In der Ruhe liegt die Kraft

in der ruhe liegt die kraft

Entspannungsübungen

Einatmen, ausatmen, einatmen - Atemübungen und Meditation wirken beruhigend auf Körper und Geist und sind eine gute Vorbereitung für die Geburt. Trainerin Nathalie Vitorino Da Silva stellt zwei Übungen vor.

Nathalie Vitorino Da Silva ist Personal Trainerin in Hamburg und spezialisiert auf Fitness für Schwangere . Neben schwangerschaftsgerechtem Wohlfühlsport wie Yoga , Schwimmen oder Joggen kann auch richtiges Atmen und Entspannen die Schwangerschaft samt Geburt um einiges erleichtern! Es beruhigt den Geist und damit auch den Körper - eine gute Vorbereitung auf das große Finale.

Dabei gibt es verschiedene geburtserleichternde Techniken, die zum Beispiel in speziellen Schwangerschafts-Yoga-Gruppen angeboten werden. Zwei dieser Techniken und ihre Wirkungen stellt Ihnen Personal Trainerin Nathalie Vitorino Da Silva mit Anleitung vor.

Stress weg

Diese Atemübung hilft bei Nervosität und Aufregung.

Zur Vorbereitung ein paar ganz tiefe Atemzüge machen. Atmen Sie dann in den Bauch und den Brustkorb ein, wobei Sie den Bauch nach außen wölben. Beim Einatmen dann wieder einziehen.

Nehmen Sie nun drei tiefe, langsame Atemzüge. Zunächst durch das rechte und dann durch das linke Nasenloch ein. Halten Sie sich das jeweils andere zu.

Zum Schluss atmen Sie drei Mal langsam durch beide Nasenlöcher, tief in den Bauch hinein . Stellen Sie sich während des Ausatmens vor, wie Sie alles loslassen, was belastend sein könnte. Beim Einatmen spüren Sie hingegen, wie alles Positive, Frische und Neue Sie erfüllt.

Tipp: Bei dieser Übung sollten Sie immer so tief und so langsam wie möglich atmen. Machen Sie zwischen den Atemzügen jeweils eine kurze Pause von bis zu zehn Sekunden.

Kopf frei

Diese Meditation hilft Ihnen bei der Entspannung Ihres Geistes.

Sitzen Sie aufrecht, mit einem Rücken so gerade wie ein Pfeil . Wer kann, sitzt auf einem Kissen im Schneider- oder Lotussitz (bei Knieproblemen lieber auf einen Stuhl setzen). Ihre Hände ruhen auf den Oberschenkeln. Das Kinn ist leicht eingezogen, der Nacken ist gerade und lang. Ihre Augen können entweder leicht geöffnet oder geschlossen sein.

Atmen Sie nun ganz natürlich aus und wieder ein. Versuchen Sie nicht, Ihren Atemrhythmus bewusst zu verändern - er ist genau richtig so, wie er gerade ist. Fühlen Sie dabei, wie der Atemstrom an Ihrer Nasenspitze vorbeizieht und wie kühl es dort und zwischen Ihren Augenbrauen wird. Dabei strömt die Luft in Ihre Lungen und die Bauchdecke hebt und senkt sich im eigenen ruhigen Rhythmus.

Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Atem und lassen Sie Ihren Geist ruhen. Auch wenn Sie dabei ein wenig abgelenkt werden, ist das nicht schlimm. Holen Sie sich einfach die Aufmerksamkeit mit den gleichmäßigen Atemzügen zurück. Lassen Sie Ihre Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen. Nach etwa zehn Minuten kehren Sie mit Ihrem Bewusstsein zurück in Ihren Körper und werden wieder ganz wach.

Tipp: Zu Beginn sollten Sie lieber kürzer meditieren, also höchstens zehn Minuten. So vermeiden Sie eine Überforderung durch zu lange Sitzungen. Lüften Sie außerdem den Raum, in dem Sie sitzen: Frische Luft ist gut für eine wachen Geist.

Kategorien: