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Joy

Entlarven Sie jede Lüge

Joy,

Report: Lügen aufdecken

Kaum zu glauben, aber wahr: Jede von uns lügt laut Studien circa 50 Mal am Tag, Männer sagen sogar bis zu 70 Mal nicht die Wahrheit! Dabei ist es gar nicht so schwer, den Schwindeleien auf die Schliche zu kommen!

Ein Date wie aus dem Bilderbuch

Sie sitzen gemütlich beim Italiener, er sieht gut aus, macht Ihnen Komplimente, hört aufmerksam zu und alles, was er erzählt, lässt ihn im besten Licht leuchten – die Leidenschaft fürs Kino, sein toller Job als Abteilungsleiter ...

Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es wahrscheinlich auch: Der Psychologe Wade Rowatt hat herausgefunden, dass 90 Prozent beim ersten Date lügen würden, im Schnitt wird innerhalb der ersten zehn Minuten zweimal gelogen.

So erkennen Sie Lügen

Die Hälfte der Lügen geschieht zum Wohl des anderen. Schmeicheleien und Komplimente sind dabei das Spezialgebiet von uns Frauen, Männer hingegen lügen eher aus egoistischen Gründen.

Der Grund, aus dem es beide Geschlechter – obwohl 74 Prozent angeben, Ehrlichkeit sei für sie der wichtigste Wert! – immer wieder tun: Es fliegt so gut wie nie auf, denn der Durchschnittsmensch ist sehr schlecht darin, Lügen zu erkennen.

Die stillen Verräter

Nur circa 35 Prozent unserer Kommunikation laufen über die Sprache ab – der Rest wird über Haltung, Gesten und Mimik ausgedrückt. Ein Großteil dieser nonverbalen Kommunikation lässt sich nur sehr schwer willentlich steuern: Vor allem Lügen werden von untrüglichen Körperzeichen begleitet – und die kann man mit etwas Übung sehr zuverlässig lesen.

Um etwa beim Date seine Flunkereien gleich im Ansatz zu entdecken, nutzen Sie ab sofort diese drei einfachen und unauffälligen Tricks.

Basis-CheckScannen Sie sein Verhalten unauffällig ab. Zappelt er viel oder sitzt er entspannt? Stellen Sie drei unverfängliche Fragen: welche Musik er mag, wohin er gerne reist, seine Lieblingsfarbe. Dann erst kommt die Fangfrage: „Als Abteilungsleiter hast du sicher viel zu tun – was machst du so den ganzen Tag?“

Wenn sich sein Verhalten ändert – der Zappelige wird steif oder der Lässige zappelig, er zieht schlagartig die Füße unter den Stuhl oder wendet sich ein wenig ab –, dann haben Sie ihn unter Stress gesetzt: Er hat über seinen Job wohl nicht ganz die Wahrheit gesagt.

ReflexfragenStellen Sie Fragen so, dass der Ehrliche in ihnen nichts wiedererkennt, der Lügner sich aber ertappt fühlt. Beispiel: „Ich hab da mal eine Frage an dich als Mann. Ein Freund von mir ist liiert, trifft sich aber ständig mit anderen Frauen. Wie soll ich mit ihm umgehen?“

Ein ehrlicher Mann gibt Ihnen einen echten Tipp. Ein unehrlicher fühlt sich ertappt und wird eine Verhaltensänderung zeigen: Er macht einen verkrampften Scherz, wird nervös oder pampig. Und ist sicher nicht sehr treu.

Der Erwartungseffekt Erzählen Sie beiläufig, dass Sie ein untrügliches Gespür für Lügen haben. Menschen glauben erst einmal, was sie hören. Wenn er denkt, dass er Ihnen nichts vormachen kann, werden sich die Anzeichen für Stress beim Lügen deutlich erhöhen: Kragen lockern, mehr blinzeln, „Mauern bauen“ (Gegenstände zwischen Sie und ihn schieben, etwa seine Serviette).

Vielsagende Gesten

Die eben beschriebenen Handlungen nennen Experten „Tells“: verräterische Gesten. Diese sind umso leichter zu lesen, je stärker das Schuldgefühl ist. Wenn Sie Ihre Freundin verdächtigen, Ihr Feuerzeug eingesteckt zu haben, wird sie sich kaum durch Tells verraten, wenn Sie aber vermuten, dass sie sich an Ihren Freund heranmacht, können Sie vor der Frage das Schuldbewusstsein schüren.

