Ihre Mutter hat Weihnachten gestrichen. Was daraufhin geschah...

lisa henderson mutter streicht weihnachten

Foto: Lisa Henderson/ Over the big Moon

Letztes Jahr sagte sie Weihnachten ab. Mit den Folgen hätte sie nie gerechnet

Weihnachten ausfallen lassen? Das klingt sehr hart. Doch Lisa Henderson hat genau das letztes Jahr getan. Doch mit diesen Folgen hätte sie nie gerechnet.

Letztes Jahr wollte die US-Amerikanerin Lisa Henderson ihren Söhnen eine Lektion erteilen. Denn ihre Jungs waren extrem undankbar, nahmen vieles als Gegeben hin und benahmen sich sehr egoistisch.

Darum beschloss die Mutter, dass Weihnachten ausfallen sollte. Nicht komplett. Es würde Weihnachtsdeko geben, es würde die Geburt von Jesus Christus gefeiert werden - doch ihre Söhne sollten keine Geschenke von dem Elternpaar bekommen. Die Jungs waren vorgewarnt, wochenlang, doch sie änderten ihr Verhalten nicht, sie wollten nicht hören.

Lisa schrieb letztes Jahr auf einem Blog über ihr Vorhaben - doch mit diesen Folgen hätte sie nie gerechnet.

Ihre Absicht war es eigentlich, ihren Söhnen zu verdeutlichen, worum es eigentlich an Weihnachten geht: nämlich um Nächstenliebe. Mit ihren Jungs gemeinsam hat sie das Geld, das sie eigentlich für Geschenke ausgegeben hätte, gespendet. Sie haben Menschen aus ihrer Nachbarschaft, die Weihnachten alleine verbracht hätten, zu sich eingeladen. Ihre Söhne wirkten nicht traurig.

Die Jungs gingen auch nicht komplett leer aus. Ihre Geschenke, die sie von ihren Großeltern und anderen Verwandten bekommen haben, oder die sie sich gegenseitig schenkten (was sie sonst auch nicht getan haben), durften sie selbstverständlich behalten. Es ging Lisa allerdings auch darum, dass ihre Söhne die Geschenke mehr wertschätzen, wenn sie nur so wenig bekommen.

Doch das Internet war schonungslos. Ihr Blog-Eintrag schlug so große Wellen, dass Lisa weltweit auf Anfeindungen traf, worauf sie nicht vorbereitet war.

Sie schrieb ihren Artikel eigentlich für die kleine Leserschaft ihres Blogs: Mütter, die sich über Erziehungstipps austauschen. Doch ihr Artikel wurde weltweit geteilt und diskutiert.

Sie bekam durchaus auch positive Reaktionen. Zum Beispiel von Lehrern, die ihr schrieben, dass sie sich wünschen würden, mehr Eltern würden so konsequent bei ihren Kindern sein. Doch die negativen Reaktionen waren mehr. Viele verstanden ihr Vorhaben falsch, als wäre es eine reine Bestrafung ihrer Kinder.

Es ging Lisa aber nicht um die Bestrafung, sondern um die Lehre, dass das Handeln ihrer Kinder auch Konsequenzen hat. Und Konsequenzen müssen weder gut, noch schlecht sein. Und so lernte Lisa durch ihre Kinder, dass diese Konsequenzen ihr sogar das schönste Weihnachten ihres Lebens bescheren würde.

So war letztendlich das Weihnachtsfest der Familie ohne Geschenke:

Das Weihnachtsfest bei Familie Henderson war letztendlich trotz allem wunderschön. Lisa schreibt sogar, es war die beste Entscheidung, die Weihnachtsgeschenke so zu minimieren.

Es fing damit an, dass ihre Kinder von selbst anfingen, etwas für andere zu tun. Sie selbst fingen an, Geschenke für ihre Brüder zu verpacken und unter den Weihnachtsbaum zu legen - das haben sie zuvor nie getan.

Am Weihnachtsabend waren die Jungs viel aufgeregter und voller Vorfreude - sogar noch mehr als sie es sonst an Weihnachten sind.

Als die Jungs Kekse für den Weihnachtsmann bereit legten, sorgte sich ihre Mutter. Glaubten ihre Söhne, der Weihnachtsmann würde doch kommen, obwohl abgemacht war, dass er das dieses Jahr nicht täte? Sie sprach mit ihren Jungs und sie sagten, es sei okay, wenn der Weihnachtsmann keine Geschenke da lasse. Aber Kekse kann er ja haben.

Am nächsten Morgen packten die Kinder ihre Geschenke, die sie sich gegenseitig gemacht haben, aus. Es war wundervoll, denn die Jungs schenkten sich nicht irgendetwas, sondern sie schenkten sich gegenseitig ihre Lieblingsspielzeuge. Es war, so Lisa in ihrem Blog, wirklich rührend, denn die Freude sowohl bei Beschenkten als auch bei Schenkenden war echt.

Wie gesagt, Konsequenzen müssen nicht immer Strafen sein.

Kategorien: