Hyaluronsäure: Was kann das Beauty-Wunder?

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Foto: Corbis

Wie sie wirkt und was sie kann

Hyaluronsäure speichert jede Menge Feuchtigkeit, füllt die Wasserdepots der Haut auf. Der Arzt kann damit schöne Nasen und junge Gesichtszüge zaubern.

Hyaluronsäure - was ist das eigentlich?

Die klare Substanz - "hyalos" bedeutet auf Griechisch "Glas" - kommt ganz natürlich in unserem Körper vor und wirkt dort als Feuchtigkeitsspeicher. Man findet sie überall, wo Feuchtigkeit lebensnotwendig ist, und zu über 50 Prozent in der Haut beziehungsweise in den Zellzwischenräumen der Epidermis. Chemisch gesehen ist Hyaluronsäure eine Kette aus Zuckermolekülen. Ein Molekül kann 6000-mal mehr Wasser binden, als es selbst wiegt. Das ist es, was für die Kosmetik so interessant ist.

Welche Aufgabe hat sie in der Haut?

Hyaluronsäure hält die Feuchtigkeit in der Haut, hemmt aber auch Entzündungen, beeinflusst die Durchlässigkeit von Zellen und fördert die Wundheilung. Allerdings lässt die körpereigene Produktion des Stoffs im Alter nach. Etwa ab dem 30. Geburtstag sinkt der Spiegel kontinuierlich ab, bis er bei Menschen über 60 Jahren leider nur noch zehn Prozent des jugendlichen Levels erreicht.

Und Hyaluron wirkt auch von außen?

Mit dem Sinken des Hyaluronsäurepegels in der Haut stellen sich Falten und Elastizitätsverlust ein. Und da kommt Hyaluronpflege ins Spiel, denn sie kann auch von außen den Feuchtigkeitsgehalt der Haut verbessern und für einen Austausch zwischen den Zellen sorgen. Sie schützt die Haut vor Umwelteinwirkungen und sorgt dafür, dass keine Schadstoffe in das Unterhautgewebe gelangen. Das Ergebnis ist schöne, glatte und gesunde Haut. Zudem wird Hyaluronsäure auch von sensibler Haut prima vertragen, da es ja ein körpereigener Stoff ist.

Kurzkettig, langkettig - wo ist der Unterschied?

Je nachdem, wie die Zucker-Bausteine der Hyaluronsäure aneinandergekettet sind, kann Hyaluronsäure unterschiedliche Konsistenzen von dünnflüssig bis gelartig annehmen. Je kurzkettiger die Moleküle sind, desto tiefer können sie eindringen. Die langkettige Version bindet in der oberen Hornschicht Feuchtigkeit und sorgt so für pralle Haut. Die kurzkettige Hyaluronsäure dringt in die tieferen Schichten der Epidermis vor und wirkt dort aufpolsternd.

Wie wird sie gewonnen?

Vor 20 Jahren milderten Ärzte zunächst Schmerzen in arthrosegeschädigten Gelenken mit Hyaluron. Damals stammten die ersten Präparate aus Hahnenkämmen. Heute wird die Hyaluronsäure ausschließlich biotechnologisch gewonnen.

Und hier steckt Hyaluronsäure drin

Sorgt für mehr Spannkraft "Bio-Hyaluron & Amlaöl Fältchenminimierende Pflege Tag", 40 ml ca. 13 Euro, Dr. Scheller. Wirkt, wenn wir schlafen "Anti Age Hyaluron-Filler Nacht", 50 ml ca. 29 Euro, Eucerin. Hat eine leichte Textur "24h Hyaluron Creme Sorbet", 50 ml ca. 29 Euro, Annemarie Börlind

Gibt es die auch pflanzlich?

Ja, und auch Bio-Hyaluronsäure wird durch Biotechnologie gewonnen, zum Beispiel aus dem chinesischen weißen Zitterpilz (Tremella fuciformis sporocarp).

Lohnt sich Unterspritzen?

In der ästhetischen Medizin ist Hyaluronsäure eines der meistverwendeten Materialien für Faltenunterspritzungen und Volumenaufbau von Gesicht und Lippen. Beim Volumenaufbau (ab ca. 400 Euro) - auch Liquid Lifting genannt - wird mit gewebeschonenden Kanülen Hyaluron injiziert. Das hebt die Kinnkontur, die Nasolabialfalten werden flacher, und das Gesicht bekommt sein natürliches, jugendlich volles Aussehen zurück. Außerdem können Chirurgen mit Hyaluronsäure aufwendige OPs ersetzen und mit Unterspritzungen Stupsnasen ausgleichen, flache Nasen aufbauen (ab ca. 300 Euro) oder auch tiefe Akne-Narben glätten (ab ca. 150 Euro).

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