Instagram sperrt Bilder von stillenden Müttern

instagram sperrt stillbilder

Foto: Аrtranq / Fotolia

Gehören stillende Mütter nicht auf Instagram?

Die australische Fotografin Melissa Jean wurde auf Instagram gesperrt, weil sie Bilder von stillenden Müttern postete. Doch mit dieser Unterstützung hätte sie nicht gerechnet.

Melissa Jean Wilbraham ist in Australien eine bekannte Fotografin. Sie fotografiert hauptsächlich Mütter in typischen Situationen und möchte mit ihren Fotos das Muttersein zelebrieren.

Und selbstverständlich teilt die Fotografin ihre Werke: auf Facebook, auf Instagram... Allein schon, um neue Kundinnen für ihre Werke zu begeistern.

Doch wie das so ist, wenn man immer bekannter wird: Neben vielen Menschen, die begeistert sind von den Werken der Fotografin, gibt es auch viele, die dagegen sind.

Die Bilder von Melissa wurden immer häufiger als unangebracht gemeldet - dabei zeigt sie auf ihren Bildern nur ganz natürliche Dinge: Mütter im Mutterglück. Mütter, die ihr Kind im Arm halten, Schwangere, die ihren Babybauch zeigen und eben auch stillende Mütter.

Ihre Bilder sind dabei zum Teil sehr künstlerisch und ästhetisch in Szene gesetzt, zum Teil ganz natürlich und manchmal, möchte die Fotografin einfach nur ihre Fans zum Lachen bringen:

According to the social media trolls no-one has a fucking sense of humour anymore #fridayfun #dontforgetdads

Ein von Melissa Jean (@melissajeanbabies) gepostetes Foto am

Vor allem für ihre Stillbilder ist sie bekannt geworden und gerade diese Bilder wurden ihr zum Verhängnis: Instagram sperrte ihren Account - ausgerechnet am ersten Tag der international gefeierten Weltstillwoche. Eine Aktionswoche, die von vielen Organisationen wie der World Alliance for Breastfeeding Action, UNICEF und auch der Weltgesundheitsorganisation gefördert wird.

Die Fotografin erzählte der Daily Mail Australia: "Es war, als würde man dafür bestraft werden, dass man das Wunder des Lebens feiert."

Doch zum Glück fand die beliebte Fotografin Untersützung!

I love you today more than yesterday. Tomorrow I will love you more than today

Ein von Melissa Jean (@melissajeanbabies) gepostetes Foto am

Zahlreiche Fans haben sich bei Instagram beschwert, dass der Account der Fotografin gesperrt wurde. Mit so viel Unterstützung hätte die Australierin bestimmt nicht gerechnet.

Wegen der vielen Beschwerden überprüfte Instagram noch einmal die Bilder und erklärte:

"Wir haben noch einmal nachvollzogen, was hier passiert ist, und es war ein echter Fehler, den wir jetzt korrigiert haben. Unser Team überprüft Inhalte, wenn sie uns als Verstoß gegen unsere Richtlinien gemeldet werden. Sie überprüfen jeden Tag millionen Inhalte - und so sehr wir frei von Fehlern sein möchten, wir machen auch Fehler. Es tut uns Leid, was hier passiert ist, aber wir werden aus dieser Sache lernen und uns verbessern."

Wow, was für eine nette Entschuldigung von einem so großen Konzern. Wir sind auf jeden Fall erleichtert, dass die Gegner von so natürlichen Bildern in ihre Schranken verwiesen wurden.

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