Ich will mehr Sex als mein Mann - 6 mögliche Gründe

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Männer können eine Frau sexy finden - und trotzdem keine Lust auf Sex haben.
Foto: Seb Oliver/cultura/Corbis

Darum haben Männer manchmal keine Lust

Neun von zehn Männern finden ihre Partnerin anziehend. Trotzdem haben 20 Prozent Migräne, wenn sie ihm an die Wäsche möchte. Doch warum will ich mehr Sex als mein Mann? Die Gründe für die Libido-Krise müssen andere sein ...

Sie will mindestens einmal die Woche leidenschaftlichen Sex, er sagt "Oh, Migräne". Was wie eine lustige Übung in Klischee-Rollen-Umkehr klingt, wächst sich in Wahrheit zur männlichen Libido-Krise aus. Etwa 20 Prozent der Männer in Deutschland, England und den USA haben null Lust auf Sex . Manchmal jahrelang.

Zum Teil leiden sie nicht mal darunter, wenn im Schlafzimmer nur noch an der Fernbedienung gefummelt wird. Ihre Partnerinnen dafür umso mehr. Nicht nur, dass sie erhitzt wach liegen, während er sanft schnarcht. Sie denken auch noch, es läge an ihnen. Versuchen es mit Trennkost und Reis-Diät oder kaufen sich scharfe Dessous . Und machen sich große Sorgen, weil all das nichts hilft. Kein Wunder: 90 Prozent der Männer behaupten in Umfragen oder Paartherapien, dass sie prinzipiell körperlich weiterhin auf ihre Freundinnen stehen würden. Bleibt die Frage: Woran liegt es denn dann?

Ich will mehr Sex als mein Mann! Hier kommen sechs mögliche Gründe zur Auswahl:

1. Er träumt nachts von seinem Chef

Alle 52 Sekunden denken Männer an Sex ? Vorbei! Heute phantasieren sie über Stellen- statt Stellungswechsel. Nehmen den Job mit ins Bett. Man könnte jetzt sagen: Stress haben Frauen auch. Stimmt. Wir leben in "ungeilen" Zeiten, haben halb so oft Sex wie vor 30 Jahren. Nur fällt es bei Frauen nicht so auf, weil sie ohnehin unter "Migräne-Verdacht" stehen.

2. Sie fordert zu viel

"Wir haben schon lange keine Liebe mehr gemacht". Frauen sprechen das Thema heute ganz offen an - und schießen manchmal übers Ziel hinaus. "Sex ein scheues Reh", warnt Psychotherapeut Wolfgang Schmidtbauer. Mit forderndem Psycho-Ton kann man es nämlich verscheuchen. Lieber konkret werden: "Ich würde jetzt gerne von dir angefasst werden." Wer seine Wünsche ganz ohne beleidigten Unterton äußert, ist schon mitten im Spiel. Und irgendwie sexy.

3. Alles ist flach ...

Nein, es geht nicht um fehlende Kurven, es geht um mangelnde Leidenschaft. Jeder weiß: Anfangs ist es leicht, feurig zu sein. Wir toben uns aus, lassen uns auf den anderen ein. Doch je fester die Beziehung , desto seichter wird sie. Die Vorliebe für spontanen Sex am Nachmittag weicht der für einen perfekten Kontostand. Irgendwann kommt die Quittung. "Wir investieren in Firmen, Häuser und Hobbys, warum nicht auch in Sex?", fragt Paartherapeut Michael Cöllen. Recht hat er. Zum Glück kann man einen Investmentplan ja ändern.

4. Er ist nicht mehr der Jüngste

Das ist gar keine so abwegige Erkenntnis. Denn in Sachen Sex haben Männer durchschnittlich mit 17 Jahren den größten Appetit. Frauen dagegen mit Mitte 30! Darüber hinaus herrscht auch im Bett Jugendwahn: Natürlich halten wir uns auch mit 40 noch für jung. In diesem Alter haben Männer und Frauen durchschnittlich 69 mal im Jahr Sex, also so ungefähr einmal in der Woche. Noch Fragen?

5. Er treibt es lieber mit Bar Refaeli

Oder mit der superscharfen Melanie auf www.poppen.de. Wirklich: Etwa ein Drittel der Männer zwischen 14 und 70 ist regelmäßig auf Pornoseiten im Netz unterwegs! Frauen weniger. Trotzdem ist auch bei "Sex and the City" der tägliche weibliche Orgasmus ungefähr so selbstverständlich wie Zähne putzen. Heraus kommt eine unbewusste Vermessung der heimerotischen Welt: Wie oft tun wir es, wie geil ist es, wie viele Variationen haben wir drauf? Sicher kann man sich jetzt mit Dessous eindecken, mit Vibratoren abarbeiten oder in den Swingerclub fahren. Aber die meisten stehen in Wahrheit gar nicht drauf. Motto: Gruppensex ist schon okay, wenn es sich bei der Gruppe um zwei Menschen handelt.

6. Das Schwein ist schuld

Besser gesagt, das viele Östrogen im Schnitzel. Mag merkwürdig klingen, aber Hormone im Fleisch (oder auch im Grundwasser) setzen der Potenz zu. Sind Vegetarier und Biokostler also die besseren Liebhaber? Die Tierschutzorganisation Peta wirbt derzeit mit dieser Behauptung. Aber die sind ja auch parteiisch. Also: Fleisch ist nicht der Grund für eine schwache Libido. Und trotzdem belasten die weiblichen Hormone im Essen ohnehin müde Männer zusätzlich.

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