Im Test: Gel Nagellack selber machen

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Wir bekommen täglich neue Produkte zugeschickt - und testen sie alle. Diesmal: Gel-Nagellacke für zu Hause.
Foto: Privat

Und er hält und hält ... Wir haben getestet, ob's wirklich stimmt

Gel-Nagellack für zu Hause, der mindestens eine Woche perfekt aussehen soll? Das macht uns neugierig! Wir haben vier verschiedene Produkte getestet - von günstig bis teuer. Was sie taugen? Verraten wir hier!

Ideal für alle, die nicht alle zwei, drei Tage die Nägel lackieren wollen: Ein Lack, der eine Woche und länger ein "makelloses Ergebnis" verspricht. Na, ob das mal stimmt... Im Test: Gel Nagellack selber machen. Unser Fazit gibt's hier.

Im Test: das "Striplac Mobile Set" von Alessandro

Beauty-Chefin Marion (35): "Der Lack wächst eher heraus, als dass er kaputtgeht."

Im Set sind Unter- bzw. Überlack, Reinigungspads und UV-Lampe. Farblack (17 Euro) und Entferner-Lack (8 Euro) muss man extra kaufen. Zuerst entfette ich die Nägel mit den Reinigungspads. Dann kommt eine dünne Schicht dickflüssiger Unterlack drauf und muss 60 Sekunden unter der Lampe aushärten. Achtung: Auf den Nägeln bleibt ein klebriger Film zurück, den ich mit den Pads abwischen muss. Dann folgt: Farblack, unter der Lampe aushärten, zweite Lage Farbe, aushärten, Überlack, aushärten. Aufwendig, aber: Meine Hochglanznägel sind sofort kratzfest , wirken nur etwas künstlich. Und: Der Lack hält super, ist mir aber nach sieben Tagen zu weit herausgewachsen. Ich pinsle also Remover auf, lasse ihn fünf Minuten einwirken und ziehe den Lack in einem Stück ab. Klappt prima.

Der Abziehbare: "Striplac Mobile Set", ca. 85 Euro und "Striplac Berry Red", ca. 17 Euro, alles von Alessandro.

Dauer: 10 Minuten. Handhabung: unkompliziert. Haltbarkeit: min. 7 Tage. Entfernen: mit speziellem "Peel-off-Activator". Schäden: leicht raue Nägel.

Im Test: Gel-Nagellack von Isadora

Redakteurin Franziska Bruchhagen: "Am siebten Tag sind nur die Spitzen leicht angestoßen."

Dieser Gel-Nagellack funktioniert wie normaler Nagellack - ohne Lampe zum Aushärten. Ich trage die Farbe zunächst in zwei Schichten auf. Weil der Pinsel breit und der Lack schön cremig ist, geht das schnell und ohne Patzer. Nach jeder Lage müssen die Nägel drei Minuten an der Luft trocknen. Zuletzt kommt Überlack drauf. Der ist etwas zäh und wird auch in zwei Schichten aufgetragen - aber ohne Pause. Ganz dünn klappt das jedoch nicht, deshalb sehen meine Nägel nach weiteren drei Minuten etwas "höher" aus als nach normalem Lack. Ich hatte aber auch schon "richtige" Gel-Nägel und die sind deutlich dicker. Das Ergebnis hält sechs Tage, erst dann stoßen sich die Spitzen langsam ab. Am siebten Tag entferne ich den Lack - mit normalem Remover und Pads.

Der Unkomplizierte: "Gel Nail Lacquer Topcoat" und Farblack "Nr. 223" von Isadora, je ca. 11 Euro. Exklusiv bei Douglas.

Dauer: 10 Minuten. Handhabung: sehr einfach. Haltbarkeit: 6 Tage. Entfernen: mit normalem Remover. Nagelschäden: keine.

Im Test: Gel-Lack und LED-Lampe von Essence

Journalistenschülerin Jara Tiedemann: "Nach einer Woche ist der Lack an den Spitzen abgesplittert."

Ein Minuspunkt vorweg: Gel-Lack, LED-Lampe und Reinigungslotion gibt es nicht als Set, man muss alles einzeln kaufen. Und jetzt der große Pluspunkt: Das Zubehör funktioniert mit jedem meiner Lacke. Zunächst stecke ich die Lampe via USB an den Computer. Los geht's: Ich entfette die Nägel mit Reinigungslotion. Dann trage ich eine dünne Lage Gel auf. Das ist nicht ganz einfach, es ist zäh wie Leim (und riecht auch so). 10 Sekunden muss es dann unter der Lampe aushärten. Jeder Finger muss einzeln drunter, das dauert - 10 Minuten. Danach kommt Farblack drauf, den ich, wie gewohnt, an der Luft trocknen lasse und mit einer weiteren Gel-Schicht versiegle. Der Lack glänzt schöner als sonst, splittert aber trotz des großen Aufwands schon an Tag vier. Zum Entfernen zieht man ihn einfach ab.

Der Anpassungskünstler: "Primer & Cleanser", "Gel Base & Topcoat" und "Mini LED Lamp", von Essence, insgesamt ca. 26 Euro.

Dauer: 20 Minuten. Handhabung: aufwendig. Haltbarkeit: 4 Tage. Geruch: klebstoffartig. Entfernen: einfach abziehen. Nagelschäden: keine.

Im Test: "Private Nail Studio" von Anny

Praktikantin Marie Nitsche: "Bei dem Nude-Ton fallen die Macken am 7. Tag kaum auf."

Ich habe den Test-Jackpot gezogen: ein Koffer voller Maniküre-Produkte - ideal für Beauty-Junkies wie mich! LED-Lampe, Feile, Nagelhautstäbchen, Entferner-Streifen ... sogar eine 5-minütige Tutorial-DVD ist dabei. Gut gebrieft lege ich los: Nägel entfetten, Unterlack aufpinseln, 30 Sekunden unter der LED-Lampe aushärten lassen. Dann trage ich den Farblack mit dem Nude-Ton auf (die enthaltene Nuance kann man wählen). Da der Lack dünnflüssig ist, sieht er auf den Nägeln nicht so gelartig aus - dafür brauche ich drei Schichten, bis er deckt. Jede Lage, inkl. Überlack, muss 30 Sekunden unter der Lampe härten. Nach 10 Minuten bin ich fertig. Am 5. Tag splittert der Lack leicht an den Nagelspitzen. Nach einer Woche klebe ich die Entferner-Streifen auf die Nägel, lasse den Remover 15 Minuten (!) einziehen und wische den Lack dann damit ab.

Das Allround-Paket: "Private Nail Studio LED Starter Kit" von Anny, ca. 150 Euro.

Dauer: 15 Minuten. Handhabung: eher anspruchsvoll. Haltbarkeit: etwa 5 Tage. Entfernen: nur mit Spezial-Remover und Klebestreifen. Nagelschäden: keine.

Alle Fotos: Privat/PR