Lügner mit Tricks entlarven

Machen Sie ihr klar, was sie verliert, wenn sie Sie anlügt, betonen Sie die enge Beziehung zu ihr: „Du weißt: Ehrlichkeit bedeutet mir alles!“ – „Wir kennen uns jetzt so lange und die Freundschaft zu dir ist mir wichtiger als jede andere.“ Erst dann stellen Sie die entscheidende Frage. Natürlich nicht „Machst du dich an meinen Freund ran?“, sondern: „Wie findest du eigentlich meinen Freund, mal ganz ehrlich?“

Schuldgefühle sehen ähnlich aus wie Traurigkeit. Wenn Ihre Freundin traurig wirkt, ohne dass es einen Grund gibt, spürt sie Schuldgefühle. Und wenn sie Sie dann anlügt, werden sich die Tells schnell zu einem sogenannten Cluster verdichten – mehrere Zeichen treten auf: Sie wischt sich die Hände an den Oberschenkeln ab (deshalb sollte kein Tisch zwischen Ihnen sein, wenn Sie fragen), reibt sich die Augen oder zieht den Kopf ein.

Wacklige LügengebäudeViele Lügen sind schnell gesprochen und schnell vergessen. Hinter den wirklich ernsten jedoch steckt meist eine erfundene Geschichte. So kommen Sie der Fiktion auf die Spur:

Details checken Ein Lügner strickt sich eine Story zurecht, vergisst dabei aber scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten. Beispiel: Ihr Freund war angeblich mit David unterwegs, Sie haben ihn aber in Verdacht, Marie getroffen zu haben. Wenn Sie fragen: „War Marie auch da?“, wird er lügen. Fragen Sie: „Was hatte David an, was habt ihr getrunken, in welcher Bar war das? Was passierte, nachdem David kam?“

Wenn Ihr Freund Details improvisieren muss, wird er sich schnell verraten, zu lange nachdenken oder Tells zeigen. Je mehr Details er aber erzählt („David hatte sich diesen teuren Rotwein bestellt, Château irgendwas, und kippte sich ihn direkt auf die Hose. Gott sei Dank hatte er seine schwarze an, sonst wäre der Abend wohl gelaufen.“), desto sicherer können Sie sein, dass er die Wahrheit sagt.

Chronologie durchbrechen Wenn Ihr Freund mit Marie aus war statt mit David, wird er Ihnen eine wohlkonstruierte Story vorsetzen, die einen Punkt nach dem anderen wiedergibt. Wenn Sie nach Details fragen, wird er versuchen, in der Reihenfolge zu bleiben.

Erhöhen Sie durch unverfängliche Detailfragen, die sich aber nicht wie ein Verhör anhören dürfen, seine Nervosität, dann werden sich bald die ersten Tells zeigen.

War er aber wirklich mit David aus, so springt er während der Erzählung in der Zeit: „Ach, ja ganz am Schluss kam dann noch Andi rein. Das war witzig, denn als wir gegen neun eine rauchen waren, haben wir noch über ihn geredet. David hatte da so gefroren, weil er sich ja vorher den Drink über die Hose gekippt hatte ...“

Emotionen erkennen Wer lügt, hat zwar eine Story parat, nicht aber die Gefühle, die diese Geschichte in ihm ausgelöst hat. „Tut mir leid, die Bahn hatte sich verspätet“ kann eine Lüge sein.

Wer die Wahrheit sagt, erinnert sich nicht nur an die Fakten, sondern auch an seine Gefühle: „Die Bahn hatte sich verspätet, das hat mich derart geärgert, weil sie ja vor Kurzem erst die Preise erhöht haben, jetzt darf man dafür auch noch länger rumstehen.“ Diese Geschichte ist sicherlich wahr.

Vielsagende Lücken Sätze wie „Das weiß ich jetzt gar nicht mehr“ oder „Komisch, hab ich total vergessen“ zeugen eher von der Wahrheit als von einer Lüge. Eine konstruierte Geschichte nämlich wird nie Erinnerungslücken aufweisen, da sie ja komplett erfunden ist.

Stimmlage checken Fast 70 Prozent der Lügner sprechen mit deutlich höherer Stimme, vor allem Frauen und Kinder.

