Homöopathie: Risiken und Nebenwirkungen

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Auch sanfte homöopathische Mittel müssen richtig eingesetzt werden.
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Gefährliche Alternative?

Homöopathie hat den Ruf eine sanft wirkende und ungefährliche Alternative zur Schulmedizin zu sein. Doch auch die natürlichen Arzneimittel können Nebenwirkungen auslösen und Risiken bergen. Besonders dann, wenn man sich zu sehr auf sie verlässt.

Mögliche Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel können direkte Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen hervorrufen oder Vergiftungen verursachen. Wie eine Studie von Wissenschaftlern der Peninsula Medical School in Exeter, Großbritannien, belegt, gibt es zahlreiche Fälle, in denen es durch eine Behandlung mit den pflanzlichen Heilmitteln zu solch negativen Nebenwirkungen kam. Besonders kritisch zu betrachten seien die in der Homöopathie als gängige Mittel verarbeiteten Schwermetalle. Dazu gehören Arsen, Cadmium, Quecksilber, Kerosin und Eisen. Werden sie nicht ausreichend verdünnt, können sie toxisch wirken. Aber auch bei einer ausreichenden Verdünnung könne es bei Stoffen wie Aconitum, Petroleum und Thallium noch immer zu gesundheitlichen Problemen kommen.

Bei einer schulmedizinischen Behandlung von schweren Erkrankungen können homöopathische Mittel außerdem den Krankheitsverlauf oder chemische Medikamente negativ beeinflussen. Um solche Risiken zu vermeiden, sollte die Einnahme der Mittel immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Wann Homöopathie Risiken birgt

Homöopathie kann aber auch indirekte Risiken bergen. Beispielsweise, wenn sich von schweren Krankheiten betroffene Menschen ausschließlich auf Homöopathie verlassen, um ihre Beschwerden zu lindern. Im Fall von Krebs beispielsweise raten Mediziner dringend davon ab. Auch bei unklaren Symptomen, deren Ursache nicht geklärt ist, kann die einseitige Einnahme der Präparate eine notwendige und wirksame schulmedizinische Behandlung unnötig verzögern. Die Spätfolgen sind in diesen Fällen nicht absehbar.

Faustregel: Generell sollte Homöopathie eine schulmedizinische Behandlung nach Absprache mit einem Arzt möglichst unterstützen und begleiten. Als Ersatz sollte sie aber nicht gesehen werden.

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