"Hungerkuren? ... Nein danke!"

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Talk: Kate Winslet

Schauspielerin Kate Winslet (33) will für ihre Kinder die beste und stärkste Mutter sein. Wir zeigen den Hollywood-Star in der Bildergalerie.

SHAPE: Frau Winslet, Ihr neuer Film "Der Vorleser" (Start: 26. Februar) beweist: Ihr Body ist wirklich perfekt - wie halten Sie sich fit?Kate Winslet: Ich habe eine gute Balance im Leben gefunden. Familie, Sport, Arbeit: Alle Teile sind mir sehr wichtig.

Sport? Welchen Sportarten gehen Sie denn nach?Nun, ich bin sicherlich kein Superathlet. Aber ich habe ein gutes Verhältnis zu meinem Körper entwickelt. Jeder Mensch merkt doch, wenn er nicht so fit ist , wie er gerne sein möchte. Ich war auch schon in so einer Verfassung.

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Und was haben Sie gegen diesen Zustand getan?Der erste Schritt war, sich gegen dieses Gefühl zu stemmen. Dann habe ich mir einen Plan zurechtgelegt. Ich baute Fitness in mein Leben ein. Ein bisschen Yoga, häufig Radfahren, gelegentlich Laufen. Es ist erstaunlich, was man aus seinem Körper alles herausholen kann.

Also ist Sport für Sie eher ein Mittel zum Zweck?Natürlich, ich plane ja nicht, 2012 in London an den Olympischen Spielen teilzunehmen (lacht). Aber ich möchte schon die beste, die stärkste Mutter für meine Kinder sein. Und Sport hilft mir sehr dabei.

Aber zusätzlich halten Sie doch bestimmt Diät?Nie, ich will nicht für andere hungern. Mein Körper ist so, wie er ist . Ich mache gerne ein bisschen Sport, um in Form zu kommen, aber Hungerkuren? Nein danke!

Sie passen sich also nicht gern an?Das ist eine schwierige Frage. Ich bin jemand, der gerne nach seinem eigenen Lebensrhythmus tanzt. Ich halte das für sehr wichtig, daher stimme ich Ihnen zu.

Woher kommt diese innere Stärke?Wohl von meiner Mum und meinem Dad. Meine Eltern glaubten fest an mich und vermittelten mir, dass im Leben alles möglich sei - wenn ich nur will.

Wie ein guter Coach an der Seitenlinie?Ja, genau: wie ein guter Coach. Der Vergleich passt sogar perfekt. Ein guter Trainer holt das Beste aus seinen Athleten heraus, wenn er sie richtig motivieren kann. Meine Eltern haben das immer für mich getan.

Haben Sie denn ein Mantra im Leben?Ja: Wenn du es nicht ausprobierst, dann kann es auch nicht klappen. Ich muss alles ausprobieren. Das ist wichtig. Ich kann nicht sagen, dass ich keine gute Radfahrerin bin, wenn ich nicht aufs Bike steige und es versuche.

Unlängst tauchten Hochglanzbilder von Ihnen auf. Früher hätten Sie so etwas nicht gemacht, oder?Das stimmt. Mein Vater hat mich früher zu Auditions gefahren für Rollen, die ich ohnehin nie gekriegt hätte, weil ich immer ein bisschen dicklicher war. Mein Daddy aber hat das zur Seite gewischt und gesagt: "Du bist hier, weil du die Erfahrung sammeln willst. Nur das zählt." Ich glaube, dass ist der richtige Trainingsplan fürs Leben: Erfahrungen sammeln, man selbst sein und Spaß haben.

Wie managen Sie eigentlich Familie und Job? Nach "Zeiten des Aufruhrs" standen ja gleich die Dreharbeiten für "Der Vorleser" an. Da bleibt doch kaum Zeit!Es ist schon anstrengend, alles unter einen Hut zu kriegen, psychisch wie physisch. Als arbeitende Mutter hat man es nie leicht. Aber ich will mich nicht beschweren, ich kann es mir erlauben, Hilfe zu engagieren, wenn ich muss. Außerdem bin ich jemand, der um sein Glück kämpft. Irgendwann kommt man an einen Punkt im Leben, an dem man merkt, dass man wirklich glücklich ist. Dafür allerdings musst du kämpfen und herausfinden, wer du wirklich bist.

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