„Ich lebte in einem Märchen – dann kam der große Knall“

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Foto: Endemol

Linda de Mol (45)

Sie glaubte an die Liebe mit Sander Vahle. So sehr, dass sie nicht heiraten wollte. Doch er ging zu einer anderen. Linda war sprachlos vor Trauer. Sie hat sich wieder verliebt – und ist sprachlos vor Glück

Das Ende einer Liebe. Es teilte auch das Leben von Linda de Mol in zwei Hälften. Als ihre Beziehung zerbrach, sagte sie: „Ich glaube nicht mehr an Märchen. Mit Sander und mir, das war ein Märchen.“

Zwölf vollkommene Jahre. Zwei entzückende Kinder: Sohn Julian (12), Tochter Noa (9). Ein Glück, das wie durch Blitzschlag endete. Sander Vahle (43), TV-Regisseur, sensibel, smart, hatte sich verliebt. Ausgerechnet in Lindas enge Freundin Heleen (39).

Freunde berichteten, dass Linda sich sehr um Heleen gekümmert habe, als sie von ihrem Mann verlassen wurde. Sie durfte sogar bei Linda übernachten. Unsere tief verletzte „Traumhochzeit“-Fee sagte: „Seit Monaten habe ich das Gefühl, im schlechtesten Drehbuch von ‚Feine Freundinnen‘ zu sitzen.“

„Das Märchen“, so Linda, „platzte mit einem großen Knall!“ Es war die einzige Spitze, zu der sich die Betrogene hinreißen ließ. Schmutzige Wäsche hat sie nie gewaschen. Linda de Mol: „Wir haben vereinbart, dass wir nicht übereinander reden, das funktioniert sehr gut.“

Aber über ihren Schmerz sprach sie. „Ich wäre am liebsten eine konservative Familie geblieben“, sagte sie, „sich zu trennen war daher kein leichter Schritt.“ Die Wehmut und die Enttäuschung klebten an ihr. Linda: „Es holt mich immer wieder ein, es ist einfach schwer.“

Ihr Leben hatte sich gedreht. Sander und sie seien ein „eingespieltes Team“ gewesen. Ohne ihn habe sie sich neu erfinden müssen. Da gab es Familienfeste

– und „Sander ist nicht dabei!“ Das habe ihr so weh getan. Der erste Schritt in ein neues Leben: mit den Kindern in den Ski-Urlaub! Und: viel mit Freundinnen unterwegs sein. „Bei Weißwein 36-mal die gleiche Geschichte“, habe sie erzählt. Linda: „Durch all das Heulen, Sprechen und auch durch die schönen Dinge wird man irgendwann wach und weiß: Ich habe mich wieder!“

Silvester 2007 hat sie den Schalter endgültig umgelegt. Sie wollte nicht mehr traurig sein, sondern gepolt auf Zuversicht. Ihr Vorsatz: „Jetzt beginnt ein neues Jahr, nun ist Schluss mit dem Selbstmitleid!“ Linda hatte beschlossen, sich mit den Tatsachen abzufinden. Sie sagte: „Ich will mein Leben wieder leben, anstatt frustriert ständig nach dem Warum zu fragen.“

Auf einmal sei es ihr besser gegangen. Es gab immer mehr Tage, an denen sie fröhlich gewesen sei. Einen großen Anteil daran hatte auch eine neue Liebe: ein Musiker, er heißt Jeroen Rietbergen (38). Sie kannten sich schon lange.

Nach der Trennung von Sander habe sie viel mit ihm geredet. Linda: „Das hat mir geholfen. Irgendwann habe ich gemerkt, was für ein feiner Mensch Jeroen ist.“ Er sei ihr „Lebensretter“ gewesen.

Ein Mann, den auch ihre Kinder mögen, was sie „herrlich“ findet. Und nicht nur, dass er sportlich ist, sich lässig kleidet und immer fröhlich ist, gefällt ihr an ihm. Sie sagt: „Er liebt die Musik und weiß so viel darüber zu erzählen. Das finde ich anziehend an einem Mann.“

Nein, vorsichtiger ist sie nicht mit Beziehungen geworden: „Wenn man nicht mehr 100-prozentig lieben kann, verliert man etwas ganz Wichtiges im Leben.“ So klingt es, wenn das Leben und die Liebe eine mal sehr enttäuschte Frau wiederhaben!

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