Fatale Versprecher

Klar, am besten ist es, wenn sich der Lügner einfach „verplappert“. Aber auch falls Sie ihn nicht in flagranti erwischen: Die wenigsten Menschen sind rhetorisch so gewieft, dass sie bei dem Stress, den Lügen hervorruft, verräterische Sprachhülsen ganz vermeiden können. Hier sind die wichtigsten:

Phrasen, die die Glaubwürdigkeit künstlich betonen: „Ganz gewiss nicht!“

Ausweichende Antworten, Wiederholen der kompletten Frage, „Äähs“ und „Ääähms“, „Na ja“, Seufzen, Auflachen – alles, was im Vergleich zu sonst auffällig häufiger auftritt.

Ausführliche Verneinungen und distanzierende Worte: „Ich hab nichts mit dieser Frau“ statt „mit Marie“.

Antworten, die Schuldgefühle vermitteln sollen: „Das ist mal wieder typisch für dich – immer diese Eifersucht! Du ahnst gar nicht, wie sehr mich das verletzt.“

Entlarvende Mimik

Die sieben Gefühlsregungen Angst, Traurigkeit, Abscheu, Freude, Verachtung, Überraschung und Wut zeigen sich bei allen Menschen mit den gleichen mimischen Äußerungen. Der Grund: Sie sind uns angeboren – und werden meist vollkommen unbewusst benutzt.

Das macht sie hilfreich, um Lügen zu erkennen. Der wichtigste Verräter sind sogenannte „Micro-Expressions“, ungefilterte Gesichtsausdrücke, die nur einen Moment im Gesicht aufblitzen, bevor sie von gesteuerter Mimik abgelöst werden.

Schauen Sie Ihrer (falschen) Freundin genau ins Gesicht, wenn Sie sie fragen, wie Sie in dem Kleid aussehen, das Ihnen definitiv nicht steht. Der Ausdruck „Entsetzen“ wird kurz in ihrem Gesicht zu sehen sein, bevor er von einem Lächeln und dem herausgestoßenen „Super!“ abgelöst wird.

Körpersprache enttarnt den Lügner

Sechs der vorher beschriebenen Gefühle zeigen sich bei allen Menschen symmetrisch, nur bei Verachtung erscheint eine einseitig hochgezogene Lippe. Auch Mimik wie Lächeln, Stirnrunzeln oder Brauenheben wird in ehrlichen Situationen symmetrisch genutzt. Asymmetrien weisen auf eine Lüge hin, ebenso wie nicht zu Ende geführte Mimik.

Achten Sie auch auf verräterische Augenbewegungen, wenn es darum geht, sich eine Erinnerung wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wenn Sie Ihren Freund fragen: „Was hatte ich an, als wir uns das erste Mal sahen“, wird er (von sich aus gesehen) nach links oben blicken. Muss er das Bild aber konstruieren (etwa auf die Frage: „Was hatte David an, als du ihn gestern gesehen hast?“, obwohl er heimlich mit Marie aus war), schaut er eher nach rechts oben.

Die Basic-Methode

Diese Technik der US-Expertin Paula Mayer fasst noch einmal Schritt für Schritt zusammen, wie Sie Lügen entlarven:

Basis bestimmen Stellen Sie zunächst unverfängliche Fragen und studieren Sie Lachen, Gesten, Haltung, Mimik und Reaktionen des Gegenübers. Erst spürbare Veränderungen des Normalverhaltens sind bedeutsam.

Auskunft einholen Falls Sie glauben, dass zum Beispiel Ihr Date etwas verbirgt, stellen Sie Fragen, die sich nicht mit Ja oder Nein beantworten lassen. Statt „Bist du noch in deine Ex verliebt?“, lieber „Was ist bei der Trennung passiert?“ Das zwingt ihn, mehr zu erzählen.

Suche nach Clustern Achten Sie auf Tells. Wenn sie gehäuft auftreten, lügt Ihr Gegenüber Sie an.

Intuition nutzen Vertrauen Sie auf Ihren Bauch, wenn Sie Ungereimtheiten zum Normalverhalten spüren!

Couragiert nachhaken Wenn Sie den Lügner in die Ecke drängen, wird er weiter leugnen. Sagen Sie dem untreuen Freund: „Ich habe Verständnis für jeden Mann, der mit einer anderen ausgeht, wenn seine Freundin lieblos ist!“

So werden Sie eher ein Geständnis erzielen als mit „Gib’s endlich zu!“. „Alle Lügner wollen gestehen, denn Lügen ist extremer Stress“, sagt Paula Mayer. „Wir müssen ihnen nur die Chance geben!“

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