Hormone aus der Natur: Ganz natürlich!

hormone natur

In Pflanzen finden sich erstaunliche Wirkstoffe, die bei unterschiedlichen Frauenleiden helfen

Hilfe aus der Natur: Wenn der Körper aufhört, Hormone zu produzieren, helfen bestimmte Pflanzen bei den unterschiedlichsten Frauenleiden. Wir sagen Ihnen welche.

Sie beeinflussen das Schlafverhalten, den Stoffwechsel und sogar unseren Alterungsprozess: Wie wichtig Hormone auch für das Wohlbefinden sind, wird vielen Frauen besonders dann bewusst, wenn sie fehlen.

Ab einem Alter von 45 bis 50 produzieren die Eierstöcke immer weniger weibliche Hormone (Östrogene), bis sie letztlich ihre Arbeit beenden. Dieser Umstellungsprozess, allgemein als Wechseljahre oder "Klimakterium" bekannt, kann mehrere Jahre dauern und für unangenehme Begleiterscheinungen sorgen.

Doch was hilft dagegen? Ersetzt man die fehlenden Hormone, können die Beschwerden meist schnell gemindert werden. Eine Therapie mit künstlichen Mitteln kommt allerdings für viele Frauen nicht infrage. Denn die chemischen Stoffe stehen im Verdacht, bei langfristiger Einnahme Brustkrebs auszulösen.

Experten sind zwar heute der Meinung, dass der Nutzen der Hormone überwiegt. Trotzdem raten sie insbesondere Frauen unter 60 dazu, leichte Beschwerden ohne Chemie zu behandeln.

Zudem ist die Ersatztherapie nicht für jede Frau geeignet. So sollten etwa Patientinnen mit Venenerkrankungen , Herzproblemen und stark erhöhtem Blutdruck besser auf synthetische Präparate verzichten.

Mit Pflanzenstoffen lässt sich der Hormonhaushalt während der Wechseljahre jedoch ganz sanft auf natürlichem Weg stärken. Stimmen Sie die optimale Dosis mit einem Arzt oder Apotheker ab!

Hormone aus der Natur bei Hitzewallungen

Extrakte der Traubensilberkerze (z. B. als Tropfen, Apotheke) beeinflussen die Körpertemperatur positiv. So mindern sie leichte bis mittelschwere Hitzewallungen. Allerdings ist ein wenig Geduld nötig: Die Wirkung setzt oft erst nach vier Wochen ein. Gegen übermäßiges Schwitzen kann zusätzlich Salbei (z. B. als Tee, Reformhaus) eingesetzt werden. Seine Inhaltsstoffe hemmen die Aktivität der Schweißdrüsen.

Bei Hautproblemen

In den Blüten des Rotklees sind sogenannte "Isoflavone" enthalten, die körpereigenen Hormonen ähneln. Sie können Wechseljahrssymptome mildern. Rotklee (z. B. als Kapseln, Apotheke) ist zudem für seine hautpflegende Wirkung bekannt: Er schützt die Zellen vor schädlichen äußeren Einflüssen und beugt so Falten vor. Leichte Hautunreinheiten beseitigt er ebenfalls.

Bei Gewichtszunahme

Auch Getreide enthält Pflanzenhormone - besonders viele stecken in Leinsamen. Positiver Nebeneffekt: Da die Körnchen in Verbindung mit Wasser stark aufquellen, machen sie extrem satt und können die typische Gewichtszunahme bremsen. Die volle Wirkung entfalten geschrotete Samen (Supermarkt). Morgens und abends je einen EL z. B. in Joghurt einrühren. Mindestens 1,5 l Flüssigkeit täglich trinken. Nehmen Sie Medikamente nicht gleichzeitig ein, sondern in einem Abstand von mindestens zwei Stunden.

Bei Nervosität

In seinen Zapfen finden sich Pflanzenhormone und ätherische Öle, die beruhigend wirken. Deshalb ist Hopfen (z. B. als Dragees, Apotheke) gegen Unruhe und Schlafstörungen zu empfehlen.

Bei Blasenentzündung

Viele Frauen haben wegen der hormonellen Umstellung vermehrt mit Infektionen der Blase zu kämpfen. Hier kann Kapuziner kresse (z. B. als Frischpress-Saft, Reformhaus) helfen, da sie Östrogene enthält, aber auch Senföle, die vor Bakterienbefall schützen.

Kategorien: