz)

Fertigparkett hat die gleiche schöne Anmutung wie massives Holz, ist dabei aber deutlich günstiger. Das hängt mit seinem mehrschichtigen Aufbau zusammen, bei dem nur die oberste Schicht, die Trittfläche, aus hochwertigem Vollholz besteht.

Diese ist zwischen zwei und sechs Millimeter dick und mit einer zwei- oder dreischichtigen Unterkonstruktion aus Nadel- oder Sperrholz verleimt, die dafür sorgt, dass die Parkettdielen in sich formstabil bleiben. So kann der Boden schwimmend verlegt werden.

Die preisgünstigste Alternative für alle, die nicht viel Geld für den Bodenbelag ausgeben wollen, zum Beispiel weil sie zur Miete wohnen, ist Furnierboden. Er ist mit einer dünnen Deckschicht ab 0,7 Millimeter Stärke zu haben – ideal auch dort, wo geringe Aufbauhöhen benötigt werden. Allerdings darf so ein Boden nur sehr vorsichtig nachgeschliffen werden.

Vorteil von Fertigparkett

  • leicht und schnell zu verlegen - auch für Laien
  • durch Unterkonstuktion sehr formstabil, daher schwimmend verlegbar und auf Wunsch wieder aufnehmbar
  • vorbehandelt, also gleich nach dem Verlegen zu betreten

Nachteil von Fertigparkett

  • eingeschränkte Lebensdauer, da nur eine dünne Nutzschicht aus hochwertigem Holz ist
  • gar nicht bzw. je nach Dicke der Nutzschicht (ab 3,6 mm) nur ein bis dreimal abscheifbar
  • Schadstoffbelastung aus verwendeten Klebern möglich

Preis: Gute Qualität gibt es ab ca. 38 Euro/m²

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