Homosexuelle

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Sexpraktiken: Gleichgeschlechtliche Liebe

Tabulos, schrill und so gar nicht mainstream: Erfahren Sie wie Homosexuelle ihr Liebesleben aufregend gestalten und lassen Sie sich inspirieren.

Wenn Sie an Schwule denken - welches Bild haben Sie da spontan vor Augen? Vermutlich ist es geprägt von den Gelegenheiten, wo sie uns Heteros am augenfälligsten begegnen, nämlich auf Paraden wie dem Christopher Street Day und als überzogene Charaktere in Film und Fernsehen: leicht abgedrehte, schrille Typen, die ihre Erotik und ihr Anderssein ein wenig überziehen. Aber selbst das kommt ja nicht von ungefähr: Die längste Zeit wurde Homosexualität unterdrückt und im Zuge der Befreiung drang sie umso ungestümer nach draußen.

Es ist noch nicht lange her, dass man dafür geächtet, gefeuert und sogar eingesperrt wurde; und heute noch werden Schwule gemobbt, angefeindet oder tätlich angegriffen. "Dass manche dafür Leib und Leben und ihre Freiheit riskiert haben, zeigt, was da für eine Kraft dahintersteckt", sagt Silke Maschinger, "also auch, wie ungeheuer wichtig es ist, seine Art von Sexualität leben zu können und dafür einzutreten.

Und wie befreiend es ist, wenn man es schafft. Kein Wunder, dass Schwule dafür bekannt sind, besonders ausgelassen zu feiern." Waren Sie je als einzige Hetero-Frau in einem Raum voller Schwuler? Da beschleicht Sie eine Ahnung, wie unwohl und unnormal man sich fühlen kann, wenn man hinsichtlich seiner erotischen Orientierung eine Minderheit darstellt.

Was wir von Homosexuellen lernen können

Dass es völlig okay ist, sexuell nicht mainstream zu sein. Dass man Mut braucht, um dazu zu stehen. Dass es sehr hilft, Gleichgesinnte zu suchen und sich mit ihnen auszutauschen. Und: Wer für die eigene "Andersartigkeit" eintritt, begegnet auch anderen mit mehr Toleranz. In optischer Hinsicht zeigen uns viele Schwule zudem, dass man sich nicht von vorgegebenen Idealen terrorisieren lassen muss. Manche verkleiden sich gern, manche dressen sich auf - aber ganz nach der eigenen Fasson, mit Witz, Kreativität und Selbstbewusstsein.

Experimentier-Tipp

Haben Sie spezielle Vorlieben? Machen Sie sich vielleicht ein bisschen Sorgen, dass Sie sexuell "nicht ganz normal" sind? Fangen Sie an, Ihre erotischen Eigenheiten als wichtig zu betrachten! Verbergen Sie sie nicht, sondern offenbaren Sie Ihrem Partner: "Ich bin da vielleicht ein bisschen anders als andere Frauen, aber bei mir ist das eben so. "Befürchten Sie, er könnte abgetörnt sein?"

Nun ja: "Wenn Sie es nicht wagen, sich ihm zu öffnen, werden Sie nie wissen, ob er es vielleicht ganz problemlos mit einem Lächeln akzeptieren würde", so die Fachfrau. "Sie können zunächst auch ergründen: Was steckt hinter meinen Befürchtungen, und wie mildere ich sie ab? Oder wenn Sie es Ihrem Schatz offenbart haben und er reagiert ablehnend: Welche Ängste hat er, und wie kann ich sie ihm nehmen?"

Guter Sex für immer und das mit Ihrem Partner!