Indoor-Cycling auf olympischem Niveau

indoor cycling auf olympischem niveau
ProCycling im SHAPE-Test
Foto: iStockphoto.com

SHAPE-Test: ProCycling

Im Geschwindigkeitsrausch Fett verbrennen. Wir sind gemeinsam mit Miriam Welte, der Olympiasiegerin im Bahnradfahren, aufs Rad gestiegen und haben den neuen ProCycling-Kurs von Fitness First getestet.

Bislang hat Spinning nie auf meinem Trainingsplan gestanden. Jetzt habe ich mich zum ersten Mal aufs Cycling-Bike geschwungen , um einen Cycling-Kurs der besonderen Art zu testen – nämlich das neue „ProCyling“-Konzept der Fitness-Kette Fitness First. Besondere Herausforderung: Miriam Welte, die Olympiasiegerin im Bahnradfahren, ist mit von der Partie.

Das neue Indoor-Cycling-Programm, für das im September 2014 der Startschuss in allen deutschen Fitness-First-Studios fällt, umfasst drei neue Radrennformate. Die hochintensiven Cyling-Kurse, die gemeinsam mit Radrennprofi Victoria Pendleton entwickelt wurden, basieren auf professionellem Bahnradrennen und versprechen maximale Erfolge in kürzester Zeit. Statt wie gewohnt 45 oder 60 Minuten wird bei diesen HIIT-Kursen (High Intensity Intervall Training) gerade mal 30 Minuten in die Pedale getreten.

ProCyling – drei Workouts auf olympischem Niveau

Je nach Gusto und Trainingszielen können sich Hobby-Cycler zwischen diesen Workouts entscheiden:

- „Einzelsprint“ – bei dieser Rennvariante ist Tempo angesagt. Zwei Teilnehmer verfolgen sich drei Runden lang wie Katz und Maus und erreichen dabei bis zu 75 Kilometer pro Stunde.

- „Team-Sprint“ – hier ist olympischer Teamgeist gefragt. Zwei Gruppen von zwei bis drei Teilnehmern treten gegeneinander an. Wie auf der Radrennbahn übernimmt jeder im Team mal die Führung. Wer am schnellsten in die Pedale tritt, gewinnt.

- „Race“ oder „Keirin“ (zu Deutsch: Radrennen) – bei der aus Japan stammenden Disziplin geht es um Ausdauer und Durchhaltevermögen. Mehrere Fahrer verfolgen den „Derny“, einen motorisierten Schrittmacher, der das Tempo vorgibt. Über eine Distanz von 2.000 Metern wird die Geschwindigkeit kontinuierlich gesteigert, bis der Tempomacher das Signal zum Sprint gibt.

„Team-Sprint“ mit Miriam Welte

Bahnrad-Profi Miriam Welte

Meine erste Cycling-Erfahrung werde ich im „Team-Sprint“ sammeln. Ich bin schon sehr gespannt, ob ich es schaffe, 30 Minuten im Sattel zu bleiben. Mein ganz persönlicher Motivations-Kick: Direkt vor mir tritt Miriam Welte, die Olympiasiegerin im Bahnradfahren, in die Pedale. Wenn das kein Ansporn ist! Unsere Cycling-Trainerin weist uns ausführlich in das Workout und die anstehenden Herausforderung ein. Dann ertönt auch schon der Startschuss für unseren „Team–Sprint“.

Nach einem kurzen Einrollen geht’s ziemlich schnell zur Sache. In kurzen Sprint-Intervallen stimmen wir uns auf unser Team-Battle ein. Ob im Sattel sitzend oder stehend – unser „ProCycling“-Coach motiviert uns ununterbrochen, alles zu geben. Also gebe ich alles! Schon nach wenigen Minuten pumpt mein Herz auf Hochtouren und ich frage mich, wie ich den Rest des Workouts überstehen soll.

Team gegen Team

Dabei geht es ja jetzt erst los mit den Team-Sprints. Wir werden in zwei Gruppen eingeteilt und los geht’s. Unsere Mitstreiter dürfen den Sprint eröffnen, während wir solange noch moderat strampeln dürfen. Wow, die geben ordentlich Tempo, denke ich mir. Und schon erklingt der Pfiff zum Teamwechsel. Jetzt heißt es für uns ordentlich Gas geben, bis zum erlösenden Schlusspfiff. Aber fertig sind wir noch lange nicht, denn nach einer kurzen Verschnaufpause bei entspannter Trittgeschwindigkeit geht es auch schon weiter. Dieses Mal geben wir das Tempo vor.

Allmählich spüre ich ein leichtes Brennen in meinen Oberschenkeln. Nach sechs weiteren Team-Sprints haben wir es geschafft. Das fühlt sich gut an. Meine Beine fühlen sich dagegen eher gummiartig an. Ich bin ziemlich ausgepowert komplett nass geschwitzt, und das nach 30 Minuten. Zumindest beruhigt mich, dass Miriam Welte auch ein bisschen geschafft aussieht, auch wenn sie natürlich deutlich tüchtiger gestrampelt hat als ich.

Mein Fazit

Mein erstes Mal auf dem Cycling-Bike hat mir trotz großer Anstrengung richtig Spaß gemacht. Besonders beeindruckt hat mich, dass ich mich nach 30 Minuten gefühlt habe, als hätte ich eine Stunde trainiert. Und so soll es ja auch sein. Schließlich zielen die Kurse darauf ab, in kürzester Zeit zur Höchstform aufzulaufen und extrem effektiv zu sein. Daher eignet sich „ProCycling“ optimal für einen straffen Zeitplan. Denn eine halbe Stunde kann man sich im Alltag doch eher mal frei schaufeln als eine ganze Stunde.

Gut gefallen haben mir auch die abwechselnden Tempo-Intervalle und das motivierende Anfeuern durch die Trainerin und die Mit-Cycler. Dadurch war das Workout kurzweilig und der Ehrgeiz auf Hochtouren. Und am allerbesten gefällt mir der versprochene Nachbrenneffekt von 48 Stunden. Das bedeutet, dass mein Stoffwechsel noch weit über das Training hinaus auf Hochtouren läuft. Dafür lohnt es sich allemal, aufs Bike zu steigen.

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