Instagram-Diät IIFYM: Top oder Flop?

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Die Diät IIFYM ist durch den Social Media-Riesen Instagram wiederbelebt worden.
Foto: (c) Screenshot instagram.com/uws_girl

Trend-Check

IIFYM ist eine Diät, die durch den Social Media-Riesen Instagram entdeckt wurde. Unter Hashtags wie #strongnotskinny, #iifym oder #fitfam finden sich Bilder von Rezepten, Vorher-Nachher-Selfies , Workouts und motivierenden Sprüchen. Dabei ist es nur ein neuer Name zu einem alten Diät-Konzept. Einst nur unter Bodybuildern und Leistungssportlern bekannt, ist die IIFYM-Diät nun beim Mainstream angekommen. Auch Weight Watchers - eine der weltweit populärsten Diäten - nutzt das Ernährungskonzept für sein eigenes Punktesystem. Grund genug sich die Instagram-Diät genauer anzuschauen.

Was bedeutet die Instagram-Diät IIFYM?

IIFYM ist die Abkürzung für "If It Fits Your Macronutrients". Mikronährstoffe sind Substanzen, die lebenswichtig sind. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, aber auch sekundäre Pflanzenstoffe und Omega-3-Fettsäuren gehören dazu.

Die Richtlinien der Diät

Die Regeln für die Instagram-Diät sind einfach: Es darf alles gegessen werden, was man will. Wichtig ist, dass die genaue Menge jedes einzelnen Mikronährstoffs zu sich genommen wird, die der Körper individuell braucht. Dabei ist die Menge von der eigenen, täglichen Energiekurve, dem damit einhergehenden Stoffwechsel und Kalorienverbrauch und dem BMI abhängig.

Die Menge an Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen, die täglich zugeführt wird, ist ebenfalls abhängig von den individuellen Zielen, die mit der Diät erreicht werden wollen. Zusätzlich wird muskuläres Training betrieben.

Vorteile der Diät

1. Hier streiten sich die Geister, ob es wirklich ein Vorteil ist. Es wird berichtet, dass die Diät gern von Menschen durchgeführt wird, die Essstörungen haben. Durch das genaue Zählen der Mengen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und seinen Bedürfnissen bekommen sie ein neues Gefühl für sich. Die strenge Struktur, die mit dem Zählen einhergeht, gibt vorerst Halt.

Kritiker sagen jedoch auch, dass vor allem bei Essgestörten der Fokus der Genesung nicht darauf liegt Regeln aufzustellen, sondern sie loszuwerden. Daher sehen sie die Diät als deutlich ungeeignet.

2. Die Nahrung kann nach eigenem Belieben und Geschmack zusammengestellt werden. Wichtig ist nur die Mikronährstoffe und Anteile von Kohlenhydrate , Fette und Eiweiße im täglichen Ernährungsplan einzuhalten.

3. Das Krafttraining bringt den Körper und Geist in Form, macht fit und gibt ein neues Lebensgefühl.

4. Das Körperfett schwindet, Muskelpartien werden gut definiert.

Nachteile der Diät

1. Mit Freunden oder der Familie einfach mal kochen, geht während der Diät nicht. Das kann ein isolierendes Gefühl hinterlassen. Es erfordert in Partnerschaften Toleranz und viel Verständnis.

2. Das Zählen und Auseinandersetzen mit den Mikronährstoffen und anderen Bestandteilen der Ernährung erfordert auch eine hohe Eigendisziplin.

3. Teilweise kann es bei der Ernährungsumstellung anfänglich zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.

4. Krafttraining wirkt sich auf das Aussehen des Körpers aus - weiche Formen wandeln sich in straffe Muskeln um. Vor allem für Frauen stellt das psychologisch eine Herausforderung dar.

Fazit

Wer bereit ist, sich genau mit seiner Ernährung und seinem Körper auseinanderzusetzen, einen muskulösen Körper bevorzugt, für den lohnt es sich die Energie und Zeit in diese doch eher intensive Diät zu investieren.

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