VerunreinigungMineralöl: IKEA stoppt Donut-Verkauf

IKEA stoppt Donut-Verkauf
Donuts sind mit Mineralöl verunreinigt
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Viele Donuts sind mit Fettschadstoffen und Mineralölrückständen verunreinigt, wie Öko-Test und Foodwatch berichten. IKEA zieht Konsequenzen und nimmt nun Donuts aus dem Verkauf.

Von den 15 durch Öko-Text geprüften Donuts wurden alle mit "ungenügend" bewertet. Getestet wurden alle beliebten Donut-Marken, unter anderem die von Edeka, Real, Rewe, Globus, Kaufland, Netto, Lidl, Dunkin Donuts, Tasty Donuts, Happy Donazz, der Bäckerei-Ketten Le Crobag und Backwerk, Mc Donald's (Mc Café) und Ikea.

Alle Donuts enthalten "stark erhöhte" oder "sehr stark erhöhte" Mengen von Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH)  und / oder aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH). Die gelangen vermutlich durch Verpackungen oder schon bei der Produktion in die süßen Kringel.

Im Körper wirken sie organschädigend und stehen im Verdacht, krebsfördernd zu sein.

Donuts sind giftiger als gedacht
Donuts sind giftiger als gedacht
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Das vernichtendste Urteil bekamen dabei die Donuts von Mc Donald's sowie die Donuts der Marke The Simpsons Donuts Pink Glazed. Öko-Test: "Sie nehmen wirklich fast alles mit, was wir an Schadstoffen zu kritisieren haben.“

Die erste und bis jetzt einzige Reaktion kommt vom Möbelhaus IKEA: Es stoppt sofort den Verkauf von seinen Donuts der Marke "B&B Pinky Donuts". So antwortete IKEA auf die Foodwatch-Anfrage:

"Alle Donuts werden mit sofortiger Wirkung aus dem Sortiment genommen und nicht mehr in Ikea Einrichtungshäusern verkauft. (...) Derartige Ergebnisse sind für Ikea nicht akzeptabel und werden auch nicht toleriert. Es wird gemeinsam mit dem Hersteller versucht in Bezug auf diese Ergebnisse sichere Produkte neu zu entwickeln."

 

Donuts sind ganz schön giftig
Donuts sind ganz schön giftig
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Woraus bestehen Donuts?

Donuts werden aus Hefe, Backpulver, Mehl, Zucker, Margarine hergestellt. Soweit so gut. Hinzu kommen Diphosphate, die beim Frittieren stabilisieren, weitere Stabilisatoren (z.B. Gurkenmehl) und Emulgatoren. Für die Deko kommen neben Farbstoffen und Zucker auch Aromen, Palmkernfett und Palmöl zum Einsatz.

Und gerade Palmöl ist so giftig: Er wird aus Früchten der Ölpalme gewonnen und ist oft mit Glycidyl-Fettsäuren belastet. Das wirkt erbgut- und nierenschädigend sowie krebserregend, wie sie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit jüngst eingestuft hat.

Das meiste dieses Gifts Glycidylester enthalten die Donuts von Real und Dunkin Donuts: sie enthalten drei Mal so viel davon, als akzeptabel wäre. Zusätzlich enthalten die meisten Donuts Phosphate, die oft nur als E-Nummer E 450i auf den Etiketten deklariert werden, wie etwa bei den Donuts von Real.

Die meisten Öko-getesteten Donuts enthalten etwa 20 Gramm Fett pro 100 Gramm und über 12,5 Gramm Zucker (pro 100 Gramm).

 

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