Ich will Sonne!

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Gesunder Sonnenschutz

Sonnenbrand, Falten, vorzeitige Hautalterung: Lassen Sie sich den Urlaubsspaß nicht durch Horrorszenarien verderben. Wir klären alle Fragen zum Sonnenschutz, damit Sie unbeschwert zu gesunder Bräune kommen.

Was bedeuten die neuen Packungsangaben auf den Sonnenschutzprodukten?

Ab 2009 gilt ein neuer, vom Verband der europäischen Körperpflegemittel -Industrie COLIPA festgelegter Standard: Die früheren Zahlenangaben für den Lichtschutzfaktor werden jetzt durch eine einfach verständliche Kategorisierung (basis, mittel, hoch, sehr hoch) ergänzt. Gleichzeitig wurde einheitlich geregelt, wie der von der EU zusätzlich zum UV-B- empfohlene UV-A-Schutz aussehen soll: Produkte mit dem neuen UVA-Siegel garantieren, dass sie diese tiefer eindringenden und für die Hautalterung verantwortlichen Frequenzen für die dem LSF entsprechende Zeit weitgehend eliminieren.

Die neue Pflichtetikettierung fasst übersichtlich die Leistungen des Präparats zusammen, einige Produkte liefern zusätzliche Details auf der Packungsrückseite

Wie bereite ich mich am besten auf die Sonne vor?

Bestimmte Nährstoffe wie Lycopin (aus Tomaten) oder Vitamin C steigern den Zellschutz und erhöhen die Eigenschutzzeit der Haut, wenn Sie sie zwei Wochen vor dem ersten Sonnenbad regelmäßig zuführen. Ähnlich wirken Hautseren etwa mit Phloretin, die Sie allerdings vier Wochen lang anwenden müssen.

1 „Aroma Sun“-Lotion, Decléor, um 29 Euro, stärkt die Hautschutzbarriere dank Arganöl2 „Sonne – Gesicht & Körper Hautschutzkapsel“, Innéov, um 24 Euro, unterstützt die Hautabwehrkräfte und beugt Pigmentflecken vor3 „Phloretin CF“-Serum, Skin Ceuticals, um 150 Euro, bildet einen Schutzmantel um die Zellen

Bedeutet mehr LSF, dass ich langsamer braun werde?

Ja, denn nur wenn die UV-Strahlen in die Haut eindringen, produziert diese Melanin. Doch knausern Sie beim Sonnenbad nicht mit dem LSF – je langsamer der Prozess der Melaninbildung abläuft, desto gleichmäßiger wird die Bräune. Wichtig ist nicht nur viel LSF, sondern auch viel Produkt: Damit Sie alle exponierten Hautstellen erwischen, sollten Sie mindestens fünf Teelöffel Sonnencreme aufwenden.

Wie wähle ich den richtigen Sonnenschutz aus?

Je nach Typ kann sich die Haut eine gewisse Zeitspanne selbst schützen. Mit Hilfe von Sonnenschutzprodukten kann man über diese Eigenschutzzeit hinaus in der Sonne bleiben, ohne gleich einen Sonnenbrand zu riskieren.

1 „Sensitive Skin Sun Milk LSF 30“, Biotherm, um 27 Euro2 „Pflegende Sonnenmilch LSF 15“, Nivea Sun, um 8 Euro3 „Body Cream SPF 40“, Clinique, um 24 Euro4 „Out Smart SPF 25“, Origins, um 23 Euro5 „Solar Expertise Anti-Age Körpermilch LSF 50“, L’Oréal Paris, um 12 Euro6 „Sun Care Spray LSF 20“, Clarins, um 26 Euro

Wie lange bin ich durch die Creme vor UV-Licht geschützt?

Das hängt vom Lichtschutzfaktor ab, den Sie aufgetragen haben. Multiplizieren Sie diesen mit Ihrer Eigenschutzzeit, so erhalten Sie Ihre maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne. Sind Sie beispielsweise Hauttyp 2 mit einer Eigenschutzzeit von zehn Minuten, dürfen Sie mit LSF 20 10 x 20 = 200 Minuten in der Sonne bleiben.

Wofür sind spezielle After-Sun-Lotions notwendig?

Auch wenn es nicht direkt zum Sonnenbrand kommt, setzen die UV-Strahlen der Haut zu. Sie braucht regenerierende Wirkstoffe (etwa aus Aloe vera oder Algen) und vor allem viel Feuchtigkeit. After-Sun-Lotions sind nicht so dickflüssig wie herkömmliche Lotions, das vermeidet einen unangenehmen Wärmestau.

1 „Posthelios Konzentrierte Repairpflege“, La Roche-Posay, um 16 Euro, mildert unangenehmes Hitzegefühl2 Mit reparierenden Algenenzymen: „Après Aktiv Fluid Pflege und Regeneration“, Ladival, um 17 Euro3 „Face After Sun Tan Maximizer“, Lancaster, um 29 Euro, beugt Hautabschuppungen vor4 „Ambre Solaire Delial Après Erfrischendes Feuchtigkeits-Spray“, Garnier, um 6 Euro, mit hautberuhigendem Kaktus-Konzetrat5 Kühlt sonnenverbrannte Haut schnell wieder ab: „All Purpose Aloe Vera Gel“, Ole Henriksen, um 60 Euro

Brauche ich eine extra Sonnencreme für mein Gesicht?

