„Ich fühlte mich noch nie so nackt!“

ich fuehlte mich noch nie so nackt
Matthew McConaughey im Interview
Foto: Getty Images

Star-Interview: Matthew McConaughey

Privat trägt er nur selten ein Shirt. Trotzdem kam selbst Matthew McConaughey (42) ins Schwitzen, als er für seine neue Komödie strippen musste.

JOY: Sie spielen in der spritzigen Komödie „Magic Mike“ den Besitzer eines Männer-Stripclubs und ziehen sich sogar selbst auf der Bühne aus. Hat Sie diese Stripeinlage viel Überwindung gekostet?

Matthew McConaughey: Und wie! Ich war unglaublich nervös und fühlte mich noch nie so nackt. Sich vor Publikum auszuziehen und dabei möglichst sexy zu wirken, ist furchtbar. Noch dazu stellt ein Tanga auch nicht gerade das sicherste Kleidungsstück dar. In einer Szene musste eine Frau daran ziehen und er riss sofort. Gott sei Dank konnte ich ihn noch festhalten, sonst hätte ich komplett nackt auf der Bühne gestanden. Die ganze Crew lag vor Lachen am Boden!

Den modischen Stil von Matthew McConaughey zeigt die Galerie (14 Bilder)!

Wie haben Sie sich auf diese Rolle vorbereitet?

Meine fünf Co-Stars und ich sind alle gut durchtrainiert, aber die Gewissheit, dass der eigene nackte Hintern auf zwölf Meter großen Kinoleinwänden zu sehen sein wird, vor denen jeweils 300 Frauen sitzen, steigert definitiv die Sport -Motivation (lacht). Sobald ich zugesagt hatte, ging ich zweimal täglich ins Gym. Dazu übte ich noch die Strip- und Tanzchoreografien und quälte mich durch eine Protein-Diät mit fünf kleinen Mahlzeiten am Tag. Manchmal habe ich allerdings gemogelt und mit meiner Frau Camila abends ein Glas Rotwein getrunken (lacht).

Was hat Ihre Frau dazu gesagt, dass Sie im Kino Ihre Hüllen fallen lassen?

Camila redete mir gut zu. Sie war sogar am Set, als wir meine Strip-Szene drehten. Zum Glück habe ich das erst gemerkt, als sie danach zu mir kam und meinte: „Beide Daumen hoch, du warst super!“ Hätte ich gewusst, dass sie zusieht, wäre ich noch um einiges nervöser gewesen.

Im Juni gaben Sie und Camila sich das Jawort. Warum haben Sie sich erst nach sechs Jahren Beziehung und zwei Kindern dazu entschieden?

Unser Sohn Levi brachte den Stein ins Rollen, als er Camila fragte: „Mama, warum sind Papa, Vida und ich McConaugheys und du nicht?“ Camila und mir war ein Ring oder ein Nachname nie wichtig, aber als ich erkannte, dass eine Hochzeit den Kindern ein ganz anderes Zusammengehörigkeitsgefühl geben würde, beschloss ich, Camila ganz klassisch zu fragen. An Heiligabend im letzten Jahr legte ich ihr einen Verlobungsring unter den Christbaum. Als sie ihr Weihnachtsgeschenk öffnete, fiel sie aus allen Wolken – und ich vor ihr auf die Knie.

Wer hat die Hochzeit geplant und vorbereitet?

Wir beide gemeinsam. Camila hatte aber die genaueren Vorstellungen. Sie wollte alle Familienmitglieder und Freunde für ein ganzes Wochenende versammeln, damit wir auch genug Zeit miteinander haben. „Ein Dorf voller Liebe“ war unser Motto. Da wir keine Lust hatten, dass nach der Feier jeder in irgendein Hotel verschwindet, ließen wir bei uns zu Hause in Texas eine kleine Zeltstadt aufbauen: 40 Stück! Jedes hatte sogar Bad und Klimaanlage (lacht). Die Zeremonie war am Samstag und wir feierten, bis die Sonne aufging. Selbst dann sind wir nur ins Bett gegangen, um uns keinen Sonnenbrand zu holen (lacht).

Welcher Moment war für Sie während dieser dreitägigen Feierlichkeiten der kostbarste?

Definitiv die 45 Sekunden, als ich vor dem Altar auf meine Braut wartete. Ich musste mir immer wieder sagen, dass dieser Moment real ist: Gleich kommt meine Traumfrau und ich werde ihr das wertvollste aller Versprechen geben.

Wie kompatibel sind ein Texaner und eine Brasilianerin?

Offensichtlich sehr, auch wenn wir teilweise ganz anders ticken. Brasilianer lieben zum Beispiel das Chaos und halten sich im Gegensatz zu Amerikanern an keine Uhrzeit. Ich bin gerne pünktlich und deswegen trickse ich Camila oft aus, indem ich ihr sage, wir treffen uns um fünf Uhr, wenn ich halb sechs meine. Dann kommen wir gleichzeitig (lacht).

Was bewundern Sie an Ihrer Frau am meisten?

Sie hat Stolz, Ehre und Stil. Eine Weinflasche für drei Dollar von einer Strandbar trinkt sie mit der gleichen Leidenschaft wie einen 150 Euro teuren Tropfen in einem vornehmen Restaurant. Außerdem mag ich, mit welchem Respekt sie ihre Mitmenschen behandelt und wie sie für ihre Familie da ist. Egal, wie viel Camila um die Ohren hat, sie lässt instinktiv alles stehen und liegen, wenn es um ihre Familie geht.

Und umgekehrt: Was, glauben Sie, mag Camila an Ihnen?

Ich denke, sie schätzt an mir, dass ich mich selbst ständig antreibe, um mich im Job zu steigern sowie ein besserer Vater und Ehemann zu sein.

Haben Sie von Ihren Eltern etwas gelernt, was Sie an Ihre Kinder weitergeben wollen?

Wer zu Hause geliebt wird, hat weniger Angst, im Leben zu versagen. Immer wenn einer meiner zwei Brüder oder ich etwas angestellt hatte – was oft passierte –, sagten meine Eltern folgenden Satz: „Wir haben dich lieb, aber wir mögen dich jetzt gerade nicht.“ Es ist wichtig, immer bedingungslos geliebt zu werden – dieses Gefühl will ich meinen Kindern auch unbedingt vermitteln.

Waren Ihre Eltern ein gutes Vorbild?

Sie haben dreimal geheiratet. Dreimal sich gegenseitig. Ich hoffe, bei mir funktioniert es schon beim ersten Mal (lacht)!

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