„Ich sollte mal wieder Rosen schenken!"

ich sollte mal wieder rosen schenken
Hollywood-Star Paul Rudd
Foto: Getty Images

Paul Rudd im Interview

Komödien-Star Paul Rudd (43) weiß, wie man Frauen verzaubert, aber leider ist er meistens zu faul dazu.

Seine neue Komödie heißt „Our Idiot Brother“ (ab 21. Juni 2012), doch auf den ersten Blick scheint der 43-jährige Paul Rudd für die Rolle des trotteligen Hippies ungeeignet: Zu wach und intelligent wirken seine Augen, zu reflektiert seine Ausdrucksweise. Und anders als seine schlecht gekleidete Filmfigur Ned trägt er Designerhemd samt Sakko – Typ „idealer Schwiegersohn“. Nur eine Eigenschaft hat der Protagonist aus Komödien wie „Beim ersten Mal“ oder „Trauzeuge gesucht!“ mit Ned gemein: Er verbreitet mit persönlichen Anekdoten gute Laune pur.

JOY : Seit Sie die Suite betreten haben, strahlen Sie nonstop. Sind Sie ein Optimist durch und durch?

Paul Rudd: Nicht wirklich! Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie nervös sind und aus Unsicherheit nicht aufhören können zu lächeln? So geht es mir gerade – und das noch mit 43! Dafür fallen die Mundwinkel dann zu Hause wieder runter (lacht).

Sie haben also nicht viel mit dem idealistischen, stets gut gelaunten Hippie aus Ihrem neuen Film gemein?

Ich bin vielleicht nicht der Vorzeigestrahlemann, aber dafür finde ich Optimisten äußerst sympathisch. Deshalb verbringe ich auch lieber Zeit mit Jüngeren, denn die sind bei Weitem noch nicht so zynisch und desillusioniert. Ich fände es gut, wenn wir alle keine Vorurteile hätten, einfach nur offen und ehrlich wären – so wie meine Filmfigur. Aber ich gebe zu, das ist natürlich fast unmöglich umzusetzen!

In Ihrer nächsten Komödie „Wanderlust“ (ab 21. Juni im Kino) verschlägt es Sie mit Jennifer Aniston in eine Hippie-Kommune. Hätten Sie Lust auf so ein Leben?

Nein, ich bin nicht der Typ, der am liebsten in einem Zelt oder im Wohnwagen übernachtet. Zu Schulzeiten kleidete ich mich eine Weile wie ein Hippie – ohne einer zu sein –, weil ich dachte, die Mädchen stehen auf diesen lässigen Look. Aber das war bedauerlicherweise ein Irrtum (lacht).

Trugen Sie damals auch einen Vollbart?

Ja, das mache ich heute auch noch ab und zu – der hält im Winter schön warm (lacht ). Es war auch kein Problem, dass ich mir für den Film einen wachsen lassen musste. Wenn ich meine Frau damit beim Küssen pikse, fangen wir beide an zu lachen!

Wann waren Sie das letzte Mal richtig schlecht drauf?

Den düstersten Tag meines Lebens erlitt ich im Oktober 2008, als mein Vater starb. Ich hätte so gerne mehr Zeit mit ihm verbracht. Und dann gab es natürlich immer mal wieder ein paar üble Momente zwischendurch (lacht).

Wie reagieren Sie auf einen verhexten Tag, an dem einfach alles schiefgeht?

Ich versuche, mich nicht stressen zu lassen. Letztes Jahr hatte ich zum Beispiel einen wichtigen Flug von New York nach L. A. Auf dem Weg zum Flughafen stand ich dann ewig im Stau. Ich war total nervös, aber es hätte zeitlich noch hinhauen können. Prompt gab mein Auto den Geist auf – und kein Taxi war in Sicht! Da hielt ein Auto neben mir und ein junges Pärchen bot mir an, mich mitzunehmen.

Aber dann hat doch noch alles geklappt?

Nein, ich verpasste den Flug trotzdem noch – um zwei Minuten. Daraufhin musste ich ein Shuttle zu einem anderen Terminal nehmen, um die nächste Maschine zu bekommen. Natürlich stieg ich in den falschen Bus und landete fernab vom Flughafen. Das war so absurd, dass ich irgendwann nur noch lachen musste. Du darfst das Leben eben nicht so ernst nehmen.

Wie sieht es mit Frauen aus – haben Sie da auch schon mal so richtig Pech gehabt?

Welcher Mann kann kein Lied davon singen? Allerdings bin ich jetzt 16 Jahre mit meiner Frau zusammen. Ich erinnere mich aber an einen Fall, da wartete ich drei Stunden lang auf ein Mädchen. Mit einer roten Rose in der Hand harrte ich neben ihrem Auto aus. Aber ich war wohl nicht ihr Typ. Sie fuhr lieber bei jemand anderem mit und ließ ihren Wagen stehen, um ja nicht mit mir reden zu müssen.

Haben Sie diese romantische Ader heute noch?

Früher war ich aktiver! Ich nahm Mädchen Mixtapes auf – ein absoluter Klassiker. Die Krönung war ein Trip nach Venedig. Dort küsste ich meine damalige Freundin, während wir in einer Gondel unter der Seufzerbrücke durchfuhren, wie in einer Schlüsselszene der Romanze „Ich liebe dich – I love you – Je t’aime“, in die ich als Zwölfjähriger total vernarrt war.

Warum planen Sie solche Aktionen jetzt nicht mehr?

Weil ich verheiratet bin (lacht). Ich weiß, dass ich großzügiger sein könnte, was romantische Gesten betrifft. Meine Frau beschwert sich auch schon. Ich sollte mich wohl mal wieder auf meine Vergangenheit als Rosenkavalier besinnen (lacht).

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