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Bars, Beaches und Badespass bis Oktober bei 25 Grad: Joy-Autorin Christine Bredow hat den absoluten Hotspot dieses Sommers getestet

Was für ein Anblick: Es ist 6 Uhr morgens, die Sonne geht über dem Meer auf. Ich stehe im Club "Cavo Paradiso" oberhalb vom Paradise Beach. Aus den Boxen wummern tiefe Bässe, um mich herum tanzen hunderte Partyversessene aus der ganzen Welt. Unter freiem Himmel! Die Menge jubelt euphorisch, einige springen zur Abkühlung in den Pool, die meisten tanzen einfach weiter wie in Trance...

Schlafen

Ich bin todmüde. Gestern Abend erst angekommen habe ich mich gleich ins Nachtleben gestürzt. Schließlich war Samstag, auch hier Ausgehtag Nummer eins. Aber jetzt brauche ich, in genau dieser Reihenfolge, ein Bett, ein Katerfrühstück und ein Bad im Meer. Ich nehme ein Taxi (8€,-) zu meinem Hotel. Das "Cavo Tagoo" ist eine stilvolle Anlage im weißen Kykladenstil, mit Spa, Open-Air-Bar und Edel-Restaurant. Alle haben immer Meerblick, viele sogar einen Privat-Pool. Mykonos-Stadt (Chora) liegt nur zehn Minuten zu Fuß entfernt. Das schaue ich mir später an. Erst mal ausruhen.

Jetset-Insel

Nach zehn Stunden Schönheitsschlaf, einer XLPortion Gyros und zwei Cappuccini bin ich wieder aufnahmefähig. Also: Mykonos wurde in den Sechzigern von den Schönen und Reichen entdeckt. Brigitte Bardot, Alain Delon und Liz Taylor residierten damals hier. In den Seventies kamen die Hippies, inzwischen fliegen Stars wie Madonna, Paris Hilton und Jennifer Aniston zum Feiern ein, denn die Insel hat sich zur Partyhochburg Europas entwickelt: Clubbing statt Kultur, dazu die schönsten Strände der Kykladen und 300 Sonnentage im Jahr. Chora ist der Hauptort. Die kleine Stadt an der Westküste wirkt wie gecastet für einen Griechenland-Werbespot. Direkt am türkisblauen Ägäischen Meer ziehen sich würfelförmige, weiße Häuser einen flachen Hang hinauf. Dazwischen liegen blumengeschmückte Gassen mit kleinen Hotels, Shops, Bars, Cafés und Restaurants. Souvlaki (Fleischspieß) und Spaghetti, Ouzo und frischer Orangensaft sind genauso zu haben wie Eis, Crêpes und Cocktails.

Maskottchen

Auf meinem Weg in die Stadt begegnet mir als erstes George, der Pelikan. Das Insel-Maskottchen ist ein Urenkel von Petros, der in den Fünfzigern auf Mykonos landete. Der war angeblich so berühmt, dass er sogar einer Talkshow in New York und als Ehrengast beim Münchener Oktoberfest auftrat. Ob's stimmt? Egal. Nachkomme George ist entzückend, lässt sich streicheln und posiert brav für Fotos.

Labyrinth

Sich in den Gassen von Mykonos-Stadt zurechtzufinden ist fast unmöglich. Jedes Mal, wenn ich glaube, den Weg zu kennen, verlaufe ich mich doch wieder. Macht aber nichts: Man landet immer irgendwann am Meer, außerdem eröffnen sich ungeahnte Einkaufsmöglichkeiten, weil man ständig neue Läden entdeckt!

Shopping

Startpunkt einer erfolgreichen Tour ist die Matogianni Street. Hier reiht sich ein Modeladen an den anderen, von Luxus ("Santa Fé") bis lässig ("Safety") ist alles dabei. Schuhfans sollten die Kreditkarte lieber gleich im Hotel lassen: Abgesehen von sexy High Heels in allen Formen und Farben locken Stiefel, Chucks, Flipflops... Und natürlich die original Mykonos-Ledersandalen: Flach und superbequem, mit Strass oder bunten Blumen verziert sind sie die idealen Begleiter von Beach bis Bar (ab 20€,-, z. B. bei "Leather Goods Kostas Rabias" und "Liontis", beide in der Matogianni St.). Gleich in der Nähe ist noch einer meiner Lieblingsläden: "Alexi Andriotti", mit trendy Accessoires zu günstigen Preisen. Ach ja: Die meisten Geschäfte sind von 10 Uhr bis 2 Uhr morgens (!) geöffnet. Also kein Grund zur Panik, wenn man tagsüber lieber am Strand liegt. Apropos: Genau da muss ich jetzt sofort hin!

Strand-Spass

Mykonos hat über 30 Badebuchten, aber die Partyzentrale ist der Paradise Beach an der Südküste (5 km von Chora, Bus-Ticket: 1,20€,-): 500 Meter goldener Sandstrand, mit Bars und Bikini- Shops, Restaurants, einem Wassersportcenter und zwei Clubs. Perfekt zum Flirten und Feiern! Los geht's schon um 17 Uhr mit der berühmten "Tropicana Beach Party". Zum Anheizen gibt's Go-go-Girls, Gratis-Shots und Entertainer Sasa aus Italien, unwiderstehlich in seinem Elefantenrüssel- String. Nach kurzer Aufwärmphase wird auf den Tischen getanzt, Champagner und Wodka fließen in Strömen. Bester Stimmung geht's von hier zurück in die Stadt: Es wartet der Sundowner-Cocktail im Little-Venice-Viertel - unter den weißen Windmühlen, direkt am Meer. Malerischer kann man den Sonnenuntergang nicht erleben! Danach trifft man sich zum Dinner in einem der vielen Open-Air-Restaurants. Meine Favoriten sind "Alefkandra" in Klein-Venedig und "Nikos" (beim alten Hafen).Gegen 23 Uhr startet das Bar-Hopping: "Skandinavian Bar & Disco", "Down Under" und "Astra Bar", alle leicht zu finden im Zentrum. Ab 1 Uhr füllen sich die Tanzflächen. Neben den Discos am Paradise Beach ("Cavo" und "Club Paradiso", Busse fahren die ganze Nacht) ist das "Space" der dritte große Club auf Mykonos. Er liegt dicht bei den Bars, auch hier ist Sperrstunde ein Fremdwort. So sehe ich wieder die Sonne aufgehen, sehr romantisch mit Pelikan George am Hafen.

Beach-Hopping

Für den Rest der Woche miete ich mir eine Vespa und düse zu den Stränden rund um die Insel. Mykonos misst nur rund 15 x 20 Kilometer, ist also schnell erforscht. Die besten Buchten sind im Uhrzeigersinn von Chora aus: Aghios Stefanos (2 km vom "Cavo Tagoo"), Aghios Sostis (Dolce & Gabbana sollen hier ein Haus haben), Panormos (mit Dünen), Kalafatis (Surfspot), Kalo Livadi, Psarou, Ornos und Aghios Ioannis. Die Südküste zwischen Platis Gialos (4 km von Chora) und Elia erkundet man am besten per "Wassertaxi". Zwischen den Stränden pendeln regelmäßig Fischerboote, man kann beliebig oft ein- und aussteigen: Paradise Beach, Super Paradise (Party Place Nummer 2!), Agrari... Aber am Ende strandet man immer am Paradise. Denn um 17 Uhr beginnt das Ritual von Neuem: Die Musik wird lauter, Sasa tritt auf, die Leute wollen tanzen...

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