Was den reinen Sonnenschutz angeht nicht. Andererseits benutzen Sie ja auch nicht Ihre Bodylotion als tägliche Gesichtscreme. Sonnenschutzprodukte für das Gesicht enthalten neben UV-Schutz auch Pflegestoffe, die auf die Bedürfnisse des Teints abgestimmt sind.

1 „Sôleil Protective Lip Gloss SPF 15“, Lancôme, um 18 Euro, schützt die zarte Lippenhaut2 Ferulasäure hält die Zellen intakt: „Face Cream SPF 40“, Clinique, um 23 Euro3 Für blassen Teint: „Ultra Facial Defense SPF 50“, Skin Ceuticals, um 29 Euro4 Für die empfindliche Augenpartie: „Anti Wrinkle Eye Care LSF 30“, Biotherm, um 22 Euro5 Parfümfrei und ohne Farbstoffe: „Solar Expertise Anti-Age Gesichts-Creme LSF 50“, L’Oréal Paris, um 10 Euro

Was muss ich beim Sport in der Sonne beachten?

Gerade bei sportlichen Aktivitäten unter Sonneneinstrahlung ist es wichtig, die Haut ausreichend zu schützen. Denn Wasser und Schweiß weichen die Hornschicht auf und machen sie so lichtdurchlässiger. Vorsicht auch beim Schwimmen und sogar beim Schnorcheln: In einem halben Meter Tiefe wirken noch immer 85 Prozent der UV-A-Strahlen und 60 Prozent der UV-B-Strahlen. Profi-Sportler wie die Beachvolleyballerinnen Sara Goller und Laura Ludwig raten: „Wer Sport in der Sonne treibt, sollte wasserfeste und schweißresistente Sonnenprodukte benutzen und häufig nachcremen.“

1 Farblos und fettfrei: „Light Feeling Transparentes Spray LSF 30“, Nivea Sun, um 12 Euro2 „Multi Protection Express Mist Water + Sweat Resist“, Lancaster, um 29 Euro, zieht auf verschwitzter Haut ein3 Fettet nicht: „Ambre Solaire Delial Clear Protect Transparentes Körper-Sonnenspray LSF 20“, Garnier, um 15 Euro

Welche Wirkstoffe sind jetzt für die Haut gut?

Vor allem Vitamin E können Sie kaum genug bekommen. Es beeinflusst den Feuchtigkeitsgehalt der Hornschicht günstig und verhindert so Fältchen. Als Antioxidans beugt es lichtbedingter Hautalterung vor. Sie finden Vitamin E etwa in Avocados oder Sesamöl – und in immer mehr Pflegeprodukten.

Ich habe empfindliche Haut und neige zur Sonnenallergie. Worauf muss ich achten?

Grundsätzlich gilt: Je weniger Inhaltsstoffe in einer Creme enthalten sind, desto geringer ist das Risiko für Hautreizungen. Wer unter Sonnenallergie leidet oder empfindliche Haut hat, sollte auf bindemittel- und fettfreie Produkte ohne Konservierungsstoffe und Parfums zurückgreifen. Vor allem Letztere bilden unter UV-Licht kombiniert mit Schweiß schnell allergene Substanzen, die Rötungen, Juckreiz, Schwellungen oder Bläschen (Mallorca-Akne) auslösen können. Nehmen Sie UV-Schutz mit physikalischen Filtern, diese Produkte legen sich nur auf die Haut, statt in sie einzudringen, und schonen sie so.

1 Keine Chance für Hautreizungen: „Sonnen Allergie Schutz Sun Creme-Gel LSF 25“, Eucerin, um 17 Euro2 Sanft und schweißfest: „Mittlerer Sonnenschutz Spray SPF 20“, Eau Thermale Avène, um 18 Euro3 Zuverlässiger UV-Schild: „Sonnenschutz Gel Allergische Haut LSF 30“, Ladival, um 16 Euro4 Fettfrei und für alle Hauttypen geeignet: „Capital Soleil Hydra-Milk Body SPF 50+“, Vichy, um 16 Euro

Brauchen meine Haare auch Schutz vor der UV-Strahlung?

Das Haar bekommt keinen Sonnenbrand, allerdings bleicht es in der Sonne aus. Dagegen helfen spezielle Produkte mit UV-Filter, die dazu noch mit reichhaltiger Pflege Haarbruch vorbeugen, der vor allem durch Salzwasser gefördert wird. Wichtig: Ihr Scheitel braucht Sonnenschutz, sonst verbrennt er. Am besten tragen Sie eine Kopfbedeckung, wenn Sie länger in der Sonne sind.

1 Wasserfest: „Schützendes Sommerfluid“, Rene Furterer, um 17 Euro2 Intensivkur: „Color Extend Sun After-Sun Mask“, Redken, um 25 Euro3 Repariert: „Sun Care After-Sun Hair Masque“, Aveda, um 24 Euro4 Entfernt Salz und Chlor: „BC Bonacure Hairtherapy Sun Guardian Shampoo“, Schwarzkopf, um 23 Euro

Verlängert sich mein Sonnenschutz durch erneutes Eincremen?

Nein! Nachcremen kann die Schutzschicht reparieren, wo sie durch Abtrocknen oder Schwitzen beschädigt wurde. Die Produkte sorgen jedoch nur dafür, dass die maximal verträgliche UV-Dosis über den durch den LSF festgelegten Zeitraum verteilt wird. Danach sollten Sie unbedingt aus der Sonne gehen